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“Astrid”

„Astrid“: Mutig hinein in die Selbstbestimmung

Fazit vorweg: Der Film „Astrid“ erlaubt tiefe Einblicke in die Jugend von Astrid Lindgren. Irgendwie ist er aber auch ein Fallbeispiel von früher Emanzipation der Frau…

Die Welt der Kinder von Bullerbü, wer kennt sie nicht! Aber immer noch deutlich weniger bekannt ist das frühe Leben der erfolgreichen schwedischen Autorin, die 15 Kilometer entfernt von dem Dorf in Sevedstorp am 21. Mai 1934 geboren wurde? 

Astrid Lindgren wächst auf dem Pfarrbauernhof von Vimmerby auf. Es ist ein idyllischer Ort im südlichen Schweden der 1920er-Jahre.

Das besondere Kind geht eigene Wege

Die Kindheit von Astrid Lindgren (Alba August) wird einerseits geprägt von außergewöhnlichen Freiheiten und ist andererseits strengen Regeln unterworfen. Das erlebt sie hautnah in ihrer Familie. Ihr Vater Samuel Ericsson (Magnus Krepper) und die Mutter Hanna (Maria Bonnevie) lassen dem Kind Freiräume, vermitteln aber auch die strikten religiösen Werte, die die Gesellschaft ihrer Zeit prägen. Doch Astrid ist ein besonderes Kind, das seinen eigenen Weg geht.

Schwangerschaft und Unverständnis

Alba August und Björn Gustafsson ©DCM

Ungewöhnlich ist bereits, dass Astrid die Realschule besuchen darf. Nach dem Abschluss ergattert die talentierte junge Frau eine Stelle als Volontärin in der Ortszeitung. Täglich radelt sie in die naheliegende Kleinstadt, lernt Texte zu schreiben und Korrektur zu lesen. 

Zwischen Astrid und dem Eigentümer der Zeitung, Reinhold Blomberg (Henrik Rafaelsen), entwickelt sich eine Affäre. Im Alter von 18 Jahren wird Astrid unehelich schwanger. Sie stößt ihr ganzes Umfeld vor den Kopf, als sie entscheidet, allein für das Kind zu sorgen.

Freche und selbstbewusste Figuren

Alba August und Marius Damslev ©DCM

Vermutlich hat ihr zu dieser Zeit niemand zugetraut, dass sie einmal literarische Welterfolge erzielen würde. Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter — allein die Zahl der Figuren, die Astrid Lindgren geschaffen hat, ist einzigartig. Mit 169 Millionen verkauften Büchern zählt die 2002 verstorbene Autorin zu den bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt. Ihre Figuren sind frech, mutig, selbstbewusst und stellen gesellschaftliche Konventionen immer wieder klug in Frage.

Biopic von preisgekrönter Regisseurin

Nach zahllosen Verfilmungen ihrer Bücher ist nun erstmals auch die Jugend von Astrid Lindgren verfilmt worden.

Verantwortlich für das Biopic „Astrid“ ist die mehrfach preisgekrönte Regisseurin Pernille Fischer Christensen („En Soap“, „Eine Familie“). Die Rolle der jungen Astrid Lindgren wird von der Newcomerin Alba August übernommen. Mit dabei sind außerdem Trine Dyrholm („The Cut“), Magnus Krepper („A Cure for Wellness“) und Henrik Rafaelsen („Thelma“).

„Astrid“: Biopic über die Jugendjahre von Astrid Lindgren, die im Alter von 18 Jahren unehelich schwanger wird und als Frau mutig ein selbstbestimmtes Leben führt.

Dieter Buchholtz