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Klimadonner: Greta nervt (Armes Kind)

Von Dietrich Kantel

Autor Dietrich Kantel

„Ich will, dass ihr in Panik geratet“. Sagt Greta aus Schweden. Sie sagt so etwas auf der jährlichen UNO-Klimakonferenz, der Mammutkonferenz mit überwiegend selbsternannten Klimaschützern. 2018 in Kattowitz, Polen. Und auch in Davos, auf dem Weltwirtschaftsforum, sagt sie das. Seit Monaten schwänzt sie freitags die Schule. Für das Klima. Und sie stiftet andere Schüler zum Schwänzen an. Für´s Klima. Eine gerade 16-jährige geigt der Welt da also die Meinung. Pubertär moralmonopolistisch sozusagen. Eigentlich aber nervt die Göre nur – und zwar ganz gewaltig.

Hype mit schrillen Tönen

Wer ist diese 16-jährige Schülerin Greta Thunberg eigentlich? „Klimaaktivistin“ wird sie allgemein tituliert. Zur „Gallionsfigur“ der Klimaschutzbewegung erhob sie die Süddeutsche Zeitung. Und das Magazin Time nahm sie in die Liste der einflussreichsten Teenager des Jahres 2018 auf.

Greta Thunbergs Mutter ist Opernsängerin. Sopranistin. Da liegen schrille Töne quasi schon von Haus aus im Haus. „I want you to panic“, schreit Greta in die Welt hinaus. Und die Medien greifen das bewundernd auf, feiern sie dafür wie eine Popgröße und wissen gar nicht, wo sie sich vor lauter Trunkenheit lassen sollen. A new star is born. Jeanne d`Arc 2018. Greta wirft all ihre Lebenserfahrung in die globale Weltenrettung: „Es gibt keine Grenzen, wenn es ums Überleben geht“, posaunt sie. Und Christine Lagard, die Chefin des Weltwährungsfonds, ist von der mit Helikopter eingeflogenen Klima-Greta („mit acht Jahren beschlossen, nie mehr zu fliegen“) so beeindruckt, dass sie dem in Davos durchfroren angekommenen Teenager darob glatt ihre Hotelsuite anbot. Schreibt jedenfalls die österreichische Kronen Zeitung.

Was treibt das blasse Mädchen mit streng geflochtenen Zöpfen und starr-fixierendem Blick bloß, sich seit ihrem 15. Lebensjahr in Sachen Klima allüberall schrill und plakativ in allen Medien und im Netz umzutreiben? Nach eigenen Angaben beschäftigte sie sich „schon mit acht Jahren erstmals mit dem menschengemachten Klimawandel“ und begann ihr Klimaschutzengagement schon damals damit, dass sie zur Energieeinsparung zu Hause die Beleuchtung ausschaltete. „Später“ beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren. Und ihre Familie habe sie gleichermaßen überzeugt.

Solch stringentes Verhalten, ist, wenn es sich denn tatsächlich so zugetragen hat (und nicht von den Kampagnen-Profis von „WeDontHaveTime“ und „Extinction Rebellion“, für die Greta engagiert wurde, nur hübsch passend erfunden wurde) in Tat bemerkenswert. Wikipedia weiß – von Greta und ihren Eltern autorisiert – noch weiteres über Klima-Greta zu erklären. Und das ist eigentlich viel bemerkenswerter:
Im Alter von 11 Jahren wurde sie durch die Beschäftigung mit dem menschengemachten Klimawandel depressiv und hörte auf zu sprechen und zu essen. Anschließend wurden bei ihr das Asperger-Syndrom, Zwangsstörungen sowie selektiver Mutismus diagnostiziert. Das bietet dann allerdings eher das Bild eines Teenagers, der in einer depressiven Selbstfindungsphase umherirrt. Wieviel Eltern wissen wohl ein Lied davon zu singen…

Asperger und Mutismus

Asperger Syndrom: Es handelt sich um eine Variante des Autismus und wird zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gezählt. Schwächen in der sozialen Interaktion und Kommunikation, oft einhergehend mit eingeschränkten Interessen. Dabei kann Hochintelligenz vorliegen mit sogenannter „Inselbegabung“.
Mutismus: Hierbei liegt eine Kommunikationsstörung vor, ohne dass Defekte der Sprech- oder Hörorgane vorliegen. Mehrheitlich geht Mutismus einher mit einer Sozialphobie.

