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” ERDE “

Wir leben aktuell im Zeitalter der Anthropozän, in dem der Mensch entscheidend zu den fundamentalen Veränderungen des Planeten beiträgt. Der österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter zeigt in seinem Dokumentarfilm, wie genau der Mensch die Erde an der Oberfläche bewegt und verändert. Ob durch Traktoren, große Bagger, einfache Schaufeln oder sogar Dynamit – Milliarden von Land werden jährlich von Menschen bewegt, in der Absicht zu bauen, zu zerstören oder neu zu beleben. Geyrhalter beobachtet in Minen, Steinbrüchen, an Großbaustellen und Kohleabbaugebieten die Menschen bei ihrem ständigen Bestreben, sich den Planeten untertan zu machen und sich seine Rohstoffe anzueignen. Somit ist der Dokumentarfilm auch eine Bestandsaufnahme der Menschheit als wichtiger Einflussfaktor auf die fundamentalen und unwiderruflichen Veränderungen ihres Heimatplaneten.

Bergbau, Fracking, Siedlungs- und Straßenbau – der Mensch verbraucht nicht einfach Fläche, er zerstört die Erdoberfläche zum Teil unwiederbringlich. Täglich werden rund 160 Millionen Tonnen Gestein bewegt, die Haut unseres Planeten sieht aus der Luft wie vernarbt aus. Der Dokumentarfilm “Erde” schaut in langen, penetrierenden und erschreckenden Einstellungen auf die Zerstörungen und spricht mit den Menschen, die diese Arbeiten verrichten. Was denken sie über die Veränderungen, über die Prägung der Welt durch den Menschen?

2.000 Hektar Land für eine neue Stadt

Im kalifornischen San Fernando Valley werden Berge versetzt. Dort soll eine neue Stadt entstehen. Gigantische Bagger bewegen gigantische Erdmassen, als wäre der Planet eine einzige riesige Sandkiste. 2.000 Hektar Bauland werden der Natur abgetrotzt. Der Arbeiter Steven Kuzar meint: “Die Erde ist eine grausame Geliebte, sie leistet Widerstand bis zuletzt. Deshalb haben wir große Maschinen mit viel PS. Wir schlagen zurück.”

Umweltschädlicher Kupferabbau

Bagger schaufeln in einer Mine. © Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH

Kupfergewinnung in Spanien: Bereits die Römer hatten dort eine Mine.

Die Arbeiter einer Kupfermine in Spanien wissen, was der Mensch der Erde da antut – aber sie leben davon. Die Metallurgin Susana de Elio de Begny beschwichtigt: “Es kommt noch zu Umweltschäden, aber so wenig wie möglich. Die Menschheit braucht dieses Material, damit wir alle gut leben können. Wir sind egoistisch, wir wollen nicht zurück in die Steinzeit.” Mitten in der Kupfermine befinden sich die Überreste der antiken Siedlung Rio Tinto. Sie war die Mine des Römischen Reiches. Bis ihr mit Spaten und Schaufeln nichts mehr entrissen werden konnte. Die Hochkultur ging unter. Ein Omen?

Für den Archäologen Luis Iglesias Garcia ist klar: “Ich bin kein Hellseher, aber das Ausmaß der Ausbeutung der Erde und die Erschöpfung der Ressourcen sind einfach nicht nachhaltig. Entweder wir ändern unser Wirtschaftsmodell zu einem Konzept, das mit Naturschutz und einem vernünftigen Ressourcenverbrauch vereinbar ist, oder das System wird nicht mehr lange existieren. Wenn wir nichts ändern, werden wir untergehen.”

Bilder der Verwüstung

Millionen Tonnen Erde bewegt der Mensch täglich – fast dreimal so viel, wie durch die natürlichen Kräfte Wasser und Wind verschoben werden. Wir hinterlassen pure Verwüstung, weltweit, wie die Dokumentation “Erde” zeigt. Monströs und erhaben zugleich. Und voller Risiken. Der Film ist ein beeindruckendes Plädoyer gegen den Raubbau an der Natur durch den Menschen.

 

Regie

 

Technischer Stab

Chef-Kameramann Nikolaus Geyrhalter
Chef-Cutter Niki Mossbock
Regie-Assistent Sophia Laggner
Ton-Designer Florian Kindlinger
Tonmischung Alexander Koller
Ton-Schnitt Simon Graf
Tonmeister Nora Czamler
Tonmeister Pavel Cuzuioc
Tonmeister Simon Graf
Tonmeister Lenka Mikulová