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Auch wenig Sport beugt Krankheiten vor

Bereits ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche können unser Erkrankungsrisiko signifikant verringern.

Ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche reichen schon aus ©pixabay

Einer Studie der University of Sydney zufolge können körperliche Aktivitäten von nur ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche schon ausreichen, um das Todesrisiko von Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs zu senken.

Die Ergebnisse, welche im „JAMA Internal Medicine“ Magazin veröffentlicht wurden, zeigen, dass bereits wenige Trainingseinheiten, die sich gut in eine vielbeschäftigte Lebensweise einfügen lassen, gesundheitliche Vorteile liefern, auch bei Übergewichtigen und Menschen mit gesundheitlichen Risikofaktoren.

So bestätigt Professor Emmanuel Stamatakis von der University of Sydney und Hauptautor des Artikels, dass es beruhigend ist, zu wissen, dass bereits wenige sportliche Aktivitäten das Sterberisiko senken – auch wenn man nicht die offiziell empfohlene Trainingsdauer erreicht. Um jedoch von optimalen Gesundheitsbedingungen zu profitieren, schlägt Stamatakis vor, sich trotzdem an die Empfehlungen für sportliche Aktivitäten zu halten, und zu versuchen, die Ziele zu erreichen oder auch zu übertreffen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt hierzu, dass Erwachsene mindestens 150 Minuten pro Woche sportlichen Aktivitäten mit moderater Intensität nachgehen sollten oder zumindest 75 Minuten pro Woche ein sehr intensives Training absolvieren.

Doch die Forschung muss noch zeigen, wie die Häufigkeit und gesamte wöchentliche Aktivität am besten kombiniert werden müssen, um die maximalen gesundheitlichen Vorteile zu erzielen. So könnten Menschen zum Beispiel jeden Tag mit moderater Intensität 30 Minuten sportlich aktiv sein, um die derzeitigen Trainingsvorgaben zu erreichen. Oder sie trainieren ein Mal die Woche 75 Minuten, aber dafür mit einer hohen Intensität. Diejenigen, die ihre gesamte köroerliche Anstrengung an einem oder zwei Tagen in der Woche absolvieren, werden in diesem Zusammenhang gern „Wochenend-Kämpfer“ genannt.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Im Vergleich zu gar nicht sportlich Tätigen, war das allgemeine Sterberisiko bei denen, die unzureichend aktiv waren, um 31 Prozent, bei den „Wochenend-Kämpfern“ um Prozent und bei den regelmäßig Aktiven um 35 Prozent niedriger.
  • Im Vergleich zu denen, die nicht sportlich aktiv waren, war das Sterberisiko aufgrund von Herz-Erkrankungen bei nur unzureichend Tätigen um 37Prozent und bei den „Wochenend-Kämpfern“ sowie den regelmäßig Aktiven um 41 Prozent geringer.
  • Im Vergleich zu denen, die nicht sportlich aktiv waren, war das Sterberisiko aufgrund einer Krebserkrankung bei geringfügig Sportiven um 14 Prozent, bei den „Wochenend-Kämpfern“ um 18 Prozent und bei den regelmäßig Aktiven um 21 Prozent geringer.

Die Ergebnisse bestätigen also, dass diejenigen, die sich zwar unzureichend, aber immerhin etwas bewegen sowie die „Wochenend-Kämpfer“ und regelmäßig Aktiven, im Gegensatz zu den gänzlich inaktiven Menschen, gesamtheitlich ein geringeres Sterberisiko in Bezug zu den obengenannten Krankheiten vorweisen, sagt Stamatakis.

Diese Resultate bedeuten demnach, dass man auch von nur wenigen Sporteinheiten wöchentlich einen enormen gesundheitlichen Vorteil genießt.

Quelle:

Titelfoto: www.pixabay.de