- Anzeige -
Jogging-Point

Video

Roy Orbison, 1965

Roy Kelton Orbison (* 23. April 1936 in Vernon, Texas; † 6. Dezember 1988 in Hendersonville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country- und Rock-Sänger sowie Songwriter. In den 1960er Jahren konnte er mit Songs wie Oh, Pretty Woman, Only the Lonely, Crying und In Dreams zahlreiche Hits verbuchen. Seine Markenzeichen waren die Sonnenbrille sowie düstere Liebesballaden. In den Jahren vor seinem Tod gelang Orbison nochmals ein vielbeachtetes Comeback. Das Magazin Rolling Stone wählte ihn auf Platz 13 der größten Sänger aller Zeiten.

1962 trat Roy Orbison das erste Mal in Großbritannien auf, 1963 tourte er dort mit den Beatles und Gerry & the Pacemakers. Im Flugzeug vergaß der stark weitsichtige Orbison seine Brille und musste am Abend notgedrungen mit seiner (ebenfalls mit Gläsern in passender Stärke versehenen) Sonnenbrille auftreten. Die Bilder der Tour gingen um die Welt, und von nun an trat Orbison nur noch mit der dunklen Brille auf. Ohne Brille sieht man ihn später nur auf wenigen Fotos und im Film The Fastest Guitar.

1963 nahm Orbison bei Ralph Siegel in Hamburg zwei Lieder auf Deutsch auf, Mama und San Fernando, die Hitparaden erreichten die Lieder nicht. 1965 tourte er u. a. mit den Rolling Stones durch Australien. Mick Jagger und Keith Richards inspirierte das Gitarrenintro von Pretty Woman dazu, ein ähnliches Intro für ihren Hit (I Can’t Get No) Satisfaction zu komponieren.

1987 nahm Orbison bei Virgin Records seine alten Hits neu auf, da diese nach der Insolvenz von Monument Records Anfang der 1980er Jahre seitdem für seine Fans nicht mehr erhältlich gewesen waren. In jenem Jahr trat er u. a. mit Elvis Costello, Bruce Springsteen und James Burton im Fernseh-Special Roy Orbison and Friends auf, aus dem das Live-Video Black and White Night hervorging. Ebenfalls 1987 wurde Orbison in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen, die Laudatio hielt Bruce Springsteen.

Ende 1988 feierte er mit der Single You Got It und dem Album Mystery Girl ein Comeback, zudem tat er sich mit Bob Dylan, George Harrison, Jeff Lynne und Tom Petty zu der Supergroup Traveling Wilburys zusammen, deren Album Traveling Wilburys Vol. 1 sich millionenfach verkaufte.

Diesen Erfolg erlebte Roy Orbison nicht mehr. Bereits in jungen Jahren litt er an Herzproblemen und musste sich Ende der 1970er Jahre einer Bypassoperation unterziehen. Er starb am 6. Dezember 1988 an einem Herzinfarkt, noch vor Veröffentlichung des Albums. Die Beisetzung fand auf dem Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles, Kalifornien statt.

Nach seinem Tod

In den folgenden Jahren wurden von Orbison Records regelmäßig Kompilationen und reproduzierte Alben herausgegeben. 1992 erschien posthum das Album King of Hearts, das Jeff Lynne aus Demos und bereits fertigen Masterspuren zusammenstellte. 1990 erhielt er posthum einen Grammy für Pretty Woman. 2004 diente Orbisons Blue Bayou als Filmmusik im Spielfilm Dreamcatcher. Überraschend tauchte 2015 bei Orbisons Söhnen ein 1969 aufgenommenes, komplettes und verschollen geglaubtes Album auf, das mit viel Aufwand digital gerettet werden konnte und im Dezember 2015 unter den Namen One of the Lonely Ones erschien. Orbison geriet 1969 mit MGM in Streit, weil diese das Album nicht veröffentlichten und eine zeitlang die Zahlungen von Orbisons Plattenverkäufen einbehielten.

Mehr als zwanzig Jahre nach seinem Tod wurde Roy Orbison im Januar 2010 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame postum geehrt

 

Roy Orbison: Oh,Pretty Woman


Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden