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Hybrid arbeiten

Zwischen den Wellen

Autor Dieter Buchholtz

Den resümierenden Schlussstrich können wir leider noch nicht unter die lautlose Katastrophe „Neuartiges Corona-Virus“ oder „Covid-19-Pandemie“ setzen. Dazu gibt es einfach zu viele Unsicherheiten. Und wie gebannt richtet sich jetzt schon der Blick auf eine möglicherweise viel schlimmere zweite Welle. Und gleichzeitig wächst der Druck im Kessel aller Verzichts- und Angstmomente. Die Verantwortlichen zwischen Politik und Medizin müssen immer mehr Aspekte lockern, damit ihnen des Volkes Unmut nicht um die Ohren fliegt. Deshalb werden jetzt auch die Reisewarnungen aufgehoben. Kaum einer will und wird es wagen, dem deutschen Reiseweltmeister seine so hart verdiente Sommerreise zu versemmeln download hamburger rental contract.

Trotz aller Dramatik und Unsicherheit über Folgen des jetzigen Handelns kann angenommen werden, dass wir in Deutschland die Spitze der ersten Welle ganz gut bewältigt haben. Wir können und müssen bereits jetzt mit den Aufräumarbeiten beginnen, denn im schlimmsten Fall ist nach dem Virus bereits vor dem Virus. Aufräumen heißt daher ganz besonders, kritische Fragen zu stellen: Was hat bei der Eindämmung von teilweise sehr dramatischen Folgen geklappt? Was aber ist ziemlich gründlich daneben gegangen? Wo sind durch die Coronakrise deutliche Defizite in unserem Land sichtbar geworden?

Schwer zu tragende Überforderungen

Sehr schnell und deutlich ist sichtbar geworden, dass wir als ein hoch entwickeltes Land teilweise in der medizinischen Versorgung nicht gut aufgestellt waren und vielleicht auch noch sind. Daraus folgte dann: Gesichtsmasken bringen nichts; und als dann aber genügend Vorrat sichergestellt werden konnte, wurde dieser Atem- und Spuckschutz sogar vorgeschrieben amazon prime series. Sichtbar wurde, dass wir eine nationale oder zumindest EU-weite Grundausstattung an Medikamenten aus eigener Produktion sicher stellen müssten. Haushalte mit insbesondere kleinen Kindern hat es schwer getroffen, dass Schulen und KITAS von jetzt auf gleich geschlossen wurden. Überforderungen im Privatleben, und damit schwer zu tragende Situationen. Oft nur diese Aspekte wurden von den Medien andauernd und gerne erneut aufgegriffen. Ganz offensichtlich stand im Land allen verantwortlichen Stellen keine Notfall-Blaupause zur Verfügung, um schnelle Handlungs- und Abstimmungsabläufe zu gewährleisten. Hier muss massiv nachgebessert werden.

Dennoch hat unter den genannten Umständen die Politik im Zusammenwirken mit Medizinern und Wissenschaftlern eine hervorragende Arbeit geleistet herunterladen. Innerhalb kürzester Zeit wurden Maßnahmen ergriffen, die in „Friedenszeiten“ undenkbar gewesen wären. Die Anerkennung dieser Leistung spiegelt sich in den Sympathiezahlen für einzelne Politiker und Parteien deutlich wieder. Die Disziplin der Bürger nährte sich auch sehr stark durch den verantwortlichen Umgang der Medien mit diesem durchaus nervös machenden Katastrophen-Thema. Kommunikation in allen Schattierungen wurde und wird weiter groß geschrieben.

