--- Anzeige ---
Homepage-Baukasten von Host Europe

Klosterbibliothek Sankt Gallen

Blick auf das Kloster St.Gallen mit der Stiftskirche ©seppspiegl

Die Stiftsbibliothek befindet sich im barocken Bibliothekssaal (1758/1767) im ehemaligen Kloster St. Gallen unter der Leitung des Bregenzwälder Baumeisters Peter Thumb. Sie ist die älteste Bibliothek der Schweiz und eine der grössten und ältesten Klosterbibliotheken der Welt. Ihr wertvoller Bücherbestand offenbart die Entwicklung der europäischen Kultur und dokumentiert die kulturelle Leistung des Klosters St. Gallen vom 8 hintergrundbilder kostenlos herunterladen natur. Jahrhundert bis zur Aufhebung der Abtei im Jahr 1805. Herzstück der Sammlung ist das weitgehend autochthone Korpus karolingisch-ottonischer Handschriften aus dem 8. bis 11. Jahrhundert. Zu sehen sind u.a.: 15 irische Manuskripte des 7.-12. Jahrhunderts, Folchart-Psalter und Goldener Psalter (864-900), Evangelium Longum mit Elfenbeintafeln von Tuotilo (894), reichilluminierte Renaissancecodices, Nibelungenhandschrift B (1230), St. Galler Klosterplan (830) sowie rund 1700 Inkunabeln. Als Teil des Klosters ernannte die UNESCO die Bibliothek bereits 1983 zum Weltkulturerbe.

Blick in den Barocksaal der Stiftsbibliothek ©seppspiegl

Der Barocksaal der Stiftsbibliothek überrascht durch seine reiche Rokoko-Ausstattung und gilt als einer der schönsten des Landes anker herunterladen. Der Saal ist in der Form einer fünfjochigen Wandpfeilerhalle angelegt. Auf halber Höhe befindet sich rund um den Saal herum eine Galerie. In der Länge wechseln sich Bücherschränke und Fensternischen wellenförmig ab. Die Pfeiler sind in die Halle eingerückt und an den Ecken mit korinthischen Ziersäulen verstärkt. Zwischen solchen und flachen Pilastern stehen die Bücher in vergitterten Büchergestellen. Besonders schützenswert ist der Fussboden aus Tannenholz, in dem vier grosse Sterne und rankenartige Schlingungen in Nussbaumholz eingelassen sind. Der Saal darf nur mit Filzpantoffeln betreten werden herunterladen. Die kunstvollen Inneneinrichtungen aus Holz wurden in der klostereigenen Werkstatt hergestellt.
Der Bestand der heute noch aktiven Bibliothek beträgt rund 170.000 Bücher. Die beeindruckende Sammlung frühmittelalterlicher Original-Handschriften macht dies Institution weltberühmt. Über 400 Bände sind über 1000 Jahre alt.

Bedeutung und Geschichte

Blick in den Barocksaal der Stiftsbibliothek ©seppspiegl

Um den heiligen Gallus und die von ihm gegründete Zelle scharten sich noch zu seinen Lebzeiten Schüler and install the file. Auch nach Gallus’ Tod – vermutlich um 640/650 – vermochte die Eremitenzelle die Jahrzehnte zu überdauern. 719 übernahm der Alemanne Otmar von St. Gallen die Leitung der Gemeinschaft und baute sie zu einer benediktinischen Reichsabtei aus, die ihre erste wirtschaftliche, religiöse und geistige Blüte im 9. Jahrhundert erlebte. Die für den Gebrauch in Gottesdienst, Schule und Verwaltung benötigten Handschriften stellten die Mönche in ihrem eigenen Skriptorium (Schreibwerkstatt) her, das im Kloster St pac file herunterladen. Gallen seit der Mitte des 8. Jahrhunderts nachweisbar ist.
Die Zahl der Handschriften im Kloster St. Gallen wuchs ständig. Der älteste, zwischen 860 und 865 entstandene Katalog der Hauptbibliothek verzeichnet, nach Fachgebieten geordnet, mit 294 Eintragungen insgesamt 426 Titel. Dazu kamen noch eine Schul- und eine Kirchenbibliothek sowie Büchersammlungen einzelner Mönche.
Die Zahl der Handschriften im Kloster St. Gallen wuchs ständig. Der älteste, zwischen 860 und 865 entstandene Katalog der Hauptbibliothek verzeichnet, nach Fachgebieten geordnet, mit 294 Eintragungen insgesamt 426 Titel tones download for free. Dazu kamen noch eine Schul- und eine Kirchenbibliothek sowie Büchersammlungen einzelner Mönche.

