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Fest in der Hand

Ein iPad, das ideale Weihnachtsgeschenk

Das passende Weihnachtsgeschenk für Mutter und zugleich Ehefrau zu finden, erscheint unlösbar. Vater lehnt ratlos an der High-Tech-Küchenfront und denkt irgendetwas zwischen Handtasche, Edelkleid und Schmuck. Der zwölfjährige Sohn betrachtet frustriert sein Spiegelbild in der dunklen Ceranplatte.

„Ich hab´s“, ruft Felix: „Mami ist doch beruflich oft unterwegs; sie muss immer den alten Laptop samt Netzteil im Gepäck mitschleppen. Gestern noch fluchte sie über ihrem `Schlepptop´.“ Vater gibt ihm Recht. Mit dem Laptop schleppt sie vieles herum, was sie meistens nicht braucht. „Es ist, als ob man mit dem ICE in die Stadt einkaufen fährt. Die meisten Leute wissen das zwar, aber mangels Alternativen schleppen sie ihre ICEs, also die Laptops, mit sich herum, oder sie verzichten ganz auf technische Hilfsmittel“, murmelt der Vater vor sich hin. „Insbesondere, wenn sie schon etwas älter sind wie ich.“

„Ach, Papa, nun mach´ nicht wieder einen auf Opa. Ich lese hier gerade in der Zeitung: „Die Computer-Industrie hat erkannt, dass sie leichtere Laptops anbieten muss. Ihre Antwort sind Netbooks, Tablets, Slides, Smart-Phones etc. Aber das riesige Angebot an Marken und Modellen sowie die technischen und ästhetischen Unterschiede sind sehr groß. Ein normal Sterblicher verliert dabei sehr leicht den Überblick oder gar die Lust daran.“

USB-Stick für den Bio-Unterricht

„Cool“, kommentiert Felix, „da haben wir Kinder und Jugendlichen es viel leichter. Wir haben zwar nicht viel Geld und können oft nicht allein über die Auswahl entscheiden. Dafür nehmen wir alles, was kommt und kommen mit allem zurecht“.

„Gibt es denn in Deiner Klasse Schüler, die Erfahrungen mit einem leichteren Laptop haben?“, fragt der Vater, nun doch neugierig geworden. „Ja klar. Beim letzten Bio-Unterricht mussten wir Referate halten. Die meisten kommen mit einem USB-Stick und haben die PowerPoint-Dateien auf dem Schulcomputer präsentiert. Aber Florian hatte ein Netbook und John kam sogar mit einem iPad“, erzählt Felix. „Wie hat es denn mit der Präsentation von Netbook und iPad geklappt“? will dann doch der Vater wissen.

„Naja, kommt darauf an“, sagt Felix salopp. „Bei Florian hat es elend lang gedauert. Zuerst war die Batterie fast leer, dann klappte es nicht mit dem Beamer. Er musste das Netbook neu starten. Es ist voll spannend, wenn die Klasse auf der Wand zusehen muss, wie das Netbook sein Windows-System endlos lange bootet. Und schließlich war die Auflösung miserabel. „Bei John´s iPad hat es besser geklappt. Es sah ziemlich leicht und voll cool aus. Auf Knopfdruck ist das iPad sofort da und super. Als John mit einer Wisch-Bewegung die Seite weiterblätterte, gab es sogar Applaus von der Klasse.“

iPad fest in der Hand

Jetzt hatte Vater die Lösung zum Weihnachtsgeschenk für seine Frau.  „Meinst Du, so ein iPad wäre was für Mami?“, fragt er seinen Sohn. „Na, klar, damit kommt jeder Idi…., äh, nein, ich meine damit kommt jeder zurecht, ob jung oder alt. Schließlich kann doch jeder seine Finger bewegen und hat Augen im Kopf.“

Sofort surfen beide im Internet, um die verschiedenen Versionen vom iPad herauszufinden. „Man kann es in sechs verschiedenen Konfigurationen kaufen: mit 16, 32 oder 64 GB Speicher, jeweils als Wi-Fi oder Wi-Fi+3G. Wenn man sich für 3G entscheidet, muss man noch einen Provider haben“, liest der Vater.

Am nächsten Morgen – während Felix die Schulbank drückt – geht Vater direkt in einen Apple-Laden und hält kurz darauf einen iPad in der Hand. Es ist fast wie ein großes iPhone, aber eben ohne Telefon.

„Hast Du es gekauft?“ ist die erste Frage von Felix, als er nach der Schule seinen Vater zu Hause trifft. „Na, klar!“ antwortet er. Die beiden Männer sind viel zu neugierig, um das iPad in Ruhe zu lassen. Vater modifiziert den Softwarebereich und Felix darf denTablet-PC „auf Herz und Nieren“ prüfen.

