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Voraussetzung einer Osteoporose-Therapie? Diagnose!

Osteoporose ist eine Volkskrankheit der alternden Gesellschaft: Allein in Deutschland leiden rund 7,8 Millionen Menschen daran. Bei vielen Betroffenen bleibt sie (lange) unerkannt – und unbehandelt. Dabei gibt es Möglichkeiten, den chronischen Knochenabbau zu verlangsamen und neue Knochenmasse aufzubauen.

Bei vielen Betroffenen bleibt der Knochenschwund (lange) unerkannt – und unbehandelt. Dabei ist es eine Volkskrankheit der alternden Gesellschaft. ©Ligamenta Wirbelsäulenzentrum / pixelio.de

Knochen bauen mit dem Älterwerden zunehmend ab. Das ist ab dem 40. Lebensjahr eigentlich ganz normal. Doch bei Patienten mit Osteoporose – zu 80 Prozent Frauen – geschieht das viel schneller als gewöhnlich. Grund ist ein gestörter Knochenstoffwechsel; häufig verursacht durch eine zu geringe Zahl an weiblichen Sexualhormonen (Östrogene). Schmerzhafte Frakturen sind die Konsequenz. 

Besonders Oberschenkelhalsbrüche haben es in sich: Danach werden „20 Prozent der Patienten […] zum Pflegefall, über 50 Prozent erleiden […] einschneidende Einschränkungen in ihrem zuvor selbstständig bewältigten Alltag“, heißt es dazu auf der Webseite des Bundesselbsthilfeverbands Osteoporose e.V (BfO). Und: „Jeder dritte bis vierte Senior über 85 stirbt innerhalb eines Jahres an den Folgen des Bruchs.“

Mehrheit wird nicht adäquat behandelt

Experten gehen aufgrund der demographischen Entwicklung davon aus, dass die Zahl der Osteoporose-Patienten zunehmen wird. Im Jahr 2025 könnten bereits fast 34 Millionen Menschen in der Europäischen Union betroffen sein. Das stellt auch die Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen. Doch: „Weniger als ein Viertel aller Fälle wird rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt“, so der BfO. Nur durch eine Knochendichtemessung kann die Erkrankung im Anfangsstadium diagnostiziert werden. Dieses Verfahren wird jedoch meistens erst sehr spät angewendet – etwa „wenn Knochen aufgrund geringer Gewalteinwirkung […] brechen.“

Dabei gilt laut BfO: Je „früher der Knochenschwund bemerkt wird, desto effektiver kann man gegen ihn vorgehen und schmerzhafte Knochenbrüche vermeiden.“ Er lässt sich zwar nicht heilen; doch es gibt Möglichkeiten, ihn zu verlangsamen und neue Knochenmasse aufzubauen. Die Therapie besteht dabei aus drei Säulen: eine kalzium- und Vitamin-D-reiche Ernährung, Bewegung sowie Medikamente. 

Knochenabbau bremsen, Knochenaufbau stimulieren

Sogenannte Bisphosphonate hemmen die Aktivität der knochenabbauenden Zellen. Sie sind die in dieser Indikation am meisten verwendete Wirkstoffgruppe. Auch die „Selektiven Estrogen Rezeptor Modulatoren“ (SERMS) wirken gegen den Abbau des Gewebes. Sie imitieren dazu in ihrer Wirkung am Knochen die Östrogene. Zusätzlich stehen Biopharmazeutika, gentechnisch hergestellte Präparate, zur Verfügung. 

Ein monoklonaler Antikörper etwa kann ein bestimmtes Protein blockieren, welches eine große Rolle bei der Bildung von knochenabbauenden Zellen spielt. Studiendaten zeigten unter anderem, dass der Wirkstoff so über zehn Jahre eine anhaltende Steigerung der Knochendichte an Lendenwirbelsäule und Gesamthüfte bewirkte. Anders funktioniert Teriparatid, ein gentechnisch hergestelltes Fragment des menschlichen Parathormons. Dieses Hormon fördert den Knochenaufbau – anstatt den Abbau zu blockieren. 

Herausragende Errungenschaften der medizinischen Biotechnologie

Die biopharmazeutischen Arzneimittel zeigten in Studien, dass sie das Risiko für Knochenbrüche bedeutend reduzierten. Überhaupt: Auf dem gesamten Gebiet der Osteologie  hat sich durch die Entwicklung von Biopharmazeutika viel getan, wie auch Prof. Dr. Heide Siggelkow, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Osteologie, bestätigt. Im Branchenreport „Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2018“ lobt sie  „die herausragenden Errungenschaften der medizinischen Biotechnologie in den letzten Jahren im Bereich des Muskel- und Skelettsystems“.

Quelle:https://www.pharma-fakten.de