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Brockhaus liegt im sterben

Der Bertelsmann-Konzern hat sich entschlossen, diese Traditionsmarke aufzugeben. Jedenfalls als eigenes Geschäftsmodell. Lexika in der bisherigen Form lohnt sich anscheinend nicht mehr. Bis Mitte 2014 wird der Direktvertrieb aufgegeben. Das Vertriebsunternehmen InmediaOne, dem auch der Markeninhaber von Brockhaus, der Wissenmedia Verlag, gehört, musste feststellen, dass alleine durch den Vertrieb des Buchhandels keine wirtschaflich tragfähige Grundlage herzustellen ist. Rund 360 selbstständige Handelsvertreter des Direktvertriebs und wohl die gleiche Anzahl angestellter Verlagsmitarbeiter werden den Arbeitsplatz in Gütersloh und München verlieren. Die Online-Aktualisierung soll bis 2020 fortgeführt werden.

Der traditionelle Vertrieb im Direktgeschäft läuft nicht mehr zufriedenstellend. Bertelsmann hatte die Marke Brockhaus erst 2009 nach der Zerschlagung des Bibliographischen Instituts & F.A. Brockhaus AG erworben. Ob die Marke „Brockhaus“ weitergeführt wird, ist derzeit noch unklar. An eine Lizenzvergabe sei durchaus auch gedacht, erklärte Pressesprecher Matthias Wulff.

Nach nummehr 214 Jahren könnte so diese Wissenslegende enden. Der Gründer des Verlages Friedrich Arnold Brockhaus hatte das erste Conversationslexikon im Jahre 1810 vorgestellt. Jetzt wird nach der 21. Auflage dieses Nachschlagewerk enden.


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