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Titel-Thema

Tanz auf dem Balkan

In den letzten Monaten haben sich die politischen Auseinandersetzungen im Westbalkan zugespitzt. Die politischen Akteure reden wieder von ethno-nationalistischer Mobilisierung und sogar von Krieg. Während in Serbien der alte Präsident Tomislav Nikolić drohte, die Armee nach Kosovo zu schicken, steht laut Opposition in Montenegro das Land kurz vor Ausbruch eines Bürgerkriegs.


Er bleibt der „Kanzler der Einheit“

Helmut Kohl ist tot. 16 Jahre lang, und damit länger als jeder seiner Vorgänger, war er deutscher Regierungschef. Auch wenn sich an seiner Person und Politik die Geister schieden und noch immer scheiden – er bleibt der Kanzler der Einheit und einer der bestimmenden Architekten des „europäischen Hauses“.


Waterloo – Weltgeschichte und Spektakel

Am 18. Juni 1815 fand auf den Feldern vor dem heute belgischen Städtchen Waterloo südöstlich von Brüssel die letzte, die entscheidende Schlacht gegen Napoleon statt. Sie markierte das Ende des Franzosenkaisers. Alle fünf Jahre wird das Geschehen von Hobby-Historikern möglichst Tatsachen getreu auf demselben Gelände mit einem großen Spektakel nachgetellt. „Waterloo“ war die erste Massenschlacht in der jüngeren Geschichte. Und in Wirklichkeit ein entsetzliches Gemetzel.


Der berühmte Herr Leibniz.

Er gilt als das letzte Universalgenie. Beim Erwachen hatte er „schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben“, so wird der Philosoph, Mathematiker und Erfinder Gottfried Wilhelm Leibniz gern zitiert. Eike Christian Hirsch zeichnet mit dem Portrait dieses sonderbaren, schwierigen und doch liebenswerten Mannes auch ein Bild der Epoche um 1700, deren überragender Kopf Leibniz war.


Erdoğans Krieg gegen Frauen

In der Türkei erzählen die Schlagzeilen oft grausige Geschichten von Gewalt gegen Frauen – auf der Straße, in Bussen und Bahnen und zu Hause. Da war die 20-jährige Studentin, die von einem Busfahrer nach einem Vergewaltigungsversuch verprügelt, verbrannt und in einen Fluss geworfen wurde. Oder die türkische Nachrichtensprecherin, die kurz nach der Geburt ihres Kindes von ihrem Ehemann dermaßen brutal geschlagen wurde, dass sie heute gelähmt ist. Oder die Frau, die in einem Friseursalon von ihrem Mann erschossen wurde; er hatte – soeben aus dem Polizeigewahrsam entlassen – sein Kontaktverbot missachtet. Und dann war da Eda Okutge, die von ihrem Ex-Mann auf der Treppe erstochen wurde, während sich ihr kleiner Sohn mehrere Stockwerke weiter oben versteckte.


Die Hammerschläge der Reformation

„German Angst“? Tief verankert in der deutschen Volksseele wird sie in ihren zuweilen überaus heftigen Ausschlägen sogar zum Gegenstand des Gespötts bei den europäischen Nachbarn. Auch in einem Superwahljahr wie diesem greift sie um sich. Nicht zuletzt dann, wenn kritische Stimmen einen Abbau des Sozialstaats befürchten.


Erdoğans Lieblingsprojekt

Bis vor kurzem gehörte die Einführung der Todesstrafe zu den Wahlversprechen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. So wie bei der jüngsten Abstimmung über eine grundlegende Verfassungsreform könnten die Stimmen der im Ausland lebenden Türkinnen und Türken möglicherweise auch dieses Mal den Ausschlag bei dem wiederum geplanten Volksentscheid geben.


Die Hebel der Macht

„L´etat c`est moi“ statuierte einst der französische Sonnenkönig, „der Staat bin ich“. Heute gewinnt der politisch bewusste Bürger zunehmend den Eindruck, dass die politischen Parteien in unserem Staat alles durchdringen nach dem Motto: „Der Staat sind wir“. Dabei sagt unser Grundgesetz zu den Aufgaben der Parteien in Artikel 21 nur: „Die Parteien wirken an der Willensbildung des Volkes mit“. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Von Arnim belegt das in seinem neuesten Buch eindrücklich.


Mit Horst im Glück

Ich, Gabi König, habe mich entschieden. Meine Jahre als Buchhändlerin sind vorbei. Endlich in Rente –jetzt segle ich mit Horst in ruhigeren Gewässern. Zeit zum Leben, Zeit für Urlaub, Zeit für unsere erste Kreuzfahrt! Und dann? Vielleicht sollte ich Yoga machen, studieren oder mit Horst ins Fitnessstudio gehen.


Erdogääähn

Der Westen sollte sich von der Türkei nicht provozieren lassen, sondern gezielt die Daumenschrauben anlegen. Die EU mit ihren rechtsstaatlichen Mechanismen ist für Erdoğan und seine Gefolgschaft eine echte Gefahrquelle. Der Westen muss erst einmal nicht befürchten, dass Ankara dem Westen bald den Rücken kehrt und sich endgültig mit Russland verbündet.