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Lesung

Flammentod im Grafenhaus
Kam der mutmaßliche Täter aus Ober-Ohmen?

Emilie, Gräfin von Görlitz

Das Buch über den Flammentod im Grafenhaus stützt sich auf die Prozessakten eines der ersten Indizienprozesse der Geschichte und beinhaltet alle Bestandteile eines Kriminalromans: ein rätselhafter Todesfall 1847, zahlreiche Verdächtige darunter auch Familienangehörige des Opfers, langwierige, schwierige Ermittlungen und am Schluss die Entlarvung des Täters. Aber das Buch ist sehr viel mehr als ein Krimi. Schließlich ist die Handlung nicht fiktiv. Die Autorin, die in Mittelhessen bekannte Historikerin Dr. Aide Rehbaum, hat nach minutiösem Quellenstudium einen historischen Kriminalfall aufgerollt, der seinerzeit über mehrere Jahre Gerichte und Öffentlichkeit außerordentlich beschäftigte. Er war ein nationales und internationales Medienereignis! Emilie, Gräfin von Görlitz, war am 13. Juni 1847 tot in ihrem von innen verschlossenen Zimmer gefunden worden. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Es schien auch Indizien für eine Verstrickung des Grafen in das Geschehen zu geben.

Zeitgenössischer Stich des Gerichts

Vierzehn Monate nach dem Tod der Gräfin wurde der Fall vor Gericht verhandelt und schrieb Strafrechtsgeschichte. War es doch der erste große Prozess nach einer Strafrechtsreform in Hessen, nach der der Beschuldigte das Recht auf einen Anwalt hatte, Gutachter gehört wurden und Folter als Verhörmethode sowie das Todesurteil abgeschafft worden waren. Vollkommen unerhört war auch, dass ein Mordprozess, dazu noch mit hochadeligen Beteiligten, öffentlich verfolgt werden konnte. 106 Zeugen der Anklage und 12 der Verteidigung wurden vernommen. Die bekanntesten Wissenschaftler ihrer Zeit und zahlreiche namhafte Mediziner traten als Gutachter auf und versuchten durch umfangreiche Experimente, die Wahrheit herauszufinden. Es ist nicht übertrieben, den Prozess als ersten Triumph der Naturwissenschaft in einem Kriminalfall zu bezeichnen und ihn als Beginn der Forensik zu betrachten.

Dr. Aide Rehbaum wird einen spannenden Einblick in die Arbeit einer Historikerin geben, indem sie die einzelnen Schritte des Prozesshergangs von der Entdeckung des Opfers bis zur Verurteilung des Verdächtigen beleuchtet. Kürzlich haben neue Recherchen in Archiven Aussagen der damaligen Zeugen erhärtet.

Lesung in: 35325 Mücke, Am Römer 1 am 24. August um 20 Uhr