Soziale Verwerfungen tief ins Privatleben

Ganz ungewohnt für unsere Gesellschaft ist, dass dieses so gefährliche Virus sich in den Folgen tief in privathäusliche Lebensverhältnisse hineingebohrt hat. „Home“ hat in wenigen Wochen einen massiven Bedeutungs- oder zumindest Wahrnehmungswandel bekommen. Es ist sehr viel mehr als bisher ein geschützter kleiner Raum geworden, wo der Bürger weitestgehend vor dem potentiellen Killervirus geschützt ist download microsoft team. Hier realisiert sich aber auch in vielen Fällen, was es bedeutet, wenn man in einer Quarantäne sein Haus oder seine Wohnung nicht verlassen darf. Hier müssen kindliche Langeweile, Überdruss von Erwachsenen ertragen oder irgendwie durch innovative Maßnahmen durchgestanden werden. Von hier starten Familien vermehrt in die umliegende Natur und entdecken ein neues Lebensgefühl. Mit anderen Worten: Das Corona-Virus hat genauso lautlos wie es in den Menschen eindringt, auch soziale Verwerfungen im positiven aber auch negativen Sinne bewirkt.

Zunehmend docken an diesem Phänomen Zukunftsforscher, Philosophen, Weltverbesserer, Aktivisten an. Sie alle eint die Gewissheit, dass sie wüssten, was sich zukünftig, also nach Corona ändern müsste. Was von den jetzigen Erfahrung mit hinüber genommen werden muss, was nun aber auch radikal abgeschafft werden sollte. Was diese Diskussion charkterisiert, ist eine gewisse ideologische Unerbittlichkeit, Rechthaberei, Besserwisserei, Absolutheit für das Entweder beziehungsweise das Oder Download video schneider for free. Letztlich sind all diese Auguren Meister, um in der Glaskugel den eingeschlossenen Kaffeesatz deuten zu können. Ein typisches Beispiel hierfür ist der große Streit- und Rettungspunkt „Homeoffice“.

Starke digitale Spuren

Es ist natürlich nachvollziehbar, dass in der Enge von Büros unter Corona-Bedingungen nicht gearbeitet werden kann. Also war es naheliegend, in die Home-Welten dieses Landes auszuweichen. Und wohl die meisten Arbeitnehmer sind digital so ausgestattet, dass mit diesem Equipment die Zuarbeit für den Arbeitgeber wohl, so wird geschätzt, in 40 Prozent der Arbeitsplätze möglich sein könnte. Obwohl teilweise die Server-Netze die Grätsche gemacht haben, obwohl schwierige Arbeitsabläufe diese Startphasen erschwerten, obwohl die bruchlose Integration dieses neuen Arbeitsplatzes in die private Welt oft erst mit starker Verzögerung gelingen wollte, obwohl also viel Negatives  – auch in den Medien – zu hören und zu lesen war, hat diese in der Dimension neue Arbeitsplatzphilosopie starke Spuren hinterlassen orgelmusik kostenlos herunterladen.

Ich kann es mir einfach nicht verkneifen, viel Sympathie für ein Homeoffice zu äußern, das sich sinnvoll mit Erfolg versprechenden Lösungen in die moderne Arbeitswelt integriert. Zu den Pluspunkten zählt, dass ich morgens und abends in der Rush Hour nicht stundenlang im Stau stehe, dass ich eher nicht in einen Unfall verwickelt werde, dass mein CO2-Fußabdruck deutlich kleiner wird, dass die endlosen Quassel-Gespräche und –Konferenzen deutlich weniger werden, dass die Hektik wegfällt, wenn ich während der üblichen Arbeitszeiten auch mal private Dinge zu erledigen habe. Dann sind ein Arztbesuch oder der Einkauf wesentlich stressfreier. Dafür muss ich mich zu Hause deutlich disziplinieren, um nicht in einen schwer zu stoppenden Schlendrian zu fallen. Sicherheitshalber habe ich mir auch beim Verfassen dieses Textes mein Business-Dress angezogen.

Debatte nicht sofort abwürgen

Längst haben immer mehr Arbeitgeber das Homeoffice für sich entdeckt notability. So prophezeit Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass in zehn Jahren jeder zweite seiner Mitarbeiter nicht mehr im Büro sitzt. Und die Erfahrung jetzt in dem Pandemie Stress hat, so Zuckerberg, gezeigt, dass sich das Arbeiten von zuhause effizienter als erwartet erwiesen hat. Twitter hat angekündigt, dass alle Mitarbeiter auch nach dem Ende der Corona-Krise ihre Jobs von zuhause erledigen können.