Replik des St.Galler Erd- und Himmelsglobus im Barocksaal der Stiftsbibliothek ©seppspiegl

Allerdings wurden im Laufe der Jahrhunderte etliche Handschriften von hochrangigen Würdenträgern weg gebracht. Die bedeutendsten Verluste erlitt die Bibliothek im Toggenburgerkrieg 1712, als die siegreichen Zürcher und Berner Truppen das Kloster besetzten und zahlreiche Handschriften und Drucke nach Zürich und Bern führten. Der daraus entstandene «Kulturgüterstreit» zwischen St. Gallen und Zürich konnte 2006 mit einem Vermittlungsverfahren durch den Bundesrat beigelegt werden adobe reader windows 10 kostenlos downloaden. Die im Rahmen dieser Einigung hergestellte Kopie des St. Galler Globus ist seit 2009 in der Stiftsbibliothek ausgestellt.

1805, zwei Jahre nach der Kantonsgründung, wurde die Fürstabtei St. Gallen aufgelöst, die bis zuletzt eines der bedeutendsten, blühendsten und gelehrtesten Klöster des Abendlandes gewesen war. Die Stiftsbibliothek sowie das Stiftsarchiv blieben an ihren angestammten Orten erhalten. Der Bestand der Bibliothek ging 1813 vollständig in den Besitz des neu gegründeten katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen, der öffentlich-rechtlichen Körperschaft der St. Galler Katholiken, über herunterladen.

Gegenwart

Als Abrogans deutsch, auch Codex Abrogans, wird ein lateinisch-althochdeutsches Glossar bezeichnet, dessen in der Stiftsbibliothek St. Gallen aufbewahrte Abschrift (Codex Sangallensis 911) als das aelteste erhaltene Buch in deutscher Sprache gilt. ©seppspiegl

Heute dient die Stiftsbibliothek St. Gallen einerseits als Museum mit jährlich wechselnden Ausstellungen, in denen sie Stücke ihrer Manuskript- und Inkunabelbestände zeigt. Andererseits ist sie weiterhin aktive Leihbibliothek, die allen Interessierten zur Benutzung frei steht herunterladen. Als Fachbibliothek mit Schwerpunkt Mediävistik, Codicologie und Paläographie wird sie von Forschenden aus der ganzen Welt genutzt. Zudem können die älteren gedruckten Bücher im Lesesaal benutzt werden. Die Handschriften und Inkunabeln hingegen können nicht ausgeliehen werden und auch die Einsichtnahme im Lesesaal ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Sepp Spiegl

 

HIER GEHTS ZUR FOTOSTRECKE BIBLIOTHEK:

 

Museumsstandort
Klosterhof 6 d
9000 St brother dcp-375cw driver download for free. Gallen

Geöffnet
Mo-Sa 10-17; So 10-16

Eintritt
CHF 12.-
CHF 10.-
CHF 9.-
CHF 7.-

Kontakt
Stiftsbibliothek St. Gallen
Klosterhof 6 d
9000 St. Gallen
071 227 34 16 Telefon (Stiftsbibliothek)
071 227 34 18 Fax (Stiftsbibliothek)
stibi@stibi.ch
http://www.stiftsbibliothek.ch