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Kirschblüten und Dämonen

STORY

Elmar Wepper, Golo Euler, Hannelore Elsner ©Constantin Film Verleih GmbH

Zehn Jahre nach dem Tod von Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) steht ihr jüngster Sohn Karl (Golo Euler) vor den Trümmern seines Lebens: Er trinkt, hat seinen Job verloren und lebt getrennt von Frau und Kind. Seine schwarzen Dämonen lassen sich bloß mit Alkohol besänftigen. Karl weiß nicht mehr, wer er ist. Wie eine Halluzination taucht plötzlich Yu (Aya Irizuki) auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Yu erscheint wie eine Andeutung aus einer vergangenen Welt und hebt das Leben von Karl aus den Angeln. Nur widerwillig begleitet Karl sie in sein leerstehendes Elternhaus, allzu lebendig sind die Erinnerungen an die Eltern und die eigene, schwierige Kindheit. Warum lassen die toten Eltern Karl nicht frei? Welche Dämonen verfolgen Karl? Mit Dämonen und Gespenstern hat Yu Erfahrung, was an ihrer japanischen Herkunft liegt. Dort sind sie ganz real und mächtig, und man lernt schon als Kind, wie man mit ihnen umzugehen hat: Man lädt sie ein auf eine Tasse Tee. 

„Kirschblüten & Dämonen“ ist eine von verspielter Musik untermalte Meditation über das Leben, den Tod und die Liebe, die Doris Dörrie trotz ernster Themen auf leichte Weise erzählt. Vom schön animierten Vorspann an entwerfen Dörrie und der bereits am Vorgänger beteiligte Kameramann Hanno Lentz („Grüße aus Fukushima“) viele ausdrucksstarke Stimmungsbilder, bei denen die Kamera nah an die Figuren und bestimmte Details heranrückt. Die Rückblenden in die Kindheit sind überbelichtet, die Erscheinungen der toten Eltern werden durch Shutter-Effekten verfremdet. So entsteht eine mysteriöse, bisweilen fast gruselige Atmosphäre, bei der auch mal eine schwarze Katze den Weg kreuzt.
 
 
 
 
 
 
 
Filmlänge:
ca. 111 Minuten
Kinostart:
07.03.2019
FSK:
Ab 12 Jahren
Darsteller:
Golo Euler, Aya Irizuki, Felix Eitner, Floriane Daniel, Birgit Minichmayr, Sophie Rogall, Elmar Wepper, Hannelore Elsner
Regie und Drehbuch:
Doris Dörrie
Produzenten:
Viola Jäger, Anita Schneider, Olga Film
Co-Produzenten:
Bayerischer Rundfunk, ARTE