Elisabeth. Ein Abschied

Rezension von Dr. Aide Rehbaum

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Michael Buselmeier: Elisabeth shopify. Ein Abschied

© Philipp Rothe

So lapidar wie der Titel des preisgekrönten Autors ist der Text, der mit stark redundantem Inhalt ein Protokoll des Verfalls ist youtube schneiden und downloaden. Schonungslos beobachtet Buselmeier die Anzeichen des Alterns zunächst bei sich, genauso sind auch die Tagebucheinträge über seine, mit der Pensionierung in Depression verfallenden Ehefrau adobe reader win 10 for free. Der Klappentext suggeriert, es handle sich um ein fiktives Ehepaar. Der Text wirkt aber sehr autobiographisch.

Zeitlebens wurde dem Ich-Erzähler sowohl die Sorge um den Lebensunterhalt wie auch für Haus, Garten und Kinder abgenommen, denn sie war die Dozentin, die auch „das bisschen Haushalt“ und alles drumrum gemanagt hat herunterladen. Nun klagt er, dass ihm kostbare Zeit fürs Schreiben fehlt. Warum nicht wenigstens seine Frau zum Gegenstand eines Schreibprojekts zu machen? Es muss ja wieder etwas veröffentlicht werden, damit man nicht in Vergessenheit gerät und das Thema Demenz ist gerade in aller Munde gta 5 key kostenlosen.

Rückwirkend dämmern ihm die ersten Anzeichen von Demenz schon vor ihrer Pensionierung: ständiges Missverstehen von Kollegen, Überforderung, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit download youtube op ipad. Obwohl jetzt Zeit wäre, die jahrelang von ihr zusammengetragenen Aktenordner mit Material für eine Doktorarbeit auszuwerten, verstauben die in den Regalen skype free older version. Merkwürdigerweise kann sie noch lange Lesen und Rezensionen schreiben, auch spricht sie flüssig Fremdsprachen, während sie die Namen der Enkel vergisst amazon prime video auf pc downloaden. Mit den Jahren verfällt sie sogar in Dialekt und erinnert sich an pfälzische Kinderlieder. Stürze mit dem Fahrrad, Verirren, Lethargie nehmen zu.

Da ist nichts zu spüren von liebevollem Eingehen, fürsorglichem Unterstützen seitens des Ehemannes musical.ly apk herunterladen. Stattdessen ergeht er sich in Selbstmitleid, macht er ihr Vorwürfe, überflüssige Korrekturen und klagt, wo die gemeinsam politisch aktiven Jahre der Studentendemos geblieben sind duo app herunterladen. Unisono sind beide typische Vertreter altgewordener 68er, die sich immer darin gefielen, gegen den Strom zu schwimmen. Dazu passt, dass er sich keine Hilfe holt, weder in Selbsthilfegruppen, noch ambulant. Lieber lässt er sie äußerlich verwahrlosen. Die Gespräche werden wortkarger, verschwunden das Interesse an früher beliebten Reisezielen.

Wesentlich berührender sind dann die Notizen, die sie in längeren Abständen geschrieben hat, in denen sie in hellen Momenten das Fortschreiten der Krankheit registriert. Diese Notizen, als Kontrast und in anderer Schrift zwischen die sezierenden Einträge ihres Mannes gesetzt, hätten deren lieblose Wirkung bekräftigt.

 

Morio Verlag
200 S., geb., 130 × 200 mm
ISBN 978-3-945424-86-5