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Welle zwischen Corona und Urlaub

 Von Dieter Buchholtz

Autor Dieter Buchholtz

Die Urlaubswelle läuft an. Corona-Lockerungen sind heiß ersehnt und werden in teilweise rasender Geschwindigkeit auch gewährt. Auf dieser jetzt anwachsenden Ferienwelle surfen nicht wenige Bürgerinnen und Bürger riskant – ohne Maske, ohne Hygienevorsorge, ohne Abstandswahrung, ohne Rücksicht auf andere Free pc games download full version. Zu besichtigen sind solche Corona-Potentiale als Brennpunkte beispielsweise bereits an der Ostsee und bei einem Fleischverarbeiter in Gütersloh; aktuell auch in der Voreifel-Stadt Euskirchen. Der Blick über Grenzen und über den Horizont hinaus zeigt etwa in Israel, in den USA, in Brasilien auch wohl beim Virentest-Musterknaben Südkorea, wie schnell Infizierungswellen entstehen können videos aus der orf tvthek herunterladen. Virologen warnen eindringlich und mit Recht: Die nächste Corona-Welle kommt bestimmt. Und nicht vergessen werden sollte auch: Wir haben die derzeitige, erste Woge ja noch gar nicht hinter uns.

Anscheinend baut sich in unserer Konsum- und Anspruchsgesellschaft eine wohl kaum noch zu ertragende Wutwelle auf, die sich gegen angebliche Bevormundung und Einschränkungen immer massiver zur Wehr setzt herunterladen. Der Druck auf Politiker wächst, nun endlich die zahlreichen Corona-bedingten Barrieren freizugeben. Der wirtschaftliche, der psychologische, der soziale Schaden scheint über die Köpfe der Verantwortlichen zu rauschen und tiefe Spuren zu hinterlassen.

Und die Eventgesellschaft fordert ihren Tribut – erst recht jetzt im urlaubsbedingten Höhepunkt des Jahres. Die touristische Freizeitgestaltung erscheint dann wie so eine Art Grundrecht fussball manager herunterladen kostenlos. Daraus abgeleitet sitzt man wieder wahllos eng und ohne Maske zusammen nach dem Motto: Wie haben doch die erste Corona-Welle mustergültig geschafft. Also alles paletti! Die gewohnte Freiheit ruft immer dringlicher.

Hinein in eine neue Normalität

Die Sehnsucht nach dieser alten Normalität ist sehr gut zu verstehen fox tven. Aber, ob wir es nun wollen oder nicht, wir müssen einfach in eine neue Normalität hineinwachsen – weiterhin auch in Verantwortung für Kranke und Alte, für Schwache. Wir müssen uns, darüber hinaus, wohl auch dran gewöhnen, unsere über Jahrzehnte liebgewonnenen touristischen Trampelpfade neu zu justieren. Wir können und sollten vielleicht auch nicht blindlings riesige Luxusliner besteigen, die vielfach immer noch nicht auf umweltfreundliche Techniken umgestellt haben Download apache open office for free. Erinfache Alternative: Diese Ozean-Riesen sollten vielleicht als ein Schritt mit reduzierter Passagier-Belegung ablegen. Wir sollten, möglicherweise, auch nicht im gewohnten Ausmaß den Reisehimmel in engen Maschinen bevölkern. Und brauchen wir denn wirklich am laufenden Band hautenge Partys, wie wir es in tiroler Skiparadies Ischgl beim Start der ersten Coronawelle erleben mussten tabellenkalkulationsprogramm kostenlos herunterladen? Das sind wahllos herausgegriffende Stichworte aus dem großen Potenzial, was sich wohl zukünftig verändern könnte, sollte oder sogar muss.

