Kultur und Unterhaltung

Ben Becker: „Diesen Scheiß brauche ich nicht“

Viele Künstler klagen derzeit über ihre fatale finanzielle Situation, in die sie durch die Corona-Krise gerieten. Auch Ben Becker ist seit einem Jahr in coronabedingter Zwangspause. Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ berichtete der „Ich, Judas“-Darsteller, dass seine letzte Theatervorstellung im März vor einem Jahr stattfand.


Sprachpolizei und Mohrenjagd

Identitätspolitik – ein Begriff, der in Deutschland zur Zeit vor allem die politische Linke umtreibt. Bei der SPD führte das fast zur Verbannung des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse aus der Partei. Der hatte die Sozialdemokraten gefragt, ob es für sie nicht wichtigere und entscheidendere Themen gebe als “Gendersprache” und die Befindlichkeit einzelner ethnischer oder sexuell orientierter Minderheiten. Die Frage ist tatsächlich: Setzt sich die optische und phonetische Verhunzung durch? Ob TV-Nachrichten oder Talkshows – mitunter klingt die künstliche “Mitnahme” des weiblichen “in” hinter “männlichen” Hauptwörtern wie ein Hicksen oder Sprachfehler. Lieb Vaterland, magst ruhig sein? Bloß nicht.


Gefangen im Netz

Konsequent ehrliches, hochrelevantes und sorgsam aufbereitetes Aufklärungskino über Kindesmissbrauch und Cyber-Grooming im Netz. Eindringlich und konsequent zeigt das filmische Experiment die Wichtigkeit der Prävention auf, die es braucht, um Kinder vor dieser Bedrohung im Internet zu schützen.


Raquel Welch gekreuzigt im Zeichen des Feminismus

Im steinzeitlichen Fell-Bikini ans Kreuz genagelt, so die provokante Werbefotografie des britischen Fotografen Terry O`Neill für den 1966 erschienenen Film „One Million Years B.C.“, in dem die US-amerikanische Schauspielerin Raquel Welch in der Hauptrolle zu sehen ist. Jedoch wurde das Filmplakat nicht veröffentlicht. Konservative Moralvorstellungen und strenge Zensurgesetze verhinderten damals eine „gekreuzigte“ Schauspielerin.


Coup

Eine überaus gelungene Slacker-/Gaunerkomödie aus Deutschland mit viel Lokalkolorit und Schlitzohrigkeit. Lakonisch trocken und mit viel Augenzwinkern erzählt – lange her, dass man so etwas gesehen hat.


Die Schwiegermutter der Queen

Karin Feuerstein-Praßer: Alice von Battenberg – Die Schwiegermutter der Queen: Die für etliche Biographien bekannte freie Historikerin stützt sich hauptsächlich auf Informationen Rainers von Hessen, das Großherzogliche Familienarchiv, das Staatsarchiv Darmstadt, Krankenakten und Lebenserinnerungen anderer Familienmitglieder. Die Queen wurde für diese Biographie nicht interviewt.


Der Wintergarten

Mit viel Einfühlungsvermögen wertet der niederländische Autor, Literaturwissenschaftler an der FU Berlin, die Archivalien seiner deutschen Schwiegerfamilie aus. Es handelt sich um kleine Leute aus der Gegend um Meißen und den Seelower Höhen bei Frankfurt/Oder. Im Kaiserreich gelingt der gesellschaftliche Aufstieg des Bauernsohns Emil, dem Urgroßvater von Konsts Frau, zum Gymnasiallehrer.


BikiniARTmuseum ersteigert erfolgreich Badehose von David Hasselhoff

Über 150 Erinnerungsstücke des US-Schauspielers und Sängers David Hasselhoff kamen am Samstag, den 23.01.2021 in Los Angeles unter den Hammer: Teuerstes Stück war bei der Online-Versteigerung ein Nachbau des sprechenden Autos „K.I.T.T.“ aus der Kultserie „Knight Rider“, das nach rund 30 Geboten 300.000 $ einbrachte.


Warum denn nicht gleich OberbürgerInnenMeisterIn?

Wer die Nachrichtensendungen, etwa im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), regelmäßig verfolgt, wird sich vielleicht gefragt haben, ob die Sprecher und Sprecherinnen an einem Sprachfehler leiden. Bei der Aussprache vieler Hauptwörter erfolgt nämlich eine kleine Pause – so, als ob ein Schluckauf bekämpft werden müsse. Zum Beispiel bei “Jurist-innen”. Es it aber kein Sprachfehler, sondern die Umsetzung eines Beschlusses der Redaktion, dass damit immer auch die Frauen mit eingeschlossen werden müssten. “Gender-Sprech” nennen selbsternannte “Reformer” und selbstverständlich auch “…Innen” das. Eine Entwicklung, der sich auch zunehmend andere öffentliche Einrichtungen, wie etwa kommunale Verwaltungen, anschließen. In Wirklichkeit erfolgt hier eine Verhunzung der deutschen Sprache. Zumal es dafür keinerlei demokratische Autorisierung gibt.


Luise Hensel, deutsche Dichterin und Wohltäterin

Eine junge Frau dichtete 1816 in Berlin ein frommes, vierstrophiges Gedicht, das mit den Versen beginnt: “Müde bin ich, geh zur Ruh.” Die Verse wurden als Kindergebet weltberühmt. Doch nur wenige kennen den Namen der Dichterin, geschweige denn ihr Leben: Luise Hensel ist die Dichterin des “Abendliedes”.