So ein iPad liegt mit seinen 680 Gramm schön und fest in der Hand. Anders als bei anderen Hightech-Geräten ist im Karton sonst nichts drin, kein Beipackzettel, keine Gebrauchsanweisung. Es sieht ganz so aus, als ob Apple dem Käufer schon beim Auspacken versichert: Kein Problem, das kannst Du alleine.

Äußerlich wirkt das iPad tatsächlich wie der große Bruder des iPhones. Die gleiche filigrane Gestalt, 13,4 Millimeter dünn. Die gleiche sanfte, matt-metallene Rückfläche. Der gleiche funkelnde LED-Glasbildschirm, rund 19 mal 24 Zentimeter, mit öl-, fett- und schmiersicherer Schutzschicht. Fingerabdrücke sind leicht sichtbar, lassen sich aber auch ebenso leicht entfernen, durch einfaches Wischen am Ärmel oder mit einem Taschentuch. Da stört kein Knopf, keine Tastatur.

Die einzige Taste (auch Home-Taste genannt) ist wie bei iPhone und iPod diskret vorne unten eingelassen. Dann gibt es nur noch den Lautstärkeregler und eine winzige „Tastensperre“ an der Seite sowie den An/Aus-Knopf rechts oben. Der Bildschirm des iPad hat eine Auflösung von 1024-mal-768-Pixel und strahlt einen an wie eine Megawatt-Großbildprojektion.

Filme bis zum Abwinken der Batterie

Vater ist begeistert. Bald kann er demonstrieren: das Bild rotiert mit der Position des iPad mit, horizontal und vertikal. Er kann es sogar auf den Kopf kippen, wenn er Felix etwas zeigen will, durch einfaches „Flippen“ des iPads. Das Bild flippt mit – und wieder zurück. Felix nimmt den „Tablet-PC“ in die Hand und probiert. Von allen Seiten und allen Positionen ist es gleich gut einzusehen, ob im Stehen, Liegen, Sitzen, auf dem Bauch oder auf dem Rücken.

Jetzt wird die Akku-Laufzeit des iPad ausgereizt: Bei voller Display-Helligkeit und aktiviertem WLAN können sie insgesamt 8:30 Stunden am Stück Filme laufen lassen, bevor die Batterie leer ist. Felix will mit dem iPad Musik hören. Er findet dieselbe Funktionalität wie beim klassischen iPod oder iPhone und kommt sofort damit alleine zurecht. Der integrierte Lautsprecher klingt zwar nicht ganz so schlimm wie bei manchen Handys, dürfte aber trotzdem jeden Musik-Liebhaber schnell nach einem guten Kopfhörer suchen lassen.

Felix interessiert sich natürlich besonders, wie ein Spiel auf dem iPad aussieht. Zu diesem Zweck hat der Vater extra ein App, so nennt man ein Programm auf dem iPad, „Fussball HD“ von Apple´s App Store runtergeladen. Das App kennt Felix schon vom iPod: „Wer meint, dass sich das iPad aufgrund der Limitierung auf die Eingabe-Möglichkeiten Touch und Neigung nicht sinnvoll als Spiele-Konsole eignet, der irrt sich gewaltig.“

Die beiden Männer haben sich technisch hervoragend auf die festliche Bescherung von Mutter und Ehefrau vorbereitet. Als sie Tage später das iPad vom Geschenketisch aus der Pappschachtel nimmt, ist sie sichtbar überrascht. „Ein iPad? Für mich?“ Nun ist Felix voll in seinem Element. Er führt vor, wie das Betrachten von Bildern am iPad funktioniert: mit Wisch-Bewegungen blättert er zwischen den letzten Urlaubsfotos hin und her, mit der klassischen Zwei-Finger-Bewegung wird gezoomt.

Schreiben ohne Tastatur?

Sind die Bilder mit Geo-Tags versehen, gibt es jetzt auch die Option, sie nach Orten zu sortieren. Nutzer von Apples Mac-Software iPhoto können die Bilder zudem auch nach den Gesichtern der abgebildeten Personen sortieren oder sich auf einer Karte den ganzen Urlaubs-Trip anzeigen lassen. Man kann die gewünschten Foto-Alben auch mit kreativen Übergangseffekten und wahlweise Hintergrund-Musik als Dia-Show abspielen.

Mutter ist von Gewicht, Größe und Design des iPad begeistert. Aber, was kann dieses „Superding“ alles? Durch die W-LAN-Verbindung im Haus ist es online. Mit den Apps kommt sie recht schnell zurecht. Internet-Surfen ist kein Problem. Alles ist intuitiv aufgebaut. Im Gegensatz zum Laptop, das immer wieder hoch- und runtergefahren werden will, ist das iPad praktisch immer an, immer sofort da. Es lässt sich jederzeit schnell aus dem Schlaf-Modus wecken.

