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Lockerung nicht locker sehen

Drängender Wunsch: Raus aus der Krise

Autor Dieter Buchholtz

Ganz sicher lässt sich die weiter laufende Corona-Pandemie bereits in sortierende Phasen einteilen. Fachleute der unterschiedlichsten Richtungen sind dazu gefragt. Verbindliche Einigkeit wird aber auch hier kaum erreicht werden. Man hat sich weltweit daran gewöhnen müssen, dass in der begleitenden Talk-Show-Pandemie zu den unendlichen Teilaspekten dieser gigantischen Krise widersprechende Experten-Meinungen aufeinandertreffen. Der durchschnittliche Medienkonsument winkt deshalb immer häufiger und müde ab, wenn von ihm strenge Handlungstreue im Sinne der unterschiedlichsten Vorschriften und Empfehlungen gefordert wird. Ihm geht zunehmend die Orientierung verloren. Er blickt nicht mehr durch. Er will einfach raus aus der Krise.

Es ist daher auch überhaupt nicht verwunderlich, wenn gerade jetzt Kanzleramtschef Helge Braun unser Land auf die Phase der Ungleichbehandlung vorbereitet windows 7 32 bit iso herunterladen. Na, da wird so mancher Bundesbürger sich die Augen reiben. Ist es denn nicht bereits wochenlang so gewesen, dass beipielsweise die Bundesländer mit immer neuen Begründungen die unterschiedlichsten Regelungen formulierten und auch durchsetzten.

Land der unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Eine bundeseinheitliche Gleichbehandlung schien immer wieder das Ziel der Bundeskanzlerin zu sein. Dennoch wird und wurde davon von den Ministerpräsidenten andauernd und zunehmend abgewichen. Sie verzögern oder preschen vor. Der Bürger fragt sich immer öfter: Ja, was gilt denn nun und wo? Hoch leben dann die „Öffnungsdiskussionsorgien“. Und gleichzeitig läuft hier der Action-Film vom Für und Wider des Föderalismus ab. Mitten in der Virus-Krise lernen wir Bürger in einem Land der unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu leben herunterladen.

Jetzt heißt es schlicht: Maske hoch und durch. Wie war das noch in der Anfangsphase beim Übergang von der Corona-Epidemie zur Pandemie? Masken bringen nichts – wurde die aufkeimende Bürgerpanik gedämpft (auch von Fachleuten). Im Hintergrund stand ja wohl: Wir haben solche Masken nicht, also können wir das den Bürgern auch nicht abverlangen.

Kurioser Maskenball

In irgendeiner der folgenden Phasen dann der Schwenk. Plötzlich sind Masken gut. Hinter dem Mund-Nasenschutz vollzieht sich ein Paradigmenwechsel. Maske ist jetzt Bedingung für weitere Lockerungen. Und so findet derzeit auf den unterschiedlichsten Alltagsbühnen, also im Laden, im Arzt-Wartezimmer, bald im Cafe, im Restaurant usw. ein teilweise kurioser Maskenball statt. Jeder trägt und benutzt diese Waffe gegen das Virus wie er will. Von zwingend logischer Hygienepraxis ist dabei ganz zu schweigen herunterladen. Die Dinger werden runter und wieder hoch gezogen, in die Hosentasche gesteckt…Desinfektion, sachgerechte Vernichtung der gebrauchten atmungsaktiven Schutzschilder: zumeist Fehlanzeige.

Wen interessiert es schon, was jetzt die Virologen dazu sagen. Wichtig ist eine deutlich spürbare Lockerung. Immer dichter werden in diesen Tagen durch die Fußgängerzonen der Städte pilgernde aufwachende Konsumenten. Die deutsche Bürgerschaft kann angeblich nicht mehr, ist einfach vom Corona-Druck erschöpft. Die trotz Maskenball dennoch nicht gelockerten Abstandsregeln werden fröhlich und am laufenden Meter unterlaufen. Also willkommen in der Phase wieder anwachsender Freiheiten und damit auch von Gefahren zwischen Leben und Tod.

Ende der Dauereinmütigkeit

In diesem hochriskanten Phasenwechsel gewinnt die Opposition in unserem Land die Erinnerung zurück, was ihre Aufgabe in der Demokratie ist word publisher gratis downloaden. So läutete kürzlich FDP-Chef Thomas Lindner die Phase der wieder erwachenden politischen Streitkultur mit dem Satz ein: “Frau Bundeskanzlerin, heute endet die große Einmütigkeit in der Frage des Krisenmanagements”. Das hat nach fünf Wochen Ausnahmenzustand gesessen.

Ab diesem Zeitpunkt also endet die selbstverordnete politische Dauereinmütigkeit. Jetzt regen sich der politische, der wirtschaftliche, der soziale Druck mit steigender Heftigkeit. Die Demokratie beginnt wieder zu atmen. Die Wölbungen in den Schutzmasken blähen sich immer stärker und auch öfter auf.

Denn immer deutlicher treten die Folgeschäden durch Ungleichbehandlungen, durch notwendige Soforthilfen auf. Während wir noch in einer hoffentlich eher mittleren Phase der Corona-Pandemie wie über geschädigte Lungen atmen, melden Corona-Krisengeschädigte ihre berechtigten oder auch teilweise unverschämten Forderungen an brawl stars windows. Der angejahrte Ruf nach Chancengleichheit wird wieder und heftiger wach. In einem solchen Kräftemessen kippt dann auch beispielsweise die 800-Quadratmeter-Regelung, wenn dafür neue und angepasste Regelungen gefunden werden. Immer häufiger lassen dann die grundgesetzlichen Freiheiten grüßen.

