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Online studieren – geht doch

Ältere Semester als Studenten? An jeder Universität sind sie zu finden. Willkommen aber sind sie bei nicht jedem Jung-Akademiker. Sie nehmen ihnen Plätze weg, wird behauptet. Ein Ausweg: Die Online Uni.

Übers Internet von zu Hause aus studieren: Gerade auch für Ältere interessant, die keine Uni in Wohnnähe haben. Sie können Vorlesungen über YouTube hören und sehen. In den USA gibt es schon die ersten Versuche. Professoren übermitteln online die  Hausaufgaben, Abschlussaufgaben gehören dazu. Im Grundsatz ist die Zahl der Teilnehmer nicht limitiert. Zunächst gehen die Ansätze dahin, Wissen global zu verbreiten. Uni-Abschlüsse können in der Regel nicht absolviert werden.

Jörn Loviscach, Mathe-Professor

Ein Beispiel ist Stanford-Professor Sebastian Thrun. Er sieht in seiner Lernplattform Udacity eine Demokratisierung der Bildung. Aus seiner Sicht wird die Uni nach der Uni immer wichtiger. Er will Bildung spannend gestalten, was nach seiner Ansicht die klassischen Unis oft nicht verstanden haben. Jörn Loviscach hat als Mathe-Professor an der FH Bielefeld auf YouTube 10.000 Abonnenten. Als Grund für die Resonanz nennt er: Unverständliche Abstraktionen und im Eiltempo abgelesene Powerpoint-Präsentationen sind nicht selten. Er bietet dagegen Anschaulichkeit, viele Zeichnungen und Live-Programmierung.

Ein herausragendes Beispiel für Senioren-Studium: Der Australier Allan Stewart (97) schloss kürzlich sein viertes Studium als Master (Klinische Studien) an der Southern Cross University ab. Damit bleibt er im Guinnes-Buch der Rekorde. 1936 schloss er sein erstes Studium als Zahnmediziner ab. Heute sagt er: „Es ist nie zu spät, um deinen Horizont zu erweitern, neue Leute kennenzulernen und etwas zu erreichen, das die Mühe wert ist.“ Für sein Studium war er auch in Online-Diskussionsforen und skypte zu Dingen, die im Seminar vorkamen.

bu


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