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Ulrich Tukur: Fünfer im Lotto

Der Schauspieler will sich nicht besitzen lassen

Ulrich Tukur mit seiner Frau Katharina John. Foto: highgloss.de

In der aktuellen Scheidungskomödie „Und wer nimmt den Hund?“ spielen Ulrich Tukur und Martina Gedeck ein Ehepaar, dass über 20 Jahre in einer scheinbar perfekten Ehe lebte. Doch der Seitensprung des Ehemanns versetzt der Beziehung den Todesstoß. Eine Trennungstherapie mit ungeahnter Wirkung steht an. Witzig: Ursprünglich wurde die Scheidungskomödie fürs TV gedreht. Doch als der Film fertig war, kam die Idee, ihn vorab ins Kino zu bringen. Vor den überdrehten Szenen der Eheschlacht hatte Ulrich Tukur keine Scheu, wie er „prisma“ verriet: „Aber nein, ich hatte lediglich Bedenken, mir das Unterhemd über den Kopf zu ziehen und meinen Oberkörper zu präsentieren, aber auch die Bettszenen mit meiner jungen Freundin brachten mich ins Grübeln.“ Der „Tatort“-Star findet, dass es sehr komisch sein kann, „wenn sich Menschen in ein Schlamassel manövriert haben, nicht mehr weiterwissen und verzweifelt versuchen, Haltung zu bewahren“. Tukur ist seit Anfang der 90er-Jahre mit der Fotografin Katharina John (48) verheiratet. Seine eigene Beziehung vergleicht der TV-Liebling mit einem großen Haus mit vielen Zimmern: „Eines davon gehört dir und eines deinem Partner, und da hast du nichts drin verloren. Der andere muss dir immer ein Stück weit ein Geheimnis bleiben. Und in manchen Dingen darf er auch überlegen sein.“ Ständige Nähe sei für ihn nicht erstrebenswert – berufsbedingte Trennungen sind Tukur recht. „Ich finde es herrlich, wenn man sich nicht andauernd sieht, immer wieder Pausen hat und sich dann wieder neu begegnet.“ Auch sei es toll, einen Partner zu haben, der in einigen Dingen besser und stärker sei als man selbst, so der 62-Jährige. „Man muss den anderen bewundern, aber man muss auch bewundert werden. Das ist sehr kompliziert. Aber wenn es funktioniert, ist es ein großes Glück.“ Wie „ein Fünfer im Lotto“, findet der Künstler. Einen „Sechser“ hingegen würden seiner Ansicht nach nur ganz wenige Paare erreichen. „Das hat mit dem Respekt voreinander und dem Interesse aneinander zu tun. Man darf sich aber nie besitzen lassen. Wenn sich einer dem anderen unterwirft, dann wird er uninteressant, ja unerotisch. Es ist also ein ständiger Kampf, aber ein sehr fruchtbarer und inspirierender, zwischen zwei unabhängigen Menschen“, dozierte Tukur. Wenn man das durchhalte, werde man belohnt.