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Gekündigte Klimaabkommen

Jubel beim 21. Weltklimagipfel in Paris 2015

Vor kurzem verkündete Donald Trump, dass sich die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen werden. Nachdem sich Politiker und Journalisten einhellig darin überschlagen haben, den Schritt zu verurteilen, muss hier eine Stimme der Vernunft erhoben werden.

Weder ist das Pariser Klimaabkommen ein Fortschritt für Mensch und Planet, noch ist es der beste Weg, um eine Defossilisierung des Energieverbrauchs zu bewirken. Dass im Jahr 500 von Luthers Reformation auch mit Unterstützung der Kirchen ein wirkungsloser Ablasshandel eingeführt werden soll, nimmt zudem Wunder.

Fehlgelenkte Subventionen

Als Ende 2015 das Pariser Klimaabkommen abgeschlossen wurde, jubelten Politiker und Medienvertreter lautstark. Doch warum eigentlich? Das Klimaabkommen, wenn es komplett erfüllt wird, reduziert auch nach den Daten des Weltklimarates die Erdtemperaturen bis zum Jahr 2100 nur um 0,05 Grad Celsius, wie Björn Lomborg vorgerechnet hat. (Björn Lomborg ist ein dänischer Politikwissenschaftler, Dozent, Statistiker und Buchautor. Er lehrt an der Copenhagen Business School und leitet das Copenhagen Consensus Center; Anm.d.Red.). Es ist also weitgehend wirkungslos. Gleichzeitig hat Lomberg auch errechnet, dass es zu weltweiten Kosten von ein bis zwei Billionen (!) US-Dollar führen wird – jährlich. Ein Teil dieser Kosten sind den politischen Maßnahmen der Staaten geschuldet, die hohe Subventionen beschlossen haben für Technologien, die eigentlich schon marktreif sind wie Wind- oder Solarenergie. Oder sie finanzieren den Einsatz von Technologien, die noch Jahrzehnte fern sind von der Marktreife wie beispielsweise Stromspeicher und Elektromobilität, statt für einen Bruchteil der Kosten deren Erforschung zu fördern.

Ein anderer Teil dieser Kosten sind für Transferzahlungen an ärmere Staaten vorgesehen, die – nach allen bisherigen Erfahrungen – im Wesentlichen den Lebensstandard der dortigen Regierungsvertreter erhöhen, aber kein einziges der wahren Probleme lösen werden.
(…)
Dennoch wird das Pariser Klimaabkommen wie vieles andere in diesen Tagen oft als „alternativlos“ bezeichnet. Dabei gäbe es deutlich bessere und wirkungsvollere Maßnahmen, um Menschen und Umwelt zu helfen, die gleichzeitig wesentlich geringere Kosten verursachen würden.
(…)

Verödende Kulturlandschaften

Die gesamte moderne Geschichte der Menschheit ist eine der Abkopplung von Wetterunbilden. (…). Die Menschheit hat gelernt, mit wechselnden Wetterbedingungen und mit Naturkatastrophen umzugehen. Und so ist es auch logisch, dass in entwickleten Ländern, in denen die Technik weit entwickelt ist, Stürme und Überflutungen wesentlich weniger Menschenleben kosten als in armen Ländern. Die großen Nordsee-Sturmfluten des letzten Jahrtausends wie die große Manndränke 1362 und die Weihnachtsflut 1717 forderten viele zehntausende Tote und sorgten dafür, dass die Binnenstadt Jever immer wieder mal zur Hafenstadt wurde, weil das Meer so viel neu gewonnenes Land hinter den unzureichenden Deichen zurückholte. Dagegen hinterließen die wesentlich höheren Sturmfluten der Jahre 1976 und 1990 kaum mehr als zeitweise überflutete Campingplätze.

Umgekehrt kosten unsere klimapolitischen „Rettungsmaßnahmen“ wie der Windkraftausbau und die energetische Nutzung von Biomasse hierzulande jedes Jahr Tausende von seltenen Wildtieren das Leben. Während diese Maßnahmen kein Gramm CO2 einsparen und damit dem Eisbären nichts nutzen, veröden unsere Kulturlandschaften zu Industrieflächen, auf denen kein Vogel singt und keine Biene summt. Den „stummen Frühling“ haben nicht Umweltgifte, sondern eine unsinnige Energiepolitik bewirkt.
(…)                                         

Dr. Björn Peters ist Ressortleiter Energiepolitik beim Deutschen Arbeitgeberverband e.V., Wiesbaden, und Mitbegründer der Unternehmens- und Politikberatung „Peters Coll.“
Bei dem hier veröffentlichen Beitrag handelt es sich um einen Auszug aus einem Fachbeitrag des Autors, der unter dem Titel „Gekündigte Klimaabkommen“ beim Deutschen Arbeitgeberverband erschienen ist. Der vollständige Beitrag ist aufrufbar unter:

https://www.deutscherarbeitgeberverband.de/energiefrage/2017/2017_06_05_dav_aktuelles_energiefrage_23_gekuendigtesKlimaabkommen.html

 

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