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Trotz Megaschulden: Griechen wollen Euro behalten

Nur 18 Prozent für Drachme – IWF stundet Rückzahlung bis Ende Juni

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Parlament in Athen: Bevölkerung will den Euro

Einer aktuellen Umfrage des griechischen Meinungsforschungsinstituts Alco nach, wollen knapp drei Viertel der Griechen trotz gigantischer Staatsverschuldung auch weiterhin mit dem Euro bezahlen. Im Vergleich dazu würden lediglich 18 Prozent lieber zur früheren Drachme zurückkehren.

Ungeschickte Verhandlungstaktik

Die Verhandlungstaktik der neugewählten Regierung des südeuropäischen Landes bewertet fast jeder zweite Grieche (47 Prozent) als mehr oder weniger ungeschickt. Nur 39 Prozent halten die Strategie um Regierungschef Premier Alexis Tsipras dagegen für richtig. Käme es am Sonntag hingegen zur Wahl, würden er mit seiner Linkspartei Syriza mit 31,3 Prozent gewinnen. Die Konservativen bekämen 20,4 Prozent. Drittstärkste Kraft wäre die pro-europäische Partei der politischen Mitte To Potami mit 5,2 Prozent.

Das vor der Staatspleite stehende Griechenland sollte dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eigentlich bis letzten Freitag, 300 Mio. Euro Unterstützungsgelder zurückzahlen. Nachdem Tsipras die seiner Meinung nach „extremen Forderungen“ abgelehnt hatte, soll es nun einen Zahlungsaufschub geben. Dem IWF reicht es laut einem offiziellen Statement nun aber aus, wenn das Geld erst Ende Juni zusammen mit den anderen im Juni noch fälligen Tranchen im Gesamtausmaß von rund 1,6 Mrd. Euro gezahlt wird.

Sepp Spiegl (Quelle: www.pressetext.de)





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