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Kultur und Unterhaltung

Das Leben kostet viel Zeit

Der Autor Jens Sparschuh kann eine ganze Reihe Veröffentlichungen vorweisen. Diesmal hat er sich als Schauplatz eine Seniorenresidenz am Stadtrand von Berlin ausgesucht. Im Auftrag eines Kleinunternehmens für Auftragsbiografien und Firmengeschichten geht hier täglich der ehemalige Journalist Titus Brose unter den Bewohnern und deren Kindern auf Kundenfang.


Zurück zu den Wurzeln

„Very British“ geht es zu in Perth. Die Hauptstadt Westaustraliens wartet in ihrem zentralen „London Court“ auf mit einer Architektur, die unmittelbar hinein führt in das Elisabethanische Zeitalter und somit zu den direkten Wurzeln der neuzeitlichen englischen Geschichte. Hier eine repräsentative Shakespeare-Darstellung, dort eine ernst dreinblickende Elizabeth I. und – nicht zu übersehen – die stattliche Figur König Heinrichs VIII. als Hintergrundfolie für ein belebtes Straßencafé.


Der verlorene Sohn

Der Film erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen Mannes, dem seine Homosexualität durch vermeintlich christliche Maßnahmen ausgetrieben werden soll. Noch immer gibt es diese Behandlungsmethode in fundamentalen christlichen Kirchen in Amerika. Sie nennen es „Conversion Therapy“. Es ist nichts weiter als Gehirnwäsche oder schlicht: Psychische Gewalt.


Mario Adorf: Abschieds-Tournee durch deutsche Städte

Als brutaler Massenmörder im Film „Nachts, wenn der Teufel kam“ hatte Mario Adorf seinen Durchbruch als Filmschauspieler. Fans können den Star am 5. Mai ab 14 Uhr in Schloss Waldeck sehen. Dort wird der 88-Jährige gemeinsam mit Autor Tim Pröse über sein Leben sprechen und aus seinem Buch „Zugabe“ lesen.


Archipel

Inger-Maria Mahlke hat mit dem Roman «Archipel» den Deutschen Buchpreis gewonnen. Abgehackte, assoziative Splittertexte scheinen derzeit bei Juroren en vogue zu sein. Furore machen Minisequenzen, damit sich nur ja niemand zu lange konzentrieren muss. Des Öfteren steht man ratlos vor dem, was im Deutschunterricht noch als hässlicher Nachklapp verdammt wurde, und sucht den Zusammenhang. Und das liegt hier nicht an einer schlechten Übersetzung.


Speyer ist eine faszinierende Fundgrube

Speyer ist bekannt für den weltberühmten Kaiser- und Mariendom und für seine Vielfalt an kulturellen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Feste feiern und gemeinsam schöne Momente erleben, stehen hierbei ganz weit vorne.


Nudel im Wind

Besser gut abgehangen als zu früh gekommen: Jürgen von der Lippes Romandebüt.
Jürgen von der Lippe, Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Er lebt in Berlin und ist unter anderem Träger des Bambi, des Grimme-Preises und der Goldenen Kamera. Seine beiden letzten Bücher «Beim Dehnen singe ich Balladen» und «Der König der Tiere» standen wochenlang auf der Bestsellerliste.


Kulturmetropole an der Moldau

Zuweilen zeigt sich die „Goldene Stadt an der Moldau“ auch von ihrer finsteren Seite. Denn es gibt sie noch, die schaurige und zugleich fantastische Welt der Alchimisten und Magier, der Geister und Gespenster in den engen Gässchen und dunklen Durchgängen der Altstadt. Wie aus dem Nichts tauchen sie auf und lassen zart besaiteten Gemütern das Blut in den Adern gefrieren.


Zu Besuch beim letzten Kaiser

Am 9. November 1918 musste der im Großen Hauptquartier des Heeres im belgischen Spa weilende Wilhelm II. als Kaiser von Deutschland abdanken. Er fand Asyl in den damals neutralen Niederlanden. Der Aufenthalt im Exil dauerte 22 Jahre – bis zu seinem Tod am 4. Juni 1941. Das von ihm 1919 im nordholländischen Doorn gekaufte Haus ist heute ein Museum. Dem Besucher scheint es, als sei es gerade erst verlassen worden. Ein Besuch dort vermittelt auch Einblicke in das Verhältnis des Ex-Monarchen zu den Nationalsozialisten.


Die Jahre der Leichtigkeit

Die Cazalets. Eine großbürgerliche Familie im England der späten Dreißigerjahre – unruhige Zeiten. Aus dem Familiensitz Home Place in der malerischen Grafschaft Sussex wird unerwartet ein Zufluchtsort für mehrere Generationen. Feinfühlig erkundet Elizabeth Jane Howard in der fünfbändigen Familiensaga die Sehnsüchte und Geheimnisse der Cazalets und erweckt eine vergangene Welt zu neuem Leben.