Und auch in Deutschland regt sich nun endlich was. In den Spitzenetagen der Politik wird deutlich hörbar bereits über Konsequenzen der Homeoffice-Tendenz gestritten. Die SPD prescht vor und plädiert für ein Recht auf Homeoffice. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist dagegen. Und andere Politiker mahnen, dass auch bei diesem Thema die Debatte nicht sofort abgewürgt werden darf herunterladen. Richtig konkret wird bereits der FDP-Abgeordnete Markus Herbrand: „Nach meinem Dafürhalten wäre eine Homeoffice-Pauschale von 100 Euro pro Monat der richtige Ansatz.“

Und vorbehaltlich genauer Prüfungen kann schon jetzt festgehalten werden, dass die Luft sauberer ist, dass wir weniger Verkehrsunfälle mit Toten haben, dass wir vermutlich in der Zukunft weniger Bürotürme in Beton gießen müssen. So ist es durchaus hilfreich bestätigt zu bekommen, dass der Anteil von Arbeitnehmern, die sich eine dauerhafte Homeoffice-Situation vorstellen können offensichtlich im Bereich 20 bis 40 Prozent aufwächst.

Große Zufriedenheit mit Homeoffice

Es gibt nicht wenige Stimmen, die behaupten und vielfach auch belegen, dass wir digital eher als ein Drittland einzustufen sind. Die Indizien hierfür wurden und werden in der Corona-Krise schonungslos geliefert. Wir sollten uns die Zeit, die Kraft, die Zukunftsvision nicht nehmen lassen, dass in diesem Feld der Anschluss an digitales Spitzenniveau nun endlich gelingt google chrome deutsch kostenlos herunterladen. Dazu gehört dann auch ein sachliches Einbinden der Chancen und Grenzen von Homeoffice. Dies als Unversöhnlichkeitsschauplatz und knallharten Ring ideologischer Festungsmauern zu verstehen, ist im höchsten Maße kontraproduktiv. Wir müssen bereits jetzt schlicht tief Luft holen und das Morgen innovativer und beherzter gestalten. Wir brauchen eine „hybride Struktur“ (Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom) aus Präsenz im Büro und Homeoffice.

Ich teile folglich nicht die Meinung von Hilmar Schneider (63), Leiter des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). zu Homeoffice: „Der Begriff dürfte ein heißer Anwärter auf das Unwort des Jahres sein.“ Denn hilfreich vor diesem Hintergrund und tobenden Argumentationskämpfen mag hier eine aktuelle Umfrage des Forschungsinstituts Fraunhofer FIT sein. Danach sind 79 Prozent der Frauen und 85 Prozent der Männer mit der Arbeit im Homeoffice zufrieden.

Parallel-Diskussionen mit Nachdruck

Und ein weiterer Beleg positiver Nebenwirkungen liegt in Zahlen auf dem Tisch activinspire download kostenlos. Das Statistische Bundesamt kommt jetzt zu vorläufigen Ergebnissen. Danach kamen bei Unfällen in diesem Jahr im März 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es 234. Grund dafür sind Fahreinschränkungen durch die Corona-Krise und Fahrverzichte durch Homeoffice. Die Diskussion um das flexible Büro zu Hause gebiert in schneller Folge Parallelitäten zur Diskussion über mögliche Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen zwischen 100 und 130 Stundenkilometer und einer einheitlichen Regelung 30 Stundenkilometer im innerstädtischen Verkehr. Auch hier liegen Zahlen, Untersuchungen usw. seit langem auf dem Tisch.

Zu wünschen bleibt, dass die in dieser Corona-Zeit gewonnenen Erkenntnisse genauso beherzt – und damit wirksam – umgesetzt werden wie Hygiene-, Abstands- und Finanzentscheidungen zu Beginn der Epidemie.