Umsteuerung von Tourismus-Strömen

Keinesfalls plädiere ich für blinde Verbote. Es geht mir schlicht darum, beim Konsum touristischer Angebote deutlich vor der Entscheidung-zu prüfen, ob umweltverantwortliche, medizinische und Ressourcen schonende Aspekte kritisch mit einbezogen worden sind winrar for free. Immerhin scheint sich in unserem Lande wohl schon etwas zu bewegen. Denn die vielfältigen und reizvollen Destinationen in Deutschland erleben gerade einen regelrechten Hype. Der teilweise noch sehr unterschiedliche Umgang mit der aktuellen Pandemie im Ausland scheint einen nicht unerheblichen Teil unserer reiselustigen Bürger abzuschrecken herunterladen. Und die teilweise deutlich überteuerten Kulinarik- und Logis-Kosten jenseits unserer Grenzen tragen ihren abschreckenden Teil dazu bei.

Rein statistisch wird bei dieser erkennbaren Umsteuerung von Tourismus-Strömen ein kollektives Nachdenken über Urlaubserwartungen und damit auch über wirklich wohltuende Aktivitäten sichtbar. Eine Entwicklung in diese Richtung war ja in Ansätzen schon einige Zeit vor der Corona-Krise erkennbar. Wandern zum Beispiel wurde deutlich weniger als spießig diskriminiert töne herunterladen gratis. Immer häufiger trifft man derzeit jüngere Zielgruppen, die einfach zu Fuß unterwegs sind. Die Übergänge dann zum E-Bike-Wandern, zum schlichten Spazieren, zum Nordic-Walking sind fließend und beleben das Grundmuster, die Natur zu Fuß oder eben mit eigener Muskelkraft zu erleben.

Ohne schlechtes Gewissen

Und genau das habe ich in den letzten Corona-Wochen trainiert. Einfach jeden Tag raus aus schlecht durchlüfteten Räumen, möglichst Feld- und Waldwege nutzen, die wenig entdeckt sind, Radius mit dem Fahrrad erweitern und von anderen Punkten das smarte Wandern starten oder eben einfach das moderate Spazierengehen. Die unterschiedlichen Ansätze richten sich nach körperlicher oder psychischer Verfassung. Entscheidend, so meine ich, ist eine auf die Tagesform Rücksicht nehmende Aktivität, die ohne schlechtes Gewissen auskommt. Es ist ja nun wirklich nicht schlimm, wenn man gerade nicht wieder ein Ziel erreicht, das sozusagen als Meta-Ebene über allen Bewegungsmustern steht. Der Weg ist eben das Ziel, wie es bereits Konfuzius formulierte.

Erholung vor der Haustür

In den letzten und langen Krisenwochen habe ich über die Walk-out-Zeiten viel in der Natur gelernt, ich schaue vielfach – auch im Alltag – genauer hin, sauge Klima, Geräusche, Vogelgesang ein, lerne meinen Körper und seine Befindlichkeiten und Leistungsbereitschaften und –grenzen kennen. Der Blick auf meine digitale Schrittzähler-App auf meinem Smartphon könnte entfallen, weil mir die innere Uhr, die innere Kraft-Uhr jeden Tag das anzeigt, was ich bereits vorher gefühlt und ziemlich treffsicher geschätzt habe. Es stellt sich über die Regelmäßigkeit einer sehr heimatnahen Aktivität so etwas wie ein Dauer-Urlaubs-Feeling ein.

In der zumeist größeren Abgeschiedenheit in der Natur vergesse ich regelmäßig, ob wir uns nun auf der ersten oder schon auf der zweiten Corona-Welle befinden. Für mich immer wieder – und einfach vor der Tür – ein mächtiges Stück an Erholung.

Damit ich hier schlussendlich nicht als romantischer und heimatnaher Natur-Prediger abgelegt werde, gebe ich zu, dass ich im Herbst gern mal wieder ein paar Tage an die holländische Nordseeküste fahre. Dann aber mit einem modifizierten Bewusstsein und damit auch anderen Aktiv-Schwerpunkten. Denn: Die neue Corona-Welt fährt wohl weiter mit – eben auch in den vordergründig konventionellen Urlaub. Vielleicht hat die inzwischen eingeübte lebenserhaltene Vorsicht auch eine gute Seite für den Blick nach vorne.