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Tom Schilling: Multi-Talent im Rollstuhl

Die Goldfische“ läuft aktuell im Kino

Tom Schilling war für „Werk ohne Autor“ bei den diesjährigen Oscars. Foto: highgloss.de

Tom Schilling ist ein Multi-Talent – er brillierte bereits als junger Adolf Hitler, als Berthold Brecht oder als Maler in „Werk ohne Autor“. Aktuell ist der Schauspieler mit „Die Goldfische“ im Kino, dem Debütfilm von Regisseur Alireza Golafshan. Dort spielt Schilling einen Banker, der nach einem Auto-Unfall im Rollstuhl sitzt und sich während der Reha mit einer Behinderten-WG anfreunde. „Anfangs hatte ich totale Angst, nicht vor dem Thema an sich, sondern dass es in den falschen Händen ist. Denn ich bin kein Fan von den meisten deutschen Mainstream-Komödien, die mir wie albernes Kasperletheater vorkommen, mit Figuren, denen man nicht glaubt“, so der 37-Jährige zur „B.Z.“. Während des ganzen Films sitzt der Hauptdarsteller im Rollstuhl- da musste Schilling natürlich viel üben. Zuerst habe er das „feige“ nur in seiner Wohnung getan. „Ich setzte mich vom Rollstuhl auf die Toilette oder ins Bett. Das ist nicht ganz einfach, weil man seinen Oberkörper anspannen muss, dabei aber nie die Beine mitnimmt“, so der Mime. In den öffentlichen Raum traute er sich erst nach einer Aufmunterung: „Die Physiotherapeuten des Unfallkrankenhauses Berlin-Marzahn sagten mir schließlich: ‚Du musst da raus und mit dem Rollstuhl durch die Stadt fahren.’ Das muss jeder Physiotherapeut, der mit Rückenmarkverletzten arbeitet.“ Danach übte der TV-Star in Bussen und in der U-Bahn. Erkannt wurde Tom nicht, obwohl er unverkleidet war. „Offenbar würde niemand vermuten, dass jemand, den sie aus dem Fernsehen oder aus dem Kino kennen, in Pankow in der Straßenbahn sitzt, und das auch noch im Rollstuhl“, so Schilling verschmitzt. Noch etwas tat der Leinwandstar heimlich – er heiratet seine langjährige Freundin Annie Mosebach. Sie nähte an den Kostümen zu dem Tom-Schilling-Film „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2013) und traf ihn dort am Set. 2014 kam der gemeinsame Sohn auf die Welt, eine Tochter folgte 2017. Zudem hat Tom noch einen Sohn im Teenageralter aus einer früheren Beziehung.