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Marie-Luise Marjan: Mutter Beimer auf den Barrikaden

Lässt sich das Ende der Kult-Serie „Lindenstraße“ verhindern?

Marie-Luise Marjan (als Helga Beimer)

„Lindenstraßen“-Fans in Schockstarre: Im März 2020 soll die Kult-Serie, die über drei Jahrzehnte lang vielen Zuschauern den Sonntag-Abend rettete, für immer enden. Im Netz sollen nun Unterschriften gesammelt und Protestaktionen gestartet werden, um das Aus des Dauerbrenners zu stoppen. Fans fordern die Fernseh-Zuschauer auf, bei den kommenden „Lindenstraßen“-Folgen einzuschalten, um mit der gesteigerten Quote die ARD umzustimmen. Serienmutter Marie-Luise Marjan (Helga Beimer) zeigte sich über das drohende Ende empört und voller Bedauern. Sie forderte gegenüber „Bild“: „Wir müssen ein TV-Programm haben, das gesellschaftspolitisch ist. Ein Programm, das sich mit allen Themen, die es in der Welt gibt, auseinandersetzt.“ Und das muss nach Meinung der 78-Jährigen in spielerischer Form geschehen. „Der Politiker kann das seriös verkaufen. Wir müssen eine Spielfunktion, eine Schicksalsfunktion haben, um dann diese Themen unterzubringen. Das ist etwas Besonderes. Kult schafft man nicht ab. Kult bleibt!“ Promi-Kollegen stimmen ihr zu. „Es ist eine Institution. Es war die erste Serie, die es in dieser Form gab. Aber irgendwann ist etwas auch mal auserzählt“, bedauerte Schauspieler Heino Ferch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Oliver Wnuk, Lebensgefährte von Yvonne Catterfeld, wuchs mit der Serie auf und wäre gern zum Cast dazugestoßen: „Mein Vater hat damals alle Folgen auf Videorecorder aufgenommen. Ich hätte ihn wahrscheinlich sehr stolz gemacht, wenn ich dort mal mitgespielt hätte. Diesen Wunsch kann ich ihm leider jetzt nicht mehr erfüllen.“ Inzwischen geriet das Aus sogar schon zum Politikum. So äußerte sich FDP-Chef und Beinahe-Namensvetter Christian Lindner traurig: „An ein Ende der Lindenstraße zu meinen Lebzeiten hätte ich nicht geglaubt. Ich war kein Zuschauer, aber irgendwie gehört die Serie zum Inventar der TV-Republik. Vielleicht das Problem: Man erinnert sich, schaut aber nicht mehr.“