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Sarah Connor: Radio-Verbot für „Vincent“

Das neue Album der Sängerin polarisiert

Sarah Connor brachte nun ihr zweites deutschsprachiges Album raus. Foto: highgloss.de

Sarah Connor hat ein neues deutschsprachiges Album mit dem Titel „Herz Kraft Werke“ veröffentlicht. Vor allem der Song „Flugzeug aus Papier“ reißt die Zuhörer in einen emotionalen Strudel. Spricht die Popsängerin über den Titel, bricht sie selbst in Tränen aus – so wie in der Talkshow „3nach9“. Die einfühlsame Ballade schrieb Sarah für die verstorbene Tochter des ehemaligen US-Skistars Bode Miller. Emmy (†19 Monate) war im Pool der Nachbarn der Millers ertrunken. Um die Welt ging damals ein Foto, das die Mutter der Kleinen über Instagram postete. Es zeigte das kleine Mädchen in ihren Armen nach dem Unfall, angeschlossen an Schläuche und Kabel. Der „unendlich traurige Abschiedstext“ habe sie „tagelang nicht losgelassen“, berichtete Connor in einem Interview mit der „Bild“. Die vierfache Mutter nahm das Schicksal des Kleinkindes so sehr mit, dass sie darüber einen Song schrieb. „Am Ende ist es ein Lied geworden, was sich um Abschied dreht und um die Frage: Wo geht man eigentlich hin, wenn man geht? Und was soll ich eigentlich jetzt machen? Ich bleibe ja hier – und du gehst irgendwohin. Wo soll ich hin mit mir? Wann sehen wir uns wieder?“, so Connor weiter. Mit ihren eigenen vier Kindern versucht Sarah so viel Zeit wie möglich zu verbringen. Sie sind die besten Kritiker der 38-Jährigen, ihnen spielt sie alle ihre Songs vor. Fast alle sind autobiografisch. Im Song „Vincent“ geht es beispielsweise um das Coming-Out des Sohnes ihrer Freundin. Der habe sich kürzlich geoutet, dass er schwul sei. „Ich finde es stark, dass der einfach so mitten in der Pubertät mit 15 Jahren zu seiner Mutter sagt: So ist es – eat it – live with it. Und vor allem auch selbst weiß, es ist so und dass er zu sich steht. Ich hatte das Bedürfnis, ihm einen bestärkenden Song zu schreiben“, so die Künstlerin. Die erste Textzeile des Liedes lautet „Vincent kriegt kein’ hoch, wenn er an Mädchen denkt“, weswegen es inzwischen einen Radio-Boykott gibt: Der Radiosender „Hit Radio Antenne“ spielt tagsüber eine entschärfte Version des Liedes, bei „Antenne Niedersachsen“ wurde „Vincent“ am Vormittag komplett aus dem Programm verbannt und das Berliner „Radio Teddy“ spielt den Song gar nicht.