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Angemerkt

Glühbirne und Gülle

Wir brauchen vielleicht so etwas wie eine kombinierte System- und Unwetterwarnung. Denn es braut sich massiv etwas zusammen. Es ist nicht mehr zu übersehen: Die Angst der Bürger wächst. Und dann ist sehr schnell nicht mehr auszumachen, was der eigentliche Treiber für dieses diffuse, aber hoch ansteckende Gefühl ist.


Totschlag-Begriffe

Vorschläge für das “Unwort des Jahres 2019” – wie wäre es mit “Populismus”. Oder vielleicht “Klimawandel”. Nicht, dass man sich darüber lustig machen müsste, die Sache ist ja auch viel ernster. Diese Begriff (und noch viele andere) dienen in der deutschen öffentlichen Debatte nicht etwa in erster Linie dazu, Probleme wirklich zu diskutieren und am Ende vielleicht sogar zu lösen. Sondern, um möglichst frühzeitig die Deutungshoheit für sich zu reklamieren und diese durchzufechten – und zwar komme, was da wolle.


Atlantic Crossing – oder: Free Greta

Sommer anno domini 1212: erleuchtete, fanatisierte Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Frankreich brechen unter der Leitung des visionären Knaben Nikolaus von Köln zu einem Kreuzzug in das Heilige Land auf, Jerusalem zu retten. Als Lohn wunk Seelenheil. Die Menschen damals waren begeistert. Sommer 2019: ein psychisch gestörtes Mädchen aus Schweden besteigt eine High-Tech-Yacht, um segelnd in New York die Welt vor dem Untergang zu retten. Die Medien überschlagen sich schier vor Begeisterung. Als Lohn winkt Seelenheil. Oder vielleicht doch mehr?


Sommerlicher Wühltisch

Große Themen wie Klimawandel oder Terror erdrücken medial die vermeintlich kleineren Themen wie beispielweise Rente, Verkehr, Benehmen von Alten und Jungen. Gelegenheit also, ganz locker auch mal kleine Fingerspitzen auf das zu legen, was momentan eher im Schatten heißer Sommertage liegt.


Die Neu-Religiösen

Jahr für Jahr verlieren traditionelle Großorganisationen in Deutschland Mitglieder – die Kirchen genauso wie Gewerkschaften oder Parteien. Wird Deutschland anti-religiös, verliert es den Glauben? Nein, die Menschen suchen sich ihre eigenen Ersatzreligionen. Etwa beim Thema Kimaschutz. Und die offensichtlich Anbetunswürdige ist ein junges Mädchen, kommt aus Schweden und heißt Greta.


Kirche und Staat: Endlich trennen

„Es gibt keine Staatskirche“. Sagt unser Grundgesetz in seinem Artikel 140, indem er die Artikel 135 bis 141 der Weimarer Verfassung zum Bestandteil der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland erklärt. Dort steht auch: „Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes“. Also besteht Trennung von Kirche und Staat und Deutschland ist ein säkulares Land? Wer´s glaubt wird selig.


Deutschsein ist klasse

Deutscher und deutsch sein, ist klasse. Wenn hier schon etwas angepackt wird, denn schon ordentlich. So zum Beispiel das Bewusstsein für die Rettung von Klima und Umwelt. Keine Frage, eine Herkulesaufgabe. Es ist daher fast schon logisch, dass binnen weniger Wochen eine Partei – die Grünen – in ungeahnte Zustimmungs- und entsprechend wohl auch Vertrauenshöhen gehievt werden. Das Geld für all die anderen Wünsche wie Soziales, innere und äußere Sicherheit, Verkehrsinsfrastruktur usw. wird schon irgendwo herkommen…


Sommerpause für EU-Uhren

Viele Politik-Themen der EU gehen in diesen Tagen in die Sommerpause. Das Reisefieber bricht gerade mal wieder grenzenlos im EU-Europa aus. Wir dürfen als Touristen eine Menge von Errungenschaften des vereinten Europas genießen. Nicht aber die schon längst fällige Entscheidung über die leidige sich Jahr für Jahr wiederholende Zeitumstellung. Ein Symptom für EU-Entscheidungsschwäche? 


Deutschland Gaga – Der Rap

“AKK ganz jotwehdeh, Kevin K oh jemineh. – Bätschi Nahles mit der Fresse, …. Der nachfolgende Text erschließt sich insbesondere rap-mässig und mit rythmisch skandierendes Lesen. Mitklatschen, ebenfalls rythmisch, steigert beim gemeinsamen Vortrag im Stuhlkreis das Erlebnisgefühl. Auch im fortgeschrittenen Alter ist das machbar, Herr Nachbar.


Irrwitziges Schattenboxen

Die Klatsche für CDU/CSU und SPD bei den Europa- und Kommunalwahlen wird kommentiert und analysiert rauf und runter, Tag und Nacht. Natürlich ist das wichtig. Aber gleichzeitig wird kaum ein Wort darüber verloren, dass ganz im Osten der Republik – in Brandenburg, Sachsen und Thüringen – die rechtslastige AfD praktisch alles überrollte. Während in jenen Kreisen das Wort Machtübernahme immer häufiger fällt, führt man in Berlin und in der restlichen Republik irrwitzige politische Schattenboxkämpfe.