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Vorbild erzieht

Wahr oder auch nicht wahr

Autor Dieter Buchholtz

Neulich in einem systemrelevanten – also geöffneten – Einzelhandelsgeschäft: Der freundliche junge Mann an der Kasse verrät mir, dass er sich von einem Großteil seiner Freunde losgesagt hat. Als Grund nennt er: Die treffen sich andauernd in einer Diskothek. Die coronabedingten Schutzmaßnahmen kümmern sie dabei nicht. Sie zahlen wohl recht viel Geld für den Eintritt. Das möchte er nicht unterstützen.

Den Wahrheitsgehalt dieser Erzählung kann ich natürlich nicht überprüfen. Aber es löst die viel geübte Kritikaster-Kaskade darüber aus, was in dieser Pandemie-Zeit alles schief läuft und schon verstolpert worden ist. Ja, ich finde eine derartig vorsätzliche Spreader-Attacke kriminell. Und aus bisher bekannten ähnlichen Vorkomnissen muss man davon ausgehen, dass an dem Kassen-Small-Talk etwas dran ist sling kong to download. Zumindest eignet sich ein solches Verhalten als ein kaum zu überbietendes schlechtes Vorbild. Und es bietet reichlich Futter für die Meinungsstanze, dass die jungen Leute nicht gelernt hätten, sich an Vorgaben zu halten.

Satte Zustimmung für Lockdown

So gesehen kommt für mich als schon zuweilen Meinungsmüden der Rettungsring einer Meinungsumfrage gerade rechtzeitig. Danach ist die große Mehrheit unserer Bürger und Bürgerinnen für den aktuellen und verlängerten Lockdown. 72 Prozent finden die Entscheidung von Bund und Ländern richtig, den Lockdown bis zum 7. März zu verlängern. Die Spitzenposition der Gegner übernehmen die AfD-Symphatisanten mit 84 Prozent. Angesichts solcher Mehrheitsverhältnisse für ein Herunterfahren kann man wieder einmal davon ausgehen, dass sich eine deutliche Mehrheit in unserer Gesellschaft ganz offensichtlich verpflichtet fühlt, durch verantwortliches Handeln den Kampf gegen Corona zu gewinnen herunterladen. Beispielgebend.

Es verwundert daher auch nicht, dass sich genau dieser Anglizismus bedeutungsschwer und subkutan in die deutsche Sprache eingenistet hat. Schließungen und Kontaktbeschränkungen oder umständliche Umschreibungen wie „Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie“ verloren gegen die kürzere und damit griffigere Bezeichnung „Lockdown“. Die „Initiative Anglizismus des Jahres“ kürte kürzlich konsequenterweise diesen gewichtigen Dreh- und Angelpunkt des internationalen Kampfes gegen das Killervirus zum Anglizismus des Jahres 2020. Nebenbei vollzieht sich bei solchen Sprach-Auszeichnungen eine Dauermigration von neuen und gebrauchsintensiven Worten. Diesen Wettbewerb entscheidet immer noch und immer wieder der Nutzer und nicht der Sprachideologe farm frenzy kostenlos herunterladen. Gut so.

Pandemie-Populismus?

Ob es nun ebenso gut ist, wenn die Bund-Länder-Oberen entscheiden, dass die Friseure ab 1. März als erste die Öffnungsziellinie für ihre Salons überschreiten können, sei mal mit einem humorvollen Lächeln quittiert. Dieser sicherlich gut gemeinten Maßnahme wurde unmittelbar nach der Entscheidung gründlich der Kopf gewaschen. Selbst Friseure finden es ungerecht, dass sie in diese Poolposition gehoben wurden.

So stehen denn auch gegenwärtig über 80.000 Coifeure-Shops unter Telefonbeschuss. Mit unterschiedlich coronagezeichneten Frisuren scheint es vielen Menschen ein ausgeprägtes Bedürfnis zu sein, das hoffentlich nahende Lockdown-Finale mit einer anständigen Frisur zu begehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzte diesem doch sehr widerspruchsfördernden Platzvorteil für eine Pflegeinnung den Stempel „Würde“ auf topkontor fehler beim herunterladen der version info. Mir erschließt sich die Notwendigkeit der Sonderbehandlung einer Berufssparte nicht. Ich finde das schlicht haarsträubend. Vielleicht liegt meine einseitige Sichtweise aber auch daran, dass ich nur noch einen bescheidenen Haarwuchs habe. Und so lege ich über diese Politik-Kuriosität das schlichte Banner Pandemie-Populismus. Angesichts wachsender und gefährlicher Mutanten kann ich aber auch verstehen, dass uns allen langsam die Luft für sinnvolle Wege zu einem neuen Alltag ausgeht. Sehr zügiges Impfen ist daher dringend angesagt.

Stolperstein der Kommunikation

Leider ist gegenwärtig der Pandemie-Alltag mit der unheilvollen Wortkreation „Impfchaos“ überschattet. Andauernd finden sich neue Szenarien, die auch in Aussicht stellen, dass uns in naher Zukunft ein gigantischer Aufwuchs an Impfzahlen erfreuen und gleichzeitig erschrecken wird mahjong herunterladen gratis. Pessimisten sagen uns voraus, dass die geplante Massenaktion von den Trägern nicht bewältigt werden kann. Wir laufen danach in eine massive Überfrachtung des Impfsystems hinein.

