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Gesellschaft

Tiefer Schmerz in Stein gehauen

Trauer und Schmerz.. Käthe Kollwitz verdichtete in ihrer Kunst menschliche Dramen. Zu den ersten Opfern im Ersten Weltkrieg gehörte ihr Sohn Peter. Ihr Leiden gestaltete sie in Stein: „Trauernde Eltern“ dokumentiert die innere Erstarrung auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Belgien. Die zwei sind ein einziges Bild unendlicher Trauer, ein trauerndes Elternpaar. Käthe Kollwitz, die große Zeichnerin vor allem der kleinen und geknechteten, im Schatten des Lebens stehenden Menschen hat es geschaffen und ihm zugleich auch diesen Namen gegeben.


Die Hölle im Hürtgenwald

Hürtgenwald – für viele Deutsche und Amerikaner auch 73 Jahre nach den brutalen Schlachten 1944/45 in der Eifel noch immer das Synonym für die Schrecken des Krieges. Besonders schlimm ging es seinerzeit in der „Allerseelenschlacht“ zu. Vereinzelt spross allerdings auch das Pflänzchen Menschlichkeit.


Wenn Staat und Wirtschaft eins sind

Die Welt ist im Umbruch. Wir erleben eine historische Zeitenwende. Die wirtschaftlichen und politischen Strukturen, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind und den westlichen Industrieländern, insbesondere den USA, eine dominierende Stellung verschafften, verändern sich grundlegend.


Provokation? Längst überfällig!

Ein Buch macht Furore. Ein Bürgermister berichtet aus seinem Alltag beim Versuch, die Aufnahmeprobleme wegen der vor allem seit 2015 ins Land strömenden Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber zu bewältigen. Die stellen sich so oder ähnlich in hunderten von Kommunen. Aber dieser Bürgermeister ist ein Grüner. Und das Buch heißt: „Wir können nicht allen helfen“. Damit sticht der Tübinger OB, Boris Palmer, in ein gesellschaftspolitisches Wespennest.


Tag der deutschen Einheit: Annäherung im Schleichgang

Am 3. Oktober jährt sich der Beitritt der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik zum 27. Mal. Doch noch immer gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West – was nicht zuletzt auch in den Wahlergebnissen der AfD bei der Bundestagswahl gezeigt hat. Der „Aufbau Ost“ geht weiter, aber im Schleichgang.


Was auf Deutschland zukommt

Deutschland als globale Führungsmacht? Seit vielen Jahren wird diese Forderung erhoben ­­– und dies noch verstärkt, seitdem in den USA Donald Trump regiert und der Populismus an Boden gewinnt. Die Bundesrepublik als Stimme der Vernunft, welche liberale Freiheiten verteidigt und Rationalität über Emotionen stellt: So wird Deutschland von außen gerne gesehen.


Sanddorn: Der Fitmacher, den schon Dschingis Khan nutzte

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Diesen Spruch hatten in der früheren DDR möglicherweise manche im Kopf, die, um ihren Vitaminbedarf zu decken, zu Sanddorn statt zu Südfrüchten griffen. Und mit dem Sanddorn hatte man schließlich eine alternative „Vitamin-Bombe“ zur preiswerteren Verfügung.


Was sich die Jungen von der Politik wünschen

Die deutschen Parteien laufen Gefahr die jüngere Generation aus dem Blick zu verlieren. Die durchschnittlichen Wählerinnen und Wähler von CDU und SPD sind 52,8 Jahre alt, der Anteil an Rentnerinnen und Rentnern sowie Pensionären ist stark gestiegen. Doch bei der Bundestagswahl am 24. September können auch 9,4 Millionen Wahlberechtigte zwischen 18 und 30 Jahren ihre Stimme abgeben. Das sind gut 15 Prozent aller Wahlberechtigten.


Die Realität lässt grüßen

Insgesamt hat Macron einen sehr aktiven Start in die Präsidentschaft hingelegt und auch schon viel erreicht. Sein erster und wichtigster Erfolg war, dass er sich die parlamentarische Mehrheit sicherte, was zuvor unmöglich schien, weil seine Partei erst ein Jahr zuvor als Bewegung gegründet worden und noch nie zu einer Wahl angetreten war.


Das Beamtenparlament

Ist der Deutsche Bundestag wirklich der Querschnitt des Volkes? Sind tatsächlich alle Seiten und Berufsgruppen unseres Staates darin vertreten? Nein! Im Laufe der Jahre haben sich deutlich die Gewichte verschoben. Schon in den vergangenen Sitzungsperioden hat sich der relative Anteil von Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes im Vergleich zu anderen Bevölkerungs- und Berufsgruppen immer mehr vergrößert. Und abgenommen hat die Zahl von Selbständigen, Handwerkern und Bauern. Grund: Vertreter des Öffentlichen Dienstes besitzen einen unschlagbaren Wettbewerbsvorteil. Bundestag – Volksvertretung?