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Smartphone- Akku und Stromfresser

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Ladeanzeige-eines-iphone ©T-Online

Vorbei sind die Zeiten, wo das Handy einmal in der Woche oder sogar in noch längeren Abständen, einmal an die Steckdose musste. Legendären Handys wird nachgesagt, man habe sie vor Jahren in einer Schublade vergessen und heute sind noch drei Balken der Akkuanzeige zu sehen. Der Knackpunkt: heute ist das “Handy” gar keines mehr! Es ist ein Computer, der auch noch telefonieren kann. Betrachtet man den Markt der Tablet`s, stellt man fest, selbst das können die meisten Modelle nicht mehr. Nun kann man darüber streiten, ob es ein ästhetischer Genuss ist, mit einem 10-Zoll-Tablet am Kopf zu telefonieren oder mit einem design-technisch unterirdischem Headset ein vermeintliches Selbstgespräch zu führen. Jedenfalls fressen die Funktionen dieser modernen Kommunikationsrollatoren erheblich Energie, die aus dem Akku gespeist werden muss. Dieser muss heute fast täglich an die Ladestation. Manchmal, modell- und funktionsabhängig, ist schon nach wenigen Stunden Ebbe im Energielager.

Smartphone-Akkus laden – aber richtig

Neues Smartphone in Betrieb nehmen heißt heute nicht mehr, erst mal komplett den Akku laden und dann anmachen. Die modernen Lithium-Ionen-Akkus kennen keinen Memory-Effekt mehr und müssen auch nicht bis zum letzten Prozent entladen werden, um volle Kapazität beim Laden erlangen zu können. Neue Akkus sollte man die ersten zwei, drei Male wirklich vollständig aufladen lassen. Das System lernt, wie die wirkliche Kapazität aussieht. Auch ist es normal, wenn nach dem Aufladen auf 100 Prozent das Netzkabel gezogen wird und die Anzeige nur noch 98 % anzeigt. Die Akkus lassen sich gar nicht zu 100 Prozent aufladen und sie verbrauchen auch während des Ladens Energie.  So fehlen schon beim abnabeln vom Netzstecker ein paar Prozentpunkte wie von Geisterhand.

Flugmodus

Flugmodus einschalten, verkürzt die Ladezeit

Den Rat, den Apple für das iPhone ausgibt, kann aber auch durchaus als monatliche Pflege aller anderen Handyakkus durchgeführt werden:  Bei Apples iPhone ist der Akku auf das Handy zugeschnitten – und wohl deshalb auch fest im Mobiltelefon verbaut. Um dem iPhone-Akku ein möglichst langes Leben zu bescheren, empfiehlt Apple, einmal im Monat den Batteriestrom stets komplett zu verbrauchen und  komplett aufzuladen. Modernen Akkus macht es nichts aus, mal schnell zwischendurch ans Netzkabel und die mickrigen 15 Prozent auf 50 hoch puschen. Auch ist es kein Problem, den Akku bei einem Rest von 10-20 Prozent jeweils nachzuladen. verlassen sie sich ruhig auf die Systemmeldung, die sie auffordert den Akku zu laden. Ein guter Trick, die Ladezeit erheblich zu verkürzen ist: Schalten sie den Flugmodus ein. Dann verbraucht das Gerät kaum Energie, wenn das Display auch aus ist, und alle Ladekapazität landet sofort im Akku. In der Regel lädt sich ein leerer Smartphone-Akku im Flugmodus innerhalb von nur 20 Minuten bis zu 75 Prozent auf. Danach nur daran denken, den Flugmodus wieder abzuschalten.

Die Mär vom erhitzen oder schockfrosten des Akkus können sie getrost vergessen. Optimal ist eine Temperatur zwischen 10 und 2o Grad Celsius. Wenn sie ein Gerät mit losem Akku haben und mit mehreren arbeiten, dann ist ein normaler Kühlschrank kein schlechter Aufbewahrungsort. Nur ins Gefrierfach gehört kein Akku. Auch sollten sie im Sommer das Smartphone nicht auf dem sonnendurchflutetem Armaturenbrett des Autos lagern. Hitze schädigt, wie Frost auch, die Lebensdauer. Ebenso könnte der Akku sich ausdehnen und platzen. Eine Brandgefahr ist dagegen sehr gering.

