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Foto: v.l.n.r.: Brian JONES (1962-69), Mick JAGGER, Charlie WATTS (seit 1963) , Bill WYMAN (1962-93) und Keith RICHARDS

The Rolling Stones sind eine 1962 gegründete englische Rockband. Sie zählen zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten Gruppen in der Rockgeschichte. 1989 erfolgte die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame.

Im März 1962 besuchten Mick Jagger und Keith Richards erstmals einen Jazzclub in Ealing, in dem der Bluesmusiker Alexis Korner mit seiner Band Blues Incorporated auftrat. Am 7. April 1962 jammten sie auf der Bühne des Jazzclubs in Ealing mit Alexis Korner. Über ihn lernten sie den aus Cheltenham stammenden Gitarristen Brian Jones kennen, der sich damals Elmo Lewis nannte. Brian Jones fiel als Gitarrist besonders durch seine Bottleneck-Technik auf.

Anders als Jagger und Richards, die noch bei ihren Eltern wohnten und zur Schule gingen, war der etwa eineinhalb Jahre ältere Jones bereits auf sich selbst gestellt und hielt sich mit diversen Jobs über Wasser. Im Juni 1962 bemühte er sich intensiv darum, eine eigene Band zu gründen. Unter den Musikern, mit denen er zusammenspielte, war Ian Stewart, der nebenberuflich als Boogie-Woogie-Pianist in Jazzclubs auftrat. Jones sprach mit Mick Jagger, der Interesse bekundete, in die Band einzusteigen, sofern seine Freunde aus Dartford, Keith Richards und Dick Taylor, auch dabei seien. Dagegen gab es keine Einwände, sodass sie sich daran machten, in den Hinterzimmern von Londoner Kneipen ein Repertoire an Rhythm and Blues-Songs einzuüben. Dick Taylor wechselte von der Gitarre zum E-Bass. Nun waren sie noch auf der Suche nach einem Schlagzeuger.

Brian Jones, Keith Richards und Mick Jagger bezogen gemeinsam eine schäbige Wohnung im Bezirk World’s End in Chelsea (London) und widmeten sich der Entwicklung der Band. Richards hatte zuvor seine Ausbildung am Sidcup Art College abgebrochen, und Brian Jones gab seinen Job in einem Kaufhaus auf, während Mick Jagger zunächst parallel zur Musik auch weiterhin die London School of Economics besuchte. In dieser Zeit brachte sich Brian Jones das Spiel auf der Mundharmonika bei, die er nun sogar der Gitarre vorzog. Finanziell waren sie so schlecht gestellt, dass sie zuweilen Lebensmittel, für die sie kein Geld mehr besaßen, im Supermarkt stahlen.

Bandname

Folgt man den Ausführungen des späteren Rolling-Stones-Bassisten Bill Wyman, so hatte Brian Jones sich bei dem englischen Bandnamen The Rolling Stones (wörtlich übersetzt: „Die rollenden Steine“, sinngemäß „Die Landstreicher/Herumtreiber“) von der Zeile “I’m a rollin’ stone” im Muddy-Waters-Blues Mannish Boy aus dem Jahr 1956 inspirieren lassen. Keith Richards dagegen führt die Wahl des Namens genauso wie Dick Taylor auf das 1950 ebenfalls von Muddy Waters aufgenommene Stück Rollin’ Stone (bzw. Rollin’ Stone Blues, wie der Titel unter anderem auf britischen Schallplatten der 1950er Jahre heißt) zurück. Die in den beiden Liedern verwendete Allegorie „rolling stone“, die je nach Kontext sowohl eine positive als auch negative Konnotation haben kann, ging aus dem englischen Sprichwort “A rolling stone gathers no moss.” hervor und bezeichnet eine Person mit unstetem Lebenswandel. Zu Beginn nannte sich die Gruppe (unter Weglassung des g) noch „The Rollin’ Stones“, laut Dick Taylor aufgrund ebendieser Schreibung des Titels Rollin’ Stone Blues auf einer Schallplatte von Muddy Waters.

Der erste Manager der Stones, Giorgio Gomelsky, ließ die Gruppe in seinem Crawdaddy Club auftreten, der in den sechs Monaten von April bis September 1963 zu ihrer Basis wurde. Andrew Loog Oldham, der ehemalige Pressesprecher der Beatles, verschaffte der Band einen Schallplattenvertrag bei Decca und wurde ihr neuer Manager. Auf dessen Geheiß verlor im Mai 1963 Ian Stewart seinen Status als Bandmitglied. Andrew Loog Oldham wollte die Rolling Stones als „böse“ Version der Beatles aufbauen und stilisierte sie anfangs als „Droogs“, jugendliche Kriminelle aus Anthony Burgess‘ Roman A Clockwork Orange. Stewart schien ihm nicht in dieses Konzept zu passen. Als Pianist und Roadie blieb er der Gruppe aber bis zu seinem Tod im Jahr 1985 erhalten.

Die so entstandene Besetzung aus Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Charlie Watts und Bill Wyman sollte für die nächsten sieben Jahre Bestand haben.

Gründungsmitglieder
Mick Jagger
Keith Richards
Dick Taylor (1962)
Gitarre
Brian Jones (bis 1969)
Ian Stewart (bis 1963, weiterhin Pianist für die Band bis † 1985)
Tony Chapman (bis 1963)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Mick Jagger
Gitarre
Keith Richards
Gitarre
Ron Wood (seit 1975)
Schlagzeug
Charlie Watts (seit 1963)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Bill Wyman (1962–1993)
Gitarre
Mick Taylor (1969–1974)

 

 

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