Ein iPad besitzt eine Multi-Touch Oberfläche, die unglaublich schnell reagiert

„Bisher war das ja alles eine schöne Spielerei“, lässt sich die Mutter mit leicht skeptischem Unterton vernehmen. Wie funktioniert denn das Schreiben ohne Tastatur?“ Schließlich will sie ja mit dem iPad auch arbeiten. „Die Tastatur kommt automatisch, wenn das iPad weiß, was Du machen willst“, doziert Felix. Anstatt einer physischen Tastatur hat Apple dem iPad eine Soft-Tastatur eingebaut. Sie wird bei Bedarf automatisch auf dem Bildschirm eingeblendet. „Ach so…“, und schon fängt Mami an, auf der Soft-Tastatur zu tippen. „Ganz schön schnell“, kommentiert Felix. „Ja klar, aber es fühlt sich auf der Fingerspitze ganz komisch an. So hart, stumpf und nichts sagend!“ resümiert die Mutter: „Mit Eurem Zwei-Finger-Adler-Such-System kommt man wohl schnell zurecht. Aber jemand, der mit zehn Fingern wie ich schreibt, fehlt die Rückmeldung von der Fingerspitze“. Die Soft-Tastatur ist für die Mutter offensichtlich nicht optimal. Abhilfe schafft am folgenden Tag eine kleine separate Tastatur, die über Bluetooth mit dem Gerät verbunden ist.

14 Tage später

Felix fragt nach den Erfahrungen seiner Mutter mit dem iPad:

Felix:      Wie waren denn nun die ersten zwei Wochen seit der Stunde Null mit dem iPad ?

Mutter:     Mir geht es gut und dem iPad auch. Es ist schön leicht, sieht gut aus, und ich habe es oft angemacht, meistens zum Surfen im Internet, um kurz nach Infos zu suchen.

Felix:      Machst Du auch etwas Dienstliches mit dem iPad?

Mutter:     Ja, es ist das Suchen im Internet oder Dokumente und private E-Mails lesen und schreiben. Aber so richtig schreiben d.h. ein Dokument erstellen, das habe ich erst seit zwei Tagen gemacht.

Felix:      Liegt es an der Tastatur?

Mutter:     Ja, längere Textpassagen mit iPad & Soft-Tastatur zu schreiben ist im Zehn-Fingersystem mühsam. Dein Vater hat mir ja deshalb eine „echte“ Tastatur für das iPad gekauft. Damit ist das Problem gelöst.

Felix:      Würdest Du diese Lösung mit externer Tastatur auch anderen empfehlen?

Mutter:     Ja, zumindest den Usern, die lange Texte mit dem iPad schreiben wollen und dies im Mehrfingersystem tun.

Felix:      Würdest Du anderen Leuten das iPad empfehlen?

Mutter:     Das kommt darauf an. Zunächst ist es eine persönliche Entscheidung, ob man so viel Geld ausgeben möchte. Man kann heutzutage ein Netbook für deutlich weniger Geld bekommen – mit echter Tastatur, USB, DVD-Laufwerk, Speicherkartenleser und Kamera. Das iPad ist ein Gerät, das kaum mehr kann als ein solches Netbook – aber es ist eben anders. Es gibt sicher auch niemanden, der ein iPad essentiell braucht. Aber wenn man einmal damit gespielt, Foto geguckt, Videos geschaut und gearbeitet hat, dann bekommt man relativ schnell das Gefühl, es nicht wieder hergeben zu wollen.

Felix:      Stichwort USB: Du hast es am Anfang doch vermisst, dass es keine USB-Schnittstelle gibt. Ist das immer noch der Fall?

Mutter:     Da bin ich etwas unsicher. Heutzutage läuft jeder mit einem oder gar mehreren USB-Sticks durch die Gegend. Deswegen hat man das Gefühl, ein Gerät, das keinen USB-Anschluss hat, ist nicht „voll zurechnungsfähig“. Aber ich muss zugeben, dass es Situationen gab, wo ich gern eine USB-Schnittstelle gehabt hätte.

Felix:      Wie ist Deine kurze Bewertung zum iPad ?

Mutter:     Es ist ein perfektes Gerät für Technikfremde und Computer-Freaks, für jüngere und ältere Nutzer. Es ist im Vergleich zu einem Notebook viel bequemer, nach Belieben das iPad einzuschalten und unverzüglich Fotos und Videos anzuschauen, Musik zu hören, Texte zu lesen und vieles mehr.

fwschau

 

Welche Verträge verträglich?

Wie teuer ist ein Netz-Vertrag für eine „3G“-Version. Ein Vertrag kostet 9,99 € monatlich und mehr. Es ist abhängig davon, ob man schon einen Handy-Vertrag mit der Firma hat oder nicht. Darüber hinaus unterscheiden sich die Tarife in der Bandbreite, zulässigen maximalen Datenmenge usw. Es gilt: je freier desto teurer. Selbst in der vermeintlich absoluten Freiheit (= Flatrate) existieren verschiedene Klassen (z.B. Datenmengenobergrenze).

 


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