- Anzeige -

Tagesschaum

Friedrich Küppersbusch
©WDR

Hier seine besten Sprüche vom 20.September:

Am kommenden Sonntag erlaubt uns die Große Koalition, ihre immerwährende Herrschaft durch einen festlichen Wahlakt zu besiegeln.

Die SPD hat sich im Wahlkampf nur einmal richtig aufgeregt: Als Frau Merkel sich erfrechte, zu behaupten, man sei nicht einer Meinung in der Europapolitik.

Steinbrück bringt alles mit, was ein Sozi für eine Große Koalition draufhaben muss: Neben Mutti sitzen und weinen.

2005 wollte die CDU, dass die Mehrwertsteuer mehr wird. 2 Prozent. Die SPD wollte Null. Kompromiss nach zähem Ringen: 3 Prozent mehr. Das macht natürlich den Sozis Angst vor Angela Merkel, die noch jeden in Grund und Boden koaliert hat.

Prompt streuen interessierte Journalisten schon mal: Keine Angst Sozis, sie macht es, aber nicht mehr lange. Das könnte die SPD anlocken. Die denkt sich dann: Wir regieren die in Rente. Und dann wird geerbt.
Viele Wähler wünschen sich Merkel mit einem kompetenten Sozialbeirat. Mit einer SPD, die im Grunde keine andere Meinung hat. Also im Grunde das, was wir jetzt schon haben.

Kommenden Sonntag kullert der dicke Kreuzer Demokratie an unsere Tankstelle und ruft lässig arrogant wie alle vier Jahre: Einmal volltanken mit Legitimierung, bitte.

Der Wahlkampf pfeift mit Getöse aus dem letzten Loch. Sonntagabend ist der Pfeifton weg. Und das Ergebnis da. Oder es pfeift weiter und wir haben Tinnitus.

Im Verlauf der zurückliegenden Sendungen haben wir jeden beleidigt, der darum gebeten hatte. Oft genügte ein leises Flehen. Liebevoll haben wir uns vor allen Dingen den Unterbeleidigten zugewandt. Die Redaktion hat vor Sorgfalt Sorgenfalten. Ich persönlich werde mich unmittelbar nach dieser letzten Sendung in ärztliche Behandlung begeben, um die schmerzhafte Erektion in meinem moralischen Zeigefinger wegzubekommen.

 

 

mehr zu dem Thema:

  • 32
    Seit den 70er Jahren wissen wir, dass auf uns große demografische Veränderungen zu- kommen. Gab es deswegen große Demonstrationen? Fehlanzeige! Heute sind wir 40 Jahre weiter. Sind wir wirklich weiter? Gefühlt beginnen wir erst jetzt, den demografischen Wandel politisch zu begreifen. Kritische Anmerkungen zum 2. Demografiegipfel in Berlin.
    Tags: für, schon, große, man, mehr, nur, noch, uns, merkel, um
  • 31
    Eigentlich ist er Geologe. Dennoch hat er sein komplettes Berufsleben millionenschweren Immobilien gewidmet. Finanzverwaltung gehörte dazu. Vor seinem 50. Geburtstag drückte die Last der Verantwortung zu schwer. Eine lebensbedrohliche Krankheit war die Folge. Thomas (57) warf Jahr für Jahr mehr beruflichen Ballast über Bord. Familie und Hobbys wurden ihm wichtiger.…
    Tags: dann, hat, für, noch, haben, seinem, muss, nur, schon, mich
  • 30
    "Flüchtlinge" - dieser Begriff ist für die "Gesellschaft für deutsche Sprache" (GfdS) in Wiesbaden das "Wort des Jahres 2015". Das ist nicht sonderlich fantasievoll, wohl aber angesichts der Lage in Deutschland und anderswo in Europa brandaktuell. Und daran wird sich aller Voraussicht nach auch in den nächsten Jahren kaum etwas…
    Tags: uns, noch, für, nur, keine, mehr, um, angst, hat, natürlich




--- ANZEIGE ---

Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden