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Luise Hensel, deutsche Dichterin und Wohltäterin

Zum 144.Todestag von Luise Hensel

(* 30. März 1798 in Linum, Mark Brandenburg; † 18. Dezember 1876 in Paderborn) war eine deutsche christliche Dichterin Download apps windows.

Luise Hensel schrieb das “als Beispiel eines kindlichen Gottvertrauens volkstümlich-populäre Kindergebet” (Stambolis) 1816, mit 18 Jahren, in ihrer literarisch produktivsten Zeit patience gratis downloaden windows 7. Das Lied ist im Volkston gehalten, wie es damals beliebt war – es war die Zeit der Märchensammlungen der Brüder Grimm und der Gedichtsammlung “Des Knaben Wunderhorn” von Arnim und Brentano alben herunterladen gratis.

Die Dichterin wurde 1798 als Tochter einer Pfarrfamilie in Linum in der Nähe von Berlin geboren. Sie wuchs mitten in den Wirren der Revolutionsjahre und der Napoleonischen Kriege auf ms office 365. Der Vater starb 1809, und die nunmehr mittellose Familie zog in das französisch besetzte Berlin. Luise half nach dürftiger Schulausbildung, wie sie damals für Mädchen üblich war, mit Näharbeiten aus; ihr künstlerisch begabter Bruder Wilhelm (den später Fanny Mendelssohn heiratete) verdiente aber mit seinen Zeichnungen bald so viel, daß die Familie davon einigermaßen leben konnte download sum up app.

Wilhelm war es auch, der Luise in den Salon der Familie Stägemann einführte, wo sie Wilhelm Müller, den Dichter der später von Schubert vertonten Liederzyklen “Die schöne Müllerin” und “Die Winterreise”, und Clemens Brentano kennenlernte how will pronunciation. Beide verliebten sich in die schöne, gemütvolle und begabte junge Frau, die in vielem das damalige Frauen-Ideal verkörperte, modelliert nach der kurz zuvor (1810) tragisch früh verstorbenen Königin Luise, nach der Luise Hensel übrigens auch benannt worden war flickr images iphone. Beide Verehrer wurden abgewiesen – Müller schien der ernsten Luise nicht zuverlässig genug (das Urbild der “schönen Müllerin”, die den armen Müllerburschen nicht erhört, ist Luise Hensel) – und gegen den zwanzig Jahre älteren Brentano, der bereits zweimal geschieden war, hatte besonders Luises Mutter viel einzuwenden windows 7 full version for free. Luise und Clemens blieben aber bis zu seinem Tod gut befreundet. Er ermutigte sie zum Schreiben, half bei der Veröffentlichung, nutzte und bearbeitete aber andererseits (wie auch Wilhelm Müller) Teile ihrer Produktion für eigene Zwecke vw handbuch herunterladen. 1818 trat Luise Hensel zum Katholizismus über und legte 1820 vor ihrem “Seelenführer”, dem Jesuitenpater Heinrich Wüsten, das Gelübde der Ehelosigkeit ab word vorlagen fehler beim herunterladen. Als später weitere Männer um ihre Hand anhielten, verbot er ihr, die Anträge anzunehmen. Die Literaturgeschichte würdigt Hensel als bedeutende religiöse Dichterin. Allerdings hatte oder nahm sie sich nicht viel Zeit zum Dichten. Das meiste entstand in den Jahren 1815-20, danach mußte sie sich als Gesellschafterin, Erzieherin und Hauslehrerin durchschlagen und sich obendrein um ihr Pflegekind, den Sohn ihrer verstorbenen Schwester, kümmern. Im übrigen stand nach ihrer Konversion die karitative Arbeit eindeutig im Mittelpunkt ihrer Interessen. “Sie arbeitete im Zentrum der katholischen Caritasbewegung, und zwar in den entscheidenden Jahren” (Hohmann).

1825 leitete sie mit ihren Freundinnen Apollonia Diepenbrock und Pauline Felgenbaum das Bürgerspital in Koblenz. Von 1826 bis 1833 war sie Lehrerin, danach lebte sie bei Wilhelm in Berlin, später neun Jahre als Erzieherin in Köln und zwanzig Jahre sehr zurückgezogen in dem westfälischen Städtchen Wiedenbrück, zusammen mit Gertrud Schwenger. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie, nach einem Sturz schwer behindert, in der Obhut ihrer ehemaligen Schülerin, der Ordensgründerin und Wohltäterin Pauline von Mallinckrodt, in Paderborn.

Alljährlich lebte sie für einige Wochen auf Schloss Knippenburg, das ihr Freund Friedrich Carl Devens, Landrat und Mitglied des Westfälischen Provinziallandtags, 1821 erworben hatte. Die Aufenthalte auf dem Wasserschloss an der Emscher inspirierten sie zu ihrem bekannten Gebet Müde bin ich, geh zur Ruh:

Müde bin ich (1816)

Müde bin ich, geh’ zur Ruh’,
Schließe beide Äuglein zu;
Vater, laß die Augen dein
Über meinem Bette sein!

Hab’ ich Unrecht heut’ gethan,
Sieh’ es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad’ und Jesu Blut
Macht ja allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt,
Gott, laß ruhn in deiner Hand!
Alle Menschen, groß und klein,
Sollen dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh’,
Nasse Augen schließe zu;
Laß den Mond am Himmel stehn
Und die stille Welt besehn!