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Hera Lind: Sie schreibt immer noch

Hinter dem „Superweib“ steht die Autorin aber nicht mehr

Hera Lind mit Ehemann Engelbert Lainer. © highgloss.de

Was ist eigentlich aus Hera Lind geworden? Begonnen hatte die Bielefelderin ihre Karriere als Konzertsängerin und trat unter ihrem bürgerlichen Namen Herlind Wartenberg mit dem Kölner Rundfunkchor auf der ganzen Welt auf. Während ihrer ersten Schwangerschaft pausierte die Künstlerin mit dem Singen und verlegte sich aufs Schreiben. Innerhalb weniger Wochen entstand ihr Debüt „Ein Mann für jede Tonart“ (1989) – ein Bestseller – der 1993 mit Uwe Ochsenknecht, Gudrun Landgrebe und Katja Riemann verfilmt wurde. Einen noch größeren Treffer landete Lind dann 1994 mit „Das Superweib“ – in der Verfilmung brillierte Veronica Ferres. Ihre Liebesromane brachten Hera an die Spitze ihres Erfolges: Sie bekam eine eigene Talkshow im Fernsehen, brachte eine Klassik-CD heraus. Es sei damals alles so leicht gewesen, habe viel Spaß gemacht, verriet Lind 2018 im „Kölner Treff“. Doch dann kam der tiefe Fall. Mit Anfang 40 hatte die Schriftstellerin vier Kinder mit ihrem Lebensgefährten, einem Kölner Arzt – und verliebte sich in einen anderen Mann. Ein gefundenes Fressen für die Presse. Die Geschichte zerstörte nicht nur das Image der Blondine, sondern kostete sie ihren Buchvertrag. Auch Finanzprobleme wegen schlechter Geldanlagen brachen über die TV-Talkerin herein. Doch eine neue Idee brachte die Erfolgsfrau wieder auf die Beine. 2006 fand Hera einen Verlag für ihre „Tatsachenromane“. Das Konzept erklärte Lind gegenüber „Management-Blog“: „Mein Eine-Frau-Unternehmen schreibt wahre Lebensgeschichten professionell, unterhaltsam und spannend auf und verkauft sie als erfolgreiche Tatsachenromane im Diana Verlag an etwa hunderttausend Leserinnen pro Buch, zusätzlich bietet es – nämlich ich – Lesungen und Schreibseminare an.“ Die Botschafterin der José Carreras Leukämie-Stiftung ist damit sehr glücklich. Ich bin ja mein eigener Chef und zu mir bin ich sehr flexibel. Jederzeit darf die Arbeit durch Spaziergänge, Telefonate mit Freundinnen oder meinen Kindern, einen Kino- oder Theaterbesuch unterbrochen werden. Auch gestatte ich mir, meine Arbeit in warmen Gefilden weiter zu führen.“ Dennoch sei die 62-Jährige konsequent und diszipliniert. Übrigens hat die Schriftstellerin sich inzwischen von ihrem Meisterwerk „Superweib“ distanziert. „Das Buch ist 25 Jahre alt, und ich kann mich weder auf diesen Lorbeeren ausruhen noch entspricht ein solches Genre meinem heutigen Verständnis von zeitgemäßer Frauenliteratur“, so Lind zum „Weltbild Magazin“.

BU: Hera Lind mit Ehemann Engelbert Lainer.

Foto: highgloss.de