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Angemerkt

Angst vor der Angst

Die „German Angst“ ist so etwas wie unser Markenzeichen. Wir sind Meister in Befürchtungs-Rethorik. Wir sind notorische Bedenkenträger. Wir befürchten auf jeden Fall immer das Schlimmste. Wir sind alarmistisch, weil wir eben alle möglichen Gefahren sehr früh sehen. So weit, so ängstlich.


Nie wieder? Leider doch!

Soll man seiner eigenen Sprache immer noch Zügel anlegen? In einer Zeit, in der alle Schranken der Anständigkeit, Freundlichkeit und Zurückhaltung zu fallen scheinen. Denn der unfassbare Anschlag auf die Synagoge in Halle und der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hatten ja geistige Vorbereitungen: Hassparolen, Beleidigungen und – sogar Aufrufe zum Mord. Lieb Vaterland, magst ruhig sein? Nein, die Gesellschaft ist gefordert. Es liegt an den Bürgern, an uns, wohin das Land steuert.


Vorsicht China ! Weisheit, List und Aggression

Gefährlich ist´s den Leu zu wecken. Diese Schillersche Mahnung ist offensichtlich zugleich Prämisse und Maxime der deutschen China-Politik. Bloß nicht zu selbstbewusst auftreten gegenüber der, neben Russland, einzig verbliebenen Kolonialmacht. Menschenrechte? Willkürjustiz? Ethnische Unterdrückung? Konzentrationslager? Know-how Klau? Unter Kanzlerin Merkel wohl eher alles Petitesse. Brav fließt Jahr für Jahr weiter deutsche Entwicklungshilfe an die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Erde. Allein 2017 waren das 630 Mio. Euro.


Aufgeheiztes Klima

„Fridays for Future“ hat jetzt Millionen Protestler auf die Straße gebracht. Die vermeintlich unpolitische Jugend ist aufgewacht und macht den Mächtigen Druck. Richtig so, denn die Warnmarken für einen Klima-GAU stehen auf Tiefrot. Auch die Älteren reihen sich in die Proteste ein – weltweit. 


Gerecht und selbstgerecht

Hunderttausende Menschen demonstrieren für eine Änderung der Klimapolitik. Alte und Junge. Vor allem in Deutschland. Aber bei Weitem nicht nur hier. Eine Bewegung “von unten”, Engagement aus der Mitte der Gesellschaft? Aber keines der mitgeführten Plakate, keine der skandierten Parolen erwähnt auch nur mit einem Wort die unausweichlichen, massiven Auswirkungen einer rapiden Politikänderung auf das wirtschaftliche und soziale Gefüge im Land. Wird hier nach einer Ersatzreligion gesucht?


Die Verbotsmafia

Der Hype um die jugendliche Greta von Schweden ist seit ihrer inszenierten Atlantiküberquerung – mit Spuck- und Abort-Eimer und ohne Kombüse und Toilette – abgeflaut: Am Ziel New York fand außer 20 bestellten Fotografen niemand wirklich Interesse an der Jungseglerin. Auch erlahmte auf deutschen Marktplätzen das freitägliche F4F-Gehoppel: Nach den Sommerferien gehen die Schüler jetzt mal wieder lernen. Die Klimakatastrophenlobby zeigte Merkmale von Ratlosigkeit. Da kam den hilflosen Panik-Managern ein schrecklicher Verkehrsunfall zur Hilfe.


Glühbirne und Gülle

Wir brauchen vielleicht so etwas wie eine kombinierte System- und Unwetterwarnung. Denn es braut sich massiv etwas zusammen. Es ist nicht mehr zu übersehen: Die Angst der Bürger wächst. Und dann ist sehr schnell nicht mehr auszumachen, was der eigentliche Treiber für dieses diffuse, aber hoch ansteckende Gefühl ist.


Totschlag-Begriffe

Vorschläge für das “Unwort des Jahres 2019” – wie wäre es mit “Populismus”. Oder vielleicht “Klimawandel”. Nicht, dass man sich darüber lustig machen müsste, die Sache ist ja auch viel ernster. Diese Begriff (und noch viele andere) dienen in der deutschen öffentlichen Debatte nicht etwa in erster Linie dazu, Probleme wirklich zu diskutieren und am Ende vielleicht sogar zu lösen. Sondern, um möglichst frühzeitig die Deutungshoheit für sich zu reklamieren und diese durchzufechten – und zwar komme, was da wolle.


Atlantic Crossing – oder: Free Greta

Sommer anno domini 1212: erleuchtete, fanatisierte Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Frankreich brechen unter der Leitung des visionären Knaben Nikolaus von Köln zu einem Kreuzzug in das Heilige Land auf, Jerusalem zu retten. Als Lohn wunk Seelenheil. Die Menschen damals waren begeistert. Sommer 2019: ein psychisch gestörtes Mädchen aus Schweden besteigt eine High-Tech-Yacht, um segelnd in New York die Welt vor dem Untergang zu retten. Die Medien überschlagen sich schier vor Begeisterung. Als Lohn winkt Seelenheil. Oder vielleicht doch mehr?


Sommerlicher Wühltisch

Große Themen wie Klimawandel oder Terror erdrücken medial die vermeintlich kleineren Themen wie beispielweise Rente, Verkehr, Benehmen von Alten und Jungen. Gelegenheit also, ganz locker auch mal kleine Fingerspitzen auf das zu legen, was momentan eher im Schatten heißer Sommertage liegt.