Was ist mit der Hamsterphase?

Weitere Phasen haben sich tief in das Corona-Bewusstsein eingegraben. Dazu gehört in der Anfangsphase des aufwachsenden Ausnahmezustands das blindwütige Horten von Dingen, die man vielleicht in der Quarantäne oder so gebrauchen könnte. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Ist eigentlich die viel geschmähte Hamsterphase wirklich vorbei und haben wir diesen Versorgungsschock überwunden microsoft office excel 2007 for free?

Auffällig ist, dass sogar Getränkeshops – nicht mehr so extrem überteuert wie noch vor wenigen Wochen – Toilettenpapier in reichlichen Mengen anbieten. Und Desinfektionsmittel werden schon in Griffnähe des Kunden auf Apothekers Ladentheke angeboten. Auch dies vor wenigen Wochen noch undenkbar. Seit solcher punktuellen Verknappungen und spontaner Leerräume in Supermärkten drängte sich meiner Alt-Generation die Erinnerung an die Aktion Eichhörnchen aus der Nachkriegszeit auf. Man wollte damals gewappnet sein für befürchtete weitere Knappheitswellen.

Die Mangelkurve ist abgeflacht

Wir heute versorgungstechnisch verwöhnten Alten und Jungen konnten uns bis vor Corona einen solchen Engpass, eine solche Wiederholung einer Mangelgeschichte nicht vorstellen. Auch in diesem Phasenbereich konnte die exponentielle Kurve deutlich abgeflacht werden. Heute schleichen wir erheblich entspannter, vertraut mit Abstandsregelungen und Maskenzwang durch die weiterhin prall gefüllten Warengänge herunterladen.

Dazu bekommen wir kurze Zeit nach dieser Phase sozusagen einen Erkenntnisdessert geliefert. Unsere Horrorvorstellung war wohl mehrheitlich, dass uns das unsichtbare Killervirus eine negative Versorgungsepedimie bescheren könnte. Die Demoskopen haben deshalb aktuell eine Lupe auf unsere eher komische Nebenpanik gerichtet. Da wird sichtbar, dass es vor allem junge Leute waren, die Arzneien, Lebensmittel und Hygieneartikel gehamstert haben. Erstaunlicherweise haben sich die Älteren ab 50 Jahren deutlich weniger mit Notversorgungen eingedeckt. Ich wage mal die Prognose, dass die Älteren aufgrund ihrer Lebenserfahrungen deutlich gelassener mit diesem Versorgungsengpass umgegangen sind. Für die jungen Leute war und ist sicherlich dieser Einschnitt in die uneingeschränkte Verfügungs- und Wohlstandswelt eher ein Schock.

Leben in neuer Normalität

Durch mehrere und zumeist einschneidende Phasen hat uns die Corona-Krise gezeigt, dass wir uns nicht nur vor kriegerischen Materialschlachten mit fürchterlichem menschlichen Leid schützen müssen, sondern auch vor einer quasi biologischen Waffe, die uns wie seinerzeit die Pest oder die spanische Grippe überfallen kann aquasoft templates. Wir haben jetzt Wochen der Disziplinierung überstanden und es sind viele Einzelschicksale zu beklagen.

Jetzt aber stehen die Signale unverrückbar auf Lockerung, auf Befreiung von den wochenlangen Einschränkungen durch den Corona-Angriff auf unsere Gesundheit, aber auch auf unser Bewusstsein. Viel Hoffnung auf eine baldige Normalität ist damit verbunden. Es wird aber wohl eher – wie politisch bereits formuliert – eine neue Normalität geben. Sie wird jetzt beginnend vorbereitet, indem wir viele Dinge im Rahmen des Föderalismus von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich bewerten werden und deshalb auch variierende Maßnahmen ergreifen können. Wir müssen wohl lernen, dass dies keine politische Unvernunft, sondern eine politische Flexibilität ist, um auf die Besonderheiten vor Ort oder einer Region Rücksicht zu nehmen ebook reader kostenlos herunterladen.

Zweite Krisenwelle kaum verkraftbar

Unser Land, ja die Welt, wacht nun schrittweise aus einem krisengeschüttelten Wachkoma auf. Das nährt Hoffnung. Gleichzeitig mahnen viele aus ihrer Verantwortung heraus, die Lockerung nicht allzu locker anzugehen. Das kann nur deutlich und damit in aller mahnenden Schärfe unterstrichen werden. Denn ein Rückfall in eine zweite Krisenwelle können wir, kann die Welt, kaum noch verkraften. Ähnlich wie beim jetzt wieder Fahrt aufnehmenden Umwelthema können wir nicht weiter hart am Abgrund oder stets wenige Sekunden vor zwölf agieren. Noch haben wir die sehr dünne Chance, die Corona-Krise als einen letzten Weckruf zu begreifen, in vielen Dingen schlicht und verantwortbar umzudenken microsoft essentials free german. „Locker“ kommt uns wohl in naher Zukunft immer seltener über die maskenverdeckten Lippen.