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Vogel-Drohne „Maveric“ revolutioniert Aufklärung

Vom Boden aus kaum als Maschine zu erkennen – Einsatz in US-Militär

Insektendrohne

Vogeldrohnen die auf Stromleitungen sitzen und durch Induktion ihre Batterie laden können sowie Insektengroße Geräte: Die US-Luftwaffe will dies bis maximal 2030 Serienreif haben

Drohnen, die aussehen wie Vögel, setzt das US-Militär neuerdings ein. Als Tool für seine Kampfsoldaten hat das Pentagon bei der US-Firma Prioria Robotics, http://prioria.com, nun 36 sogenannte „Maverics“ bestellt, wie das Technologie-Magazin Wired berichtet. Die Drohnen können von einem einzelnen Soldaten verwendet werden und sollen für Aufklärungszwecke bei Spezialoperationen noch im Dezember zum Einsatz kommen.

Einhändiger Start möglich

Das Problem mit bisherigen Drohnen ist, dass sie eben aussehen wie Drohnen. Folglich waren sie bislang leicht zu erkennen und damit eine einfache Zielscheibe. Die Vogel-Optik schafft Abhilfe. Das Hightech-Fluggerät wiegt nur rund ein Kilogramm und lässt sich mit nur einer Hand in die Luft befördern. Der künstliche Vogel erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 105 Kilometern in der Stunde. „Es gab eine Anforderung von Spezialeinheiten für ein Fluggerät, das natürlich und biologisch aussieht“, erklärt Derek Lyons von Prioria Robotics. Nach Angaben der Firma trainieren Spezialkräfte bereits mit Maveric, der pro Einheit zwischen 100.000 und 200.000 Dollar kostet. Die Drohne kann auch aus einem nur 15 Zentimeter dicken Rohr „abgefeuert“ werden, da sie flexible Schwingen hat, die sich dann erst entfalten. Wenn sie 100 Meter Höhe erreicht, erscheint sie vom Boden aus lautlos.

Nur filmen, nicht angreifen

Der Robotervogel kann aber sogar in Höhen von über siebeneinhalb Kilometern fliegen. Die Batterie reicht nur eine Stunde, kann aber in 30 Sekunden ausgetauscht werden. Die Drohne kann auf einem Feld landen oder in einem Netz aufgefangen werden. Ihre Kamera ermöglicht Überwachung und Aufklärung, im Herstellerfilm auf YouTube macht Maveric auch Infrarot-Aufnahmen und soll zudem andere Ausrüstung tragen können. „Es ist unser Ziel, den Kampfsoldaten zu unterstützen“, erklärt Prioria-Robotics-Chef Bryan da Frota. „Wir glauben, in dem Maße wie sich Missionen ändern und entwickeln, wird Maveric eine wichtige Komponente zum Erreichen dieser Missionen werden.“ Die Drohne soll jedoch zurzeit bei Kampfhandlungen keine Verletzungen an Feinden verursachen. Für welche Einsätze genau die US-Armee die Maverics so dringend braucht, ist nicht bekannt.

Sepp Spiegl (Quelle: www.pressetext.de)


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