Da fand ich es schon toll, dass eine Hausarztpraxis in Bad Honnef beherzt den Start eines Pilotprojektes in die Hand genommen hat. 400 Menschen (älter als 80 Jahre) wurden zur Impfung eingeladen. Es schien alles klar. Nichts war wohl klar. Die Praxis wurde zurückgepfiffen. Das Gesundheitsamt rief an und teilte mit, dass kein Impfstoff zur Verfügung stehe. Offensichtlich haben sich Praxis und Gesundheitsamt missverstanden. Kann ja passieren!? Aber solche Pannen – auch zu Lasten der bangenden Senioren und -innen – dürfen einfach nicht passieren excel kostenlos für mac herunterladen. Als einer, der sich jährlich gegen die Grippe impfen lässt, wächst bei mir die Überzeugung, dass hier ein großes eingefahrenes und professionell unterstützendes Potential nicht ausgeschöpft wird. Wenig hilfreich.

Eindringliche Bilder

Auf keinen Fall möchte ich Fehler, Irrtümer, Über- und Untertreibungen in der Pandemiezeit überkritisch betrachten. Um was es aber geht, zeigt ein Foto des Dokumentar- und Porträtfotografen Daniel Biskup. Am 14. Januar dieses Jahres postete er bei Instagram ein Foto mit zahlreichen Särgen. Auf denen stand mit weißer Kreide geschrieben: „Corona“. Es war der Tag 30 im zweiten Lockdown. Die Särge drängten sich in der Trauerhalle des Krematoriums im sächsischen Meißen folgen von netflixen. Biskup demonstriert seit dem 15. März 2020 täglich mit einem Bild die neue Corona-Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland. Und weil eben ein Bild mehr sagt als tausend Worte, schafft Biskup eine dem Menschen sehr zugewandte kontinuierliche Serie von einem Wandel in unserem Land. Der renommierte Fotograf schafft im wörtlichen Sinne Vorbilder.

Kapitän geht als Letzter von Bord

Und weil eben Corona auch quälend tödlich sein kann, müssen an Verhaltensweisen strenge Maßstäbe angelegt werden. Stark an ethischen Kriterien orientiert leben wir gegenwärtig in einem Drei-Phasen-Ablauf. Anders ausgedrückt. Jeder soll die rettende Impfung bekommen können. Aber jeder muss sich auch den festgelegten Reihenfolgen unterordnen. So gesehen sind wir im Grundsatz alle gleich. Aber manche sind wohl etwas gleicher youtube videos auf ipaden.

Den unrühmlichen medialen Start als Vordrängler schafften zwei Bürgermeister. Sie rechfertigten ihre Außer-der-Reihe-Impfung damit, dass noch Impfstoff übrig war und schnell verbraucht werden musste. Viel Kritik war ihnen sicher. Und man darf wohl mutmaßen , dass es darüber hinaus eine nennenswerte Dunkelziffer zur Vordrängler-Szene gibt. Mir fällt da ein Verhaltensethos aus der christlichen Seefahrt ein: Der Kapitän geht als Letzter von Bord. Erklärend ist bei Wikipedia der Satz zu finden: „Das Konzept bedeutet wörtlich, dass der Kapitän die letzte Person ist, die ein Schiff verlässt, bevor dieses sinkt oder vollkommen zerstört wird, und dass er – wenn er nicht in der Lage ist, seine Besatzung und die Passagiere zu retten – auch auf die Rettung seines eigenen Lebens verzichten muss.“ Eine solche Haltung würde besonders in der Corona-Zeit jedem Funktionsträger gut zu Gesicht stehen.

Stärkungen für die Zukunft

Die Sache mit dem Kapitän lässt sich – natürlich deutlich abgeschwächt – auch sinngemäß auf das coronabedingte Homeschooling übertragen downloaden red alert 2. Die Schulen und damit der so wichtige Präsenzunterricht sind in vielfältiger Form in unserem Land angeschlagen. Es verbietet sich daher, dass die vielen männlichen und weiblichen pädagogischen “Kapitäne” Kinder und Eltern alleine lassen. Sie sind schlicht gebunden, innovativ mit den Kindern und Heranwachsenden alternative Lehr- und Lernhilfen – besonders die digitalen – zu nutzen und zu gestalten. Deshalb habe ich mich über zwei Sätze der Klassenlehrerin Isabel Beck (55) an der Gottfried-Kinkel-Grundschule in Bonn gefreut: „Ich kann bei `Zoom´die Lerninhalte gut erklären, zeichnen und darstellen. Digital ist alles möglich, es muss nur auch angewendet werden.“ Sie steht für eine Pädagogen-Fraktion, die danach schaut, was alles geht. Und es ist ganz offensichtich: Kinder und Eltern danken es ihr amazon filme auf macbook herunterladen. Sie sind gestärkt für ihre Zukunft.

Lernstoff aus der Krise

Ebenso stärkend wirkt wohl auch der Internetstar Erika Rischko (81). Sie animiert – bald werden es wohl schon zehn Millionen Zuschauer sein – auf dem Social-Media-Kanal Tiktok regelmäßig ganz einfache Übungen zu machen. Ihr Credo: „Jeder hat ein Stück Boden in seiner Wohnung, jeder kann irgendwelche Übungen machen.“ Sie versteht sich als Mutmacherin. Und genau diesen Typus Mensch brauchen wir ganz besonders jetzt. Nur mit solchen Einstellungen kommen wir einigermaßen durch die Pandemie.

Aus jedem der mehr oder minder zufällig genannten Aspekte und Sichtweisen darf eine Menge an Lernstoff in vielerlei Richtung gezogen werden. Ganz besonders gilt dies in Krisenzeiten, wie wir sie gerade durchleben. Eine Erkenntnis aber dürfen wir nie außer Acht lassen: „Vorbild erzieht!“