Kindsmissbrauch inklusive ?

Dieses eingedenk lässt schließen, dass die pubertierende Heranwachsende psychotherapeutischer Begleitung bedarf. Und nicht quasitherapeutischer Vermarktung durch ihre Eltern und durch Marketing- und Kampagnenprofis. Die haben den Erfolg ihrer angezettelten Kampagne zum Ziel und nicht das Kindswohl der jungen Person, die sie vor ihren Karren gespannt haben und zur Ikone aufbauschen.

Diese arme Klima-Jeanne d´Arc wird von ihren Hinterleuten durch die Weltgeschichte gejagt und immer medial präsentiert: Im Zugabteil, 30 Stunden, von Schweden nach Davos. Abfotografiert und ins Netz gestellt vor ihr auf dem Tisch lauter Junk-Food in Plastik oder sonst Einwegverpackung respektive Wegwerftrinkbechern. Umweltaktivistin?

Oder im Fernsehen präsentiert mit flammender Rede an das Auditorium des UNO-Weltklimagipfels vor vermeintlich vollbesetztem Hörsaal der Universität. Peinlich nur, dass später das schwedische Magazin Samhällsnytt aufdeckt, dass die Szene von ihren Kampagneros nachgestellt wurde: tatsächlich wurde Klima-Gretas aufrüttelnde Rede in einem leeren Hörsaal abgedreht und dann vom Schwedischen Fernsehen so zusammengeschnitten, dass der gewünschte Eindruck gefaked wurde: Greta spricht vor großem Weltpublikum.

Nur Zufall, dass der schwedische PR-Profi Ingmar Rentzhog arrangieren konnte, dass vier Tage, nachdem Greta ihren Klima-Schulstreik begonnen hatte, das Buch ihrer Mutter Malena Ernman medial präsentiert wurde? („Szenen aus dem Herzen“).

Ein gestörtes Kind wird instrumentalisiert. Von den Eltern. Von Kampagneprofis. Von den Medien. Wo liegt die Grenze zum Kindsmissbrauch ?

Schulstreik ist super – oder was ?

Dass Greta mit „ihrer“ freitäglichen Schulstreikidee das Herz von gleichfalls pubertierenden Schülern trifft und weltweit begeisterte Nachahmung findet – das dürfte wohl in freiheitlichen Ländern das Normalste auf der Welt sein. Wer hat in seiner Jugend nicht auch einen Grund gesucht, die Schule zu schwänzen? Und was könnte wohl ein großartigerer Grund dafür sein, als das Klima und damit die ganze Welt zu retten ?

Aber vielleicht kann man die Welt auch ganz unspektakulär retten. Ohne kommerziellen Medien-Hype. Ohne eine kindliche Design-Ikone. Zum Beispiel so, wie Antje Sievers es in Facebook formuliert hat, einfach ganz einfach:

„Liebe minderjährige KlimaaktivistInnen: wenn ihr ernsthaft etwas Gutes tun wollt, dann lebt doch einfach so nachhaltig wie meine Generation in der Kindheit: Eine halbe Stunde Schwarzweißglotze pro Tag, 3 km Schulweg zu Fuß, Busticket nur bei Unwetter, Telefon verboten, Milch in der Alu-Kanne holen, Familienauto nur Sonntags benutzen, alle Mahlzeiten täglich frisch zubereiten, Reste derselben wieder verwerten, stundenlang draußen spielen ohne jedwede elektronische Unterstützung und mit Freunden kommunizieren, indem man hingeht und klingelt. Und Zahnbehandlung selbstverständlich ohne Betäubung. War ja pures Gift.“

Danke Antje Sievers.