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Angemerkt

Vertrauen in der Krise

Durch Impfen und Testen nimmt die Imunisierung in der Corona-Krise Fahrt auf. Immer noch stört aber das Warten auf Impfstoff. Das Nicht-Einhalten von politischen Perspektiv-Zusagen in der Pandemie hat Vertrauen erudieren lassen. Es gibt dennoch viele Halme für Hoffnung, aber es wächst auch die Angst vor neuen Corona-Mutanten – schneller und aggressiver. Botschaften aus Kunst, Politik und Philosopie.


Föderalismus – der beliebte Sündenbock

Wird Corona zur never ending story – zur unendlichen Geschichte? Der ständige Wechselschritt von Hoffnung und Enttäuschung, von Gasgeben und Vollbremsung, Lösungsansätzen und ihrem Gegenteil wirkt zermürbend. Vom Vertrauen in die Krisenkompetenz der Regierenden, das vor einem Jahr die Zustimmung zur CDU/CSU als der führenden Regierungspartei in die Höhe schnellen ließ, ist an Ostern 2021 nur wenig geblieben. Auf die wachsende Gereiztheit der Bevölkerung reagiert die Politik in zweifelhafter Weise: Sie holt die Sündenböcke aus dem Stall.


“1984” – Orwells Utopie und die Wirklichkeit

Immer wieder haben sich Menschen Gedanken über die Zukunft gemacht. Ihre Phantasien zauberten literarisch ideale und idealisierte Gesellschaftsmodelle, zeichneten aber auch beklemmende Dystopien – also Anti-Utopien. Und sie haben Wirkungen erzielt. Ganz besonders der 1949 erschienene Roman “1984” des Briten George Orwell, der von einem totalen Überwachungsstaat handelt. Vieles von dem, was seinerzeit undenkbar schien, ist mittlerweile technisch und auch gesellschaftspolitisch weit überholt. Und trotzdem lohnt sich das in diesem Jahr in zahlrreichen neuen Übersetzungen erscheinende Werk unverändert als Lektüre – als Warnung und Mahnung.


Sprachpolizei und Mohrenjagd

Identitätspolitik – ein Begriff, der in Deutschland zur Zeit vor allem die politische Linke umtreibt. Bei der SPD führte das fast zur Verbannung des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse aus der Partei. Der hatte die Sozialdemokraten gefragt, ob es für sie nicht wichtigere und entscheidendere Themen gebe als “Gendersprache” und die Befindlichkeit einzelner ethnischer oder sexuell orientierter Minderheiten. Die Frage ist tatsächlich: Setzt sich die optische und phonetische Verhunzung durch? Ob TV-Nachrichten oder Talkshows – mitunter klingt die künstliche “Mitnahme” des weiblichen “in” hinter “männlichen” Hauptwörtern wie ein Hicksen oder Sprachfehler. Lieb Vaterland, magst ruhig sein? Bloß nicht.


Misstrauen als Lunte

Nach einem Jahr Corona-Pandemie steht fest: Die Politik hat in der Startphase sehr viel Vertrauen gewonnen. Sie hat aber auch in vielen Punkten in der zweiten Häfte Vertrauen verspielt. Zu frühe Versprechen wurden nicht eingehalten. Vordrängler und Gewinnler sind leider auch ein Stück negativ wirkender Zündschnur in einem aufgeheizten Klima.


“Die da” sollen und “man” müsste…

Vor ziemlich genau sechs Jahrzehnten, am 20. Januar 1961, sprach der damals neu gewählte US-Präsident John F. Kennedy die inzwischen fast legendär gewordenen Worte: “Frag nicht, was Dein Land für Dich tun kann. Sondern frag, was Du für Dein Land vollbringen kannst”. Es war ein Appell nicht nur an seine eigenen Landsleute, sondern traf auch auf Echo rund um den Erdball. Auch in Deutschland. Es war ein Aufrüttler, selbst anzupacken. So etwas wäre heute dringend notwendig hierzulande, wo – zumindest aus den (un)sozialen Netzen – mit Gemaule, Schimpfen und Genöhle eine Stimmung von Unlust und Missmut wie Mehltau über das Land und die Menschen verbreitet wird. Aber man weiß: Die Kritikaster sind der weitaus kleinere Teil der deutschen Öffentlichkeit. Warum schweigt die Mehrheit?


Vorbild erzieht

Die Corona-Krise hat eine Unzahl von großen und kleinen Veränderungen im Reisegepäck. Wir alle müssen uns vor Augen halten, dass Ereignisse und Handlungen in dieser hoch empfindlichen Zeit eine umso größere Wirkung haben. Vieles wird mit deutlich anderen Maßstäben gemessen. Unüberlegtes oder sogar unmoralisches oder ungesetzliches Handeln hinterlassen lange Zeit nicht auslöschbare Spuren. Wo sind die guten, konstruktiven und innovativen Vorbilder, die unsere Gesellschaft in und nach der Pandemie ohne Traumata weiter tragen?


Superwahljahr 2021

2021 – ein Jahr wie jedes andere. Ganz gewiss nicht. Und das liegt nicht nur an der vom Corona-Virus ausgelösten Seuche. Diese 12 Monate umschließen ein Super-Wahljahr mit sechs Landtags- und drei Kommunalwahlen sowie dem Urnengang für den nächsten Bundestag. In diesem Jahr werden vermutlich von den Wählern Entscheidungen beeinflusst, die das öffentliche und private Leben in den nächsten Jahrzehnten bestimmen dürften. Zumindest politisch sollte keine Langeweile aufkommen.


Freude am Unglücklichsein

Eine Eintragung bei facebook las sich vor wenigen Tagen so: „Nun nehmt den Leuten doch nicht auch noch ihre letzte Freude!“. Was sich, auf den ersten Blick, wie ein mahnender Appell liest, war in Wirklichkeit ganz sicher ironisch, satirisch, vielleicht sogar sarkastisch gemeint. Denn der Satz stand inmitten einer dieser ungezählten, schier nicht enden wollenden „Diskussions“-Ketten im Zusammenhang mit dem „Corona“-Virus und den regierungsamtlich dagegen verhängten Maßnahmen. Alle Teilnehmer an der besagten online-„Aussprache“ führten – mehr oder weniger drastisch oder emotional – bewegte Klage über persönliche Einschränkungen, wirkliches oder gefühltes behördliches Versagen, auch nachvollziehbare persönliche und familiäre Probleme oder gar existenzielle Nöte. Bis auf einen.


Gespannte Geduld

Millionen von Menschen fühlen sich in der Corona-Pandemie festgezurrt wie in einem gigantischen Wartezimmer. Hier empfangen sie täglich Ergänzungen, Änderungen, Aktualisierungen in Sachen Covid 19. Und die absolut meisten warten derzeit auf die Behandlung im Arztzimmer – nämlich den Erhalt der ersten und zweiten Impfung als Schutzschild gegen Corona. Kann Resilienz helfen, den Druck auszuhalten?