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Vertrauen in der Krise

von Dieter Buchholtz

Lautlosigkeit als trauriges Zeichen

Autor Dieter Buchholtz

Corona schafft weltweit ständig neue, unzählige und teilweise sehr eindringliche Bilder. Viele davon haben sich porentief in unser Menschsein eingebrannt. Lautlosigkeit ist das traurige und extrem negative Zeichen dieser lebensgefährlichen und weltweiten Krise videos from pinterest.

Ein überwiegend stilles Wirken ist auch das so unbestritten positive Markenzeichen von Kunst und Kultur. Immer stärker und mit Recht begehren deren Protagonisten auf mit der Botschaft, dass auch sie eine gewisse Systemrelevanz besitzen und verlangen, zum Beispiel finanziell, eine Behandlung auf gleicher  Augenhöhe mit anderen prioritär systemstützenden Teilen unserer Gesellschaft. Glücklicherweise belassen es immer mehr Kulturaktivisten nicht beim Fordern, sie wollen auch geben.

In der Bewegung eingefroren

Der Künstler und CREO-Preisträger 2021, Dennis Josef Meseg, ist so ein Kreativer, der eine eindringliche Corona-Botschaft mitten in der Bonner Öffentlichkeit installiert Download instagram on ipad. Im Dreieck zwischen linkem Rheinufer (Urzeit), Bastion Alter Zoll (1644) und Teilen der Universität im ehemaligen kurfürstlichen Schloss (1705) hat er auf dem Biergartenareal (1996) eine große Zahl ehemaliger Schaufensterpuppen positioniert. Sie alle wirken wie in der Bewegung eingefroren. Sie sind gesichtslos.

Aber ihre Körper haben bis Anfang 2020 noch aktuelle Mode getragen! Jetzt sind sie ausnamslos mit rot-weißem Trassenband eingewickelt wetransfer for free. Es ist beklemmend, sich mit FFP 2-Maske an den schweigsam Mahnenden vorbei zu drücken. Mitten unter ihnen hocken überwiegend dialogisierende junge Passanten. Sie pausieren nach Spaziergängen durch den Hofgarten. Ungeplant symbolisieren sie, dass noch ein Stück lebendiger Alltag – trotz pressiver Corona-Pandemie – erhalten geblieben ist super smash bros herunterladen.

Damit fühle ich mich in eine künstlerische Interpretation dieses biologischen Krieges hineingezogen. Für eine derartige die Gesellschaft durchdringende Outdoor-Kunst bin ich gerne mittelbarer Unterstützer durch Steuergelder. Denn der Künstler hat eine eindringliche Botschaft, die eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Pandemie anregt. Der Titel der Installation „It is like it is“ faßt es mit wenigen Worten zusammen vpn for free. Nach etlichen deutschen Städten wird dieses Mahnmal im Herbst auch in den USA zu sehen sein.

Aufruf zu mehr Pragmatismus

Es ist eben eine Kunst, sich mit wenigen Worten an Millionen von Menschen zu wenden. Hierzu fühlte sich zu Ostern auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aufgerufen. Er suchte und fand mal wieder die Balance zwischen kritischen und auch mutmachenden Tönen in der dritten anlaufenden Corona-Welle download e mails. Seine Analyse ist absolut richtig, dass wir eine Vertrauenskrise in Staat und Politik zu verzeichnen haben.

Genauso richtig ist es, wenn Steinmeier zu weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus aufruft. Unbestritten ist auch, dass mehr in uns allen drinsteckt, als wir vielfach – selbstzweifelnd – wahrhaben wollen. Der erste Mann des Staates plädiert folgerichtig dafür anzuerkennen, dass Fehler beim Testen, Impfen und bei der Digitalisierung gemacht worden sind download songs from internet. Und er fordert mehr Klarheit sowie Entschiedenheit und damit mehr und verlässliche Orientierung

Partikular-Krallen des Föderalismus

Einer seiner Appelle sollte dann im sprichwörtlichen Sinne in Gottes Ohr Gehör finden: „Empören wir uns nicht nur über die anderen oder über die da oben. Zeigen wir doch nicht ständig, was nicht geht, sondern dass es geht, wenn alle ihren Teil tun.“ Es tut einfach gut, wenn dann auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem TV-Gespräch mit Talkerin Anne Will ein Stück davon preisgibt, was sie im tiefsten Inneren politisch bewegt herunterladen.

Sie spricht zwar mit der TV-Moderatorin, wendet sich aber im Kern an die Menschen im Lande. Ihre Botschaft: Wir müssen schärfer auf die Lockdown-Bremse treten. Die aktuelle Entwicklung gibt ihr mal wieder Recht. Der Föderalismus zeigt in der ihm innewohnenden Kleinstaaterei seine Partikular-Krallen. Ganz offensichtlich ist dieses Vorgehen nicht mehr zeitgemäß taxfix app. Wir aber bleiben diesem Modell historisch weiter verpflichtet. Muss oder darf das in dieser zersplitterten Form erhalten bleiben?

Solidarität hat funktioniert

Ähnlich wie die Star-Virologen unseres Landes begleitet der Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht ständig auch die gesellschaftlichen Entwicklungen in unserem Land. Seine Botschaften sind gefragt, geben Orientierung oder servieren kritische Auseinandersetzungen.

In einem aktuellen Interview stellt Precht im Bonner General-Anzeiger zur Corona-Pandemie fest: „Wir können erst einmal eine positive Bilanz ziehen kodi repository herunterladen. Der größte Anteil der Menschen hat sich ja an die staatlichen Maßnahmen gehalten… Alles in allem hat die Solidarität noch funktioniert.“

Seine kritische Botschaft ist aber ganz klar – dass sich nämlich die Gesellschaft trotz berechtigter Kritik an der “Obrigkeit” nicht entsolidarisieren darf. Am lautesten – so nehme ich es wahr – werden solche Irwege zur Zeit von den so genannten Querdenkern propagert. Sie zeigen in erschreckender Weise, wie schnell der Kitt unserer demokratisch verfassten Gesellschaft zerbröseln kann.

Weniger Schwarzmalerei

Nimmt man nun hinzu, dass sich neue, und noch aggresivere, Mutanten des Corona-Virus bilden, von denen eine Form zur Zeit beispielsweise in fürchterlicher Weise in Brasilien wütet, dann kann einen schon der Mut in die Zukunft verlassen. Es zeigt aber zumindest mit zum Teil tödlicher Grausamkeit, dass die Corona-Leugner sich eines besseren durch Fakten belehren lassen müssten. So schwer es auch fällt: Wir sollten uns trotz aller Gefahren nicht in Schwarzmalerei überbieten. Auch davor hat der Bundespräsident in seiner Osterrede u.a. gewarnt. Solche ausgleichenden Anmerkungen tun zuweilen neben dem geräuschvollen Geholze der Besserwisser richtig gut.

Ich selbst übe mich dann mal weiter in Geduld, bis das von der Politik versprochene Angebot für eine Impfung kommt. Ich vertraue darauf, dass es klappt. Da bin ich ganz solidarisch und will mich in keiner Weise von den Vrantwortlichen in  Politik- und Medizin entkoppeln.

Ich vertraue weiter auf die Professionalität und Redlichkeit der Handelnden. Und ich sehe es deshalb  – wie wohl die Mehrheit der Bevölkerung – als angemessen an, wenn wir jetzt erneut einen harten Lockdown machen, um die dritte Welle zu brechen. Und so gesehen freue ich mich schon jetzt, wenn es bald wieder so richtig Sommer wird – ein bisschen so wie vor Corona. Zweifel aber bleiben bestehen.