Für alle, die ihren neuen Kommunikationsbegleiter sehr intensiv nutzen muß oder will, ohne eine Stromquelle zur Verfügung zu haben, der kann sich sogenannte Akkubanken, also externe Akkus, als Energiequelle zulegen. Diese kosten heute zwischen 20 – 30 Euro und haben Kapazitäten, die die des Smartphones bis zum 10-fachen übersteigen können. Diese Zuhause aufgeladen, liefern dann unterwegs Energie. Schlank, oft in einem ähnlichen Format wie das Smartphone selbst, sind sie heute ein hilfreiches Zusatzteil.

Stromfresser kontrollieren

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Manuell die gewünschte Display-Helligkeit einstellen

Eine Vielzahl von Funktionen laufen im Smartphone im Hintergrund ab. Diese Geräte haben ein Betriebssystem, wie ein PC, dass die Grundaufgaben aufrecht erhält. Eine bestimmt Grundlast an Verbrauch wird für die Bereitschaft des Smartphones benötigt. Viele von denen kann der Nutzer aber kontrollieren und auch abschalten.

Das Display ist sicherlich eines der größten Energiefresser. Schauen sie mal unter Einstellungen/Energieoptionen in den Akkuverbrauch. Da wird aufgezeichnet, was die Energie zehrt. Das Display steht hier so gut wie immer mit Abstand an erster Stelle. Die bequeme Funktion, die Helligkeit an die Umgebung anzupassen ist nicht besonders hilfreich beim Energiesparen. Stellen sie manuell die gewünschte Helligkeit ein. In den allermeisten Fällen kommen man mit einem viel niedrigerem Wert zu zurecht.

Weitere energiehungrige Funktionen am permanentem Fressen zu hindern ist durchaus kein Problem. WLan/GPS/Bluetooth oder Datendienste braucht man nicht permanent. Wlan wird oft nur Zuhause, im Büro, Hotel oder bei einem bekannten Hotspot genutzt. Ist dieser Dienst aber immer “on” sucht er ein permanent ein Netzwerk. Das kostet erheblich Energie. Den GPS-Dienst braucht man eigentlich nur, wenn man das Smartphone auch als Navigationssystem nutzt. Gut, wenn sie von Apple, Google, WhatsApp und Co. natürlich immer und überall gefunden werden wollen, dann brauchen sie diesen Dienst permanent. Wenn nicht, dann saugt dieser Dienst den Akku durchaus in zwei Stunden leer. Vor allem, wenn das Gerät z.B. in einem Raum liegt, in dem kein Signal des GPS-Dienstes empfangen werden kann.  Die Datenübertragung per Bluetooth macht auch nur Sinn, wenn sie das Smartphone auf diese Weise mit dem Autoradio, Headset oder ähnlichem zur Nutzung verbinden möchten.

Der Datendienst, der die Verbindung zum Internet herstellt wenn z.B. kein WLan zur Verfügung steht, ist heute fast immer angeschaltet. Jetzt “horcht” das Smartphone permanent, ob es eine neue Nachricht über ein soziales Netzwerk, eine E-Mail oder Sondermeldung vom Newsdienst gibt. Wer stets online sein will, der muss mit kürzeren Akkulaufzeiten leben. GRPS/UMTS/LTE sind Datenprotokolle, die die Geschwindigkeit des Netzes steuern. Ein aktueller Stromfresser ist bei modernen LTE-fähigen Geräten gerne ein eingeschaltetes LTE-Protokoll, obwohl es gar kein LTE-Angebot gibt oder ein solches in dem Vertrag des Nutzers nicht enthalten ist. Das Smartphone versucht, sich permanent in ein solches Netz einzubuchen oder ein solches zu finden. Dann ist der Akku auch in kurzer Zeit leer.

Haben sie eine sog. Flatrate, die durch ein Datenvolumen begrenzt ist, dann ist auch noch daran zu denken, dass es bei Datenpaketen über dem vertraglich vereinbarten Volumen zu weiteren Kosten kommt. In der Regel ist die Überschreitung des gekauften Volumens auch mit einer erheblichen Geschwindigkeitsminderung verbunden.

Diese Funktionen können mit ganz wenigen Wisch`s an- und abgeschaltet werden. Entweder über das Einstellungsmenü des Gerätes oder per App, die auf Fingerdruck einen solchen Dienst schalten lässt. Damit können Akkulaufzeiten erheblich beeinflusst werden.

Paul Pawlowski (PP)




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