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Angemerkt

Heimat – ein deutsches Wort

“Heimat” – ein jahrelang verpönter, eigentlich schon aus dem deutschen Sprachgebrauch gestrichener Begriff feiert Wiederauferstehung. Besinnen sich die Menschen der inneren Kraft dieses Wortes als eine Art Ankerplatz in schnell lebiger Zeit? Oder ist es nur die Sorge, dass sich politische Kräfte am rechten Rand der Gesellschaft sich des von Gefühlen aufgeladenen Themas annehmen?


Zur Sache statt Mätzchen

Die GroKo (also die so genannte Große Koalition in Berlin) ist auf dem zähen Weg zurück zur Sacharbeit. Ob sie es schafft, ist offen. Es liegen viele unerledigte Themen auf dem Tisch der Regierung. Ein Teil davon berührt die Bürger vorrangiger als die Migration. Ein Beispiel ist die Überalterung unserer Gesellschaft. Lösungen müssen endlich angepackt werden. Bis heute fehlt es an umsetzbaren und damit verlässlichen Konzepten. Notwendige Entscheidungen dürfen nicht erneut hastig und in letzter Minute getroffen werden.


Neokolonialismus à la China

Mitte der 1900er Jahre endete die europäische Kolonialzeit in Afrika. Die in die Unabhängigkeit entlassenen Ländergebilde in Grenzen, die 1884/85 auf der Berliner Afrikakonferenz willkürlich fixiert worden waren, landeten in der Regel alsbald unter der Fuchtel von Despotenregimen. Diese plündern „ihre“ Länder zum Schaden der Bevölkerung seither mehrheitlich rigoros aus. Während die europäischen Staaten ihre Milliarden an Entwicklungshilfe mit Forderungen an „Good Governance“ und Demokratisierung zu koppeln suchen, hat sich ein neuer Player in Afrika etabliert: China. Demokratie, „Good Governance“ Menschenrechte: egal.


Es war wie ein Schwur: Nie wieder!

Was ist eigentlich in dieses Land gefahren? Da jazzen die für den Staat und sein Wohlergehen verantwortlichen (weil gewählten) Personen eine im Grunde zweitrangige Personalaffäre zu einer veritablen Regierungskrise mit Trend zum Koalitionsbruch hoch – und gleichzeitig ziehen Horden grölender Rechtsradikaler weitgehend ungehindert durch deutsche Städte. Sogar mit demonstrativ gezeigtem Hitler-Gruß. Sind die Deutschen drauf und dran, sich als Wutbürger zu gefallen und damit Demokratie, Liberalität und stabilität zum Teufel gehen zu lassen?


Politiker-Vertrauen im K.O.

Am meisten Angst haben die Deutschen vor weltweiten Gefahren, die einen Verursacher haben: Donald Trump. Aus dem demoskopischen Nichts heraus hat es dieser US-Präsident auf den ersten Platz einer deutschen Angstliste geschafft. Die Angst davor, geschieden zu werden, schafft es dagegen nur auf einen letzten Platz. Katastrophale Plätze belegen die Politiker.


Organspende: Spahns Ersatzteillager

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ So bestimmt es Artikel 1 des Grundgesetzes. Und die Würde des Menschen endet auch nicht mit seinem Tod. Das ist allgemeiner gesellschaftlicher Konsens in Deutschland – bisher. Diesen Grundkonsens will der Gesundheitsminister – manche nennen ihn einen Jungspunt – nun offenbar knacken.


Wir sind doch einfach klasse!

Also ganz im Ernst, wir sind schon ganz schön klasse, wir Deutschen. Wenn wir uns, um Vergleiche anzustellen, mal so umsehen. Da stürzen in Italien Brücken ein, die Griechen (statt dankbar zu sein) jammern weiter über ihr Finanzelend, Vom Balkan werden uns massenhaft Leute ins Land geschickt, die nicht nur die Sozialnetze anbohren, sondern auch noch beim Kindergeld betrügen. Dagegen bei uns: eine durch und durch zivilisierte, anständige Gesellschaft. Oder etwa nicht?


Warnmarken und Katastrophen

Rekordhitze in den letzten Wochen. Wachsende Radikalisierung und Polarisierung in unserer Gesellschaft. Vor Jahrzehnten wurden bereits Warnmarken zum gefährlichen Klimawandel aufgestellt. Und vor nationalsozialistischem und rassistischem Gedankengut zogen die Warner bereits Ende des 19. Jahrhundert zu Felde. Haben wir für das Heute und das Morgen daraus gelernt?


Dienen tut Not

Wohl aus der Erkenntnis zunehmender programmatischer Profillosigkeit für das wegbrechende konservative Wählerpotential hat, neben anderen, die derzeit amtierende Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer („AKK“) eine Beendigung der Aussetzung der Wehrpflicht in das Sommerloch gestoßen. Mal so als Testballon. Angesichts erheblichen Gegenwindes nicht nur aus Reihen der Opposition, rudert Sie allerdings schon wieder zurück. In dieser Disziplin steht Sie taktisch ihrer Chefin in nichts nach. Doch das Thema ist jetzt in der Welt.


Hitzewellen

Erinnert sich noch jemand? Bestimmt. Vor 43 Jahren landete der Showmaster Rudi Carrell einen Bombenhit mit dem Song: “Wann wird es endlich wieder Sommer?”. Leider hat der begnadete Niederländer nicht erlebt, wie sich sein musikalisches Stoßgebet jetzt erfüllte. Des einen Freud ist des anderen Leid – Sonnenanbeter freuen sich über das südliche Klima hierzulande, Bauern und Winzer müssen mit beträchtlichen Einbußen rechnen. Im Carrell-Text hieß es: “Und schuld daran ist nur die SPD”. Heute müsste, nach den Erkenntnissen der modernen politischen Durchblicker, natürlich Angela Merkel für die Hitze verantwortlich gemacht werden.