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The Renegades wurden Anfang der 1960er Jahre in Birmingham (Grossbritannien) gegründet. Anfänglich wurden sie hauptsächlich von den Shadows beeinflusst, doch bald begannen sie geradlinigen Rock’n’Roll und Rhythm’n’Blues zu spielen. Um 1963 wurde neben ihrer Musik auch ihr Aussehen härter, als sie als Bühnenkleidung Kavallerieuniformen aus der Zeit des US-amerikanischen Bürgerkriegs zu tragen begannen.

Im Februar 1964 erschien ihre Fassung von Franz Liszt’s “Hungarian rhapsody” auf der Zusammenstellung Brum beat, welche eine Reihe von Gruppen aus Birmingham präsentierte. Ausser dieser Aufnahme, einer Acetate-Single für Oak Records in Morden sowie ein Album für Fidelio/Summit Records (produziert durch die Delta Record Company of London), machten die Renegades zwischen 1964 und 1966 die meisten ihrer Aufnahmen für das finnische Plattenlabel Scandia Records aund danach für die italienischen Plattenlabels Ariston und Columbia Records, die das Material wiederum an englische, US-amerikanische und mitteleuropäische Plattenlabels weiterlizenzierten.

1964 bestanden die Renegades aus folgenden Musikern:

Kim Brown (geboren am 2. Juni 1945)
Denys Gibson (geboren am 17. Februar 1945; Gitarre)
Ian Mallet (geboren am 28. Juli 1945)
Graham Johnson (geboren am 30. August 1946; Schlagzeug)

Im Oktober 1964 spielten die Renegades an einer Modeschau in Helsinki, anschliessend war eine dreiwöchige Tournee durch Finnland geplant. Wegen der überwältigenden Nachfrage wurden daraus jedoch sieben Wochen. Während dieses ersten Finnland-Besuchs traten sie auch in den finnischen Fernsehsendungen Nuorten Tanssihetki und Uudet Tuulet auf und unterschrieben den Plattenvertrag mit Scandia Records. Bis 1967 besuchten die Renegades Finnland siebenmal. Daneben traten die Renegades Ende 1965 auch in Deutschland, den Niederlanden, in der Schweiz und in Italien auf. 1966 traten sie am Musikfestival von San Remo mit dem Lied “Un giorno tu mi cercherai” auf. Das letzte Mal wurden sie in Finnland als Gruppe 1971 gesehen.

Obwohl sie in Finnland als die “zweiten Beatles” behandelt wurden, waren sie nicht wirklich eine Beatgruppe. Natürlich klangen sie rauher als die Gruppen um 1960, aber ein bemerkenswerter Teil ihres Repertoires bestand aus geradlinigem Rock’n’Roll und sie wurden ganz offensichtlich auch durch schwarze Musik beeinflusst, was auch in ihren Eigenkompositionen zu hören war. Ironischerweise hatten sie in Skandinavien jedoch ihren grössten Hit mit “Cadillac”, einer vereinfachten Fassung des Lieds “Brand new Cadillac” (1959) von Vince Taylor, wobei sie das Copyright ihrer Fassung allerdings selber beanspruchten. In Schweden wurde die Renegades-Fassung durch die Hep Stars gecovert, während in Finnland die Gruppe Eero ja Jussi and the Boys das Lied als “Mosse” ins Finnische übersetzte und parodierte – “Mosse” war damals ein Synonym für die populäre russische Automarke, obwohl der Text von einem Pferd desselben Namens handelt.

Die Renegades waren in Finnland eindeutig die gefeiertste Rockgruppe, aber dennoch schafften sie es nie auf Platz 1 der finnischen Singles-Hitparade. Cadillac kam im Dezember 1964 die Top 20 und erreichte schliesslich Platz 2, wobei sich die Single fünf Monate in der Hitparade halten konnte. Ebenfalls wurde das Lied viel im Radio gespielt, wo es schliesslich Platz 1 der beliebten Sendung Kahdeksan Kärjesssä (Top 8) erreichte. Auch die Singles Seven daffodils und Matelot kamen in die finnische Hitparade, überraschenderweise jedoch keines ihrer vier Alben.

Zusätzlich erschienen die Renegades im finnischen Musikfilm Topralli (Regie: Yrjö Tähtelä), der am 22. März 1966 veröffentlicht wurde, und sie begleiteten die finnischen Popmusiker Danny and Ann-Christine auf einigen ihrer Aufnahmen. Nachdem sie ihr viertes und letztes finnisches Album aufgenommen hatten, verliess Denys Gibson im Sommer 1966 die Gruppe und wurde durch Joe Dunnett ersetzt.

1967 zogen die Renegades nach Italien, wo sie weitere Hits hatten. Später verliess Dunnett die Renegades und gründete seine eigene Gruppe, Rubber Duck, während die übrigen Gruppenmitglieder zusammen mit dem neuen Gitarristen Mick Wembley noch einige Jahre zusammenblieben. Dunnett seinerseits verwendete den Namen Renegades 1976 auf einer deutschen Single, die von “Joe Dunnett and the New Renegades” veröffentlicht wurde. Graham Johnson liess ich in Italien nieder, wo er wahrscheinlich noch immer lebt, während die übrigen Gruppenmitglieder nach England zurückkehrten. Kim Brown kehrte in den 1990er Jahren nach Finnland zurück und entschloss sich schliesslich, sich dauernd dort niederzulassen. Ian Mallet starb am 26. Oktober 2007 in Ellesmere Port (Cheshire, England) an einem Herzinfarkt.

The Renegades: Cadillac


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