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Alter im Alltag

In Falten gelegte Erkenntnis

Autor Dieter Buchholtz

Die Senioren mit ihren spezifischen Interessen kommen gerade deutlich sichtbar in der Mitte der Gesellschaft an. Indizien sind u.a. länger arbeitende ältere Menschen, Szenen kleinerer Einschränkungen, typische Verhaltensweisen in öffentlichen und privaten Gebäuden. Solche und andere Einschränkungen müssen in zunehmenden Maße auch Eingang in ein Baurecht bekommen, das auf die Belange der Alten Rücksicht nimmt herunterladen. Gravierende Lücken in diesem Bereich zeigen aber, wie schwer es ist, berechtigte Interessen sichtbar zu machen und auch durchzusetzen. Wir brauchen eine Emanzipation des Alters.

Viele Probleme in unserer Gesellschaft offenbaren einen gleichlautenden Fahrplan. Zunächst müssen Belastungssymptome in ihrem Schweregrad fast bis zur Unerträglichkeit anwachsen. Dann treten zunehmend Aktivisten auf den Plan. Und wenn man Glück hat, dann wachen mit sich veränderndem Bewusstsein auch mehrheitsfähige Bürgerschichten auf plus500.

Auf den Punkt gebracht: Erst dann kommt etwas ins Rollen. Oft wird es als erheblich zu spät wahrgenommen. Aktuelle Indizien für derartige Abläufe sind Klimawandel, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, E-Mobilität, Migration… Vorhersehbar waren und sind sie alle. Einreihen ließe sich hier auch der viel zitierte demografische Wandel. Wir haben ihn über Jahre wie eine Monstranz vor uns hergetragen. Das strahlte eine unendlich polit-emphatische Achtsamkeit aus. Immer aber mit dem unausgesprochenen Ringen um verlässllichen Selbstschutz nach dem Motto: Mach mich nicht nass mit dieser inzwischen schon irgendwie in Falten gelegten Erkenntnis bluetooth treiber windows 7 kostenlos deutsch.

Dann plötzlich doch die Barriere

Anders ausgedrückt: Inzwischen ist das Alter deutlicher in der Mitte unseres Gemeinwesens angekommen. Jetzt geht es bereits um das Eingemachte. Es reicht eben nicht aus, kurz wahrzunehmen, dass immer mehr Leute mit Rollatoren durch die Einkaufszonen im sogenannten öffentlichen Raum ihren Weg suchen – und glückicherweise zumeist auch finden. Die eigene Sensibilität für die vielen versteckten kleinen Einschränkungen älterer Menschen muss zunehmend gestärkt werden. Solche Wahrnehmungsprozesse sind ganz bsonders auch bei den noch fitten Seniorinnen und Senioren erforderlich herunterladen.

Wenn nämlich eine ältere Kundin fröhlich und dankbar bei einem Kaffee Crema verkündet, dass der Inhaber dieses alteingessenen Cafés einen mutigen Schritt in die Barrierefreiheit seines Kuchen- und Torten-Paradieses getan hat. Die große Besucherzahl und der ausgeprägt hohe Altersschnitt sind ganz offensichtlicher Beweis dafür, dass die Nachjustierung stimmt. Also alles richtig gemacht!?

Vielleicht etwas kleinlich frage ich in die Kaffee-Runde hinein, wie denn ein älterer Mensch mit Rollator, mit einer Sehschwäche oder mit leichtem Schwindel hier auf die Toilette gehen kann cisco webex download for free. Die Dame mit dem Barrierefrei-Lob reagiert schnell und verweist auf die Treppe zum WC – runter in den Keller – und eng… Und im selben Moment wird ihr bewusst, dass sich mit dem neu sensibilisierten Blick eine fast unüberwindbare Barriere auftut. Sie ist glaubwürdig beschämt.

Langer Weg hinein ins Baurecht

Nun geht es bei der älter werdenden Gesellschaft natürlich nicht nur um ein Barriereproblem. Fangen wir bei relativ einfach lösbaren Problemen an, die nicht so kostenintensiv wie eine Toilettennachrüstung zu ebener Erde sind. Was spricht dagegen, dass sich Handläufe von der Farbe der Wände oder des Bodens deutlich abheben müssen herunterladen? Warum kann es nicht sein, dass Boden und Wände unübersehbar farblich voneinander abgegrenzt sein müssen? Warum müssen Senioren erstmal auf einer Treppe straucheln, bevor einer gelegentlich auf die Idee kommt, die Kanten durch Streifen zu kennzeichnen?

Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang schlicht an die vielen Jahre, in denen – teilweise erbittert in der Gegnerschaft – um die Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap  gekämpft worden ist. Vieles vom mühsam Erreichten ist für die Betroffenen inzwischen segensreicher Alltag.

Man könnte einwenden, dass doch zumindest im eigenen Zuhause kein Gestaltungszwang ausgeübt werden muss slitherio to download. Mag man so sehen. Aber haben wir uns nicht schon lange an Bauvorschriften über Geländerhöhen, Raumhöhen, Fenstergrößen gewöhnt? Und genau solche wichtigen Dinge regelt das Baurecht. Wie lang aber so ein Weg sein kann, wird daran deutlich, dass Nordrhein-Westfalen seine neue Landesbauordnung erst im Januar 2019 in Kraft gesetzt hat. Alle übrigen Bundesländer hatten das schon zuvor über die Jahre vollzogen.

Attraktivität von Lebensräumen

Von Sozialverbänden wird bemängelt, dass solche Dinge wie Handläufe in der neuen NRW-Landesbauordnung nicht festgeschrieben worden sind download songs on smartphone. Es ist einfach nicht zu verstehen, dass man den berechtigten Änderungsbedarf nicht als DIN-Norm behandelt. Das wäre dann eine schlichte Verwaltungsvorschrift, die relativ zügig verlässliche Verbesserungen für ältere Menschen in öffentlichen und privaten Räumen sicherstellen könnte.

Solche und vergleichbare Maßnahmen erhöhen interessanterweise auch noch die Attraktivität von Lebensräumen für ältere Menschen. Diese aktuelle und zunehmende Magnetfunktion sollte sich keine Kommune entgehen lassen. Nicht zuletzt müssen möglichst viele Barrieren mit anpackender Innovation fallen, um das in mehrfacher Hinsicht notwendige generationsübergreifende Leben zu ermöglichen oder zumindest zu erleichtern aktien daten herunterladen.

Unfälle durch Isolationsnot

Verschärfend zu den genannten Punkten kommt hinzu, dass immer mehr Senioren in ein Leben in Einsamkeit hineinrutschen. Aus ihrer Isolationsnot heraus entstehen nicht selten Un- und Notfälle. In darartigen Situationen verlieren ältere Menschen sehr schnell mal die Orientierung. Die Folgen, wie Stürze, sind oft durchaus dramatisch.

Sichere Wohnungen nit hoher Barrierefreiheit könnten auch hier wohltuend und kostenmäßig überschaubar helfen where you can download animes for free. Sie könnten und sollten dabei unterstützen, dass nicht die Spirale hinein in mehr Angst im Alltag den Weg vorzeichnet. Ein Hinaus in eine umfassende und sichere Selbständigkeit sollte der Maßstab sein. Ein Allheilmittel gegen soziale Einsamkeit ist das aber sicher nicht. Ein hilfreicher Begleiter kann es dennoch schon sein. Was wir brauchen, ist die durchgreifende Emanzipation des Alterns in einem gleichberechtigten Alltag.

 

Für Kommentare: dieter.buchholtz@rantlos.de