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Top- und Flop-Berufe 2017

Welcher Karriereweg sollte eingeschlagen werden, um das meiste Gehalt zu verdienen? In welchen Berufen erhalten Beschäftigte eher niedrige Gehälter? Jedes Jahr ermitteln wir eine Liste der Best- und Schlechtverdiener quer über alle Berufe ohne Personalverantwortung. Das bedeutet, es werden keine Chefs oder Abteilungsleiter untersucht. Diese sprengen gerne mal die Statistik, da hier die Gehälter zum Teil sehr weit auseinander gehen. Für die aktuelle Analyse haben wir 203.307 Gehaltsdaten ermittelt.

Die Top 10 der bestbezahlten Berufe Deutschlands

Wie bereits im letzten Jahr haben es auch in diesem die Oberärzte auf den ersten Platz geschafft. Sie erhalten jährlich 116.937 Euro und gelten damit als Spitzenverdiener in Deutschland. Im Normalfall sind Oberärzte jedoch nicht für Personal verantwortlich, sondern übernehmen in diesen Angelegenheiten eine Beraterfunktion.

An zweiter Stelle befindet sich der Facharzt mit rund 78.000 Euro im Jahr. Im Vergleich zum Oberarzt ist das ein Unterschied von rund 38.000 Euro. Das Gefälle ist deswegen so stark, weil sich die Verantwortungen und Spezialisierung stark unterscheiden.

Der Unterschied zwischen Fach- und Oberarzt

Nachdem der Spezialisierung als Assistenzarzt folgt der Facharzt-Titel. Für den Oberarzt an Universitätskliniken wird zusätzlich noch eine Habilitation bzw. Professur vorausgesetzt. Der Oberarzt trägt im Unterschied zum Facharzt die medizinische Verantwortung für selbstständige Funktionsbereiche und Teile in der Klinik. In dieser Funktion sind sie mit Abteilungsleitern vergleichbar. Zusätzlich leiten sie ein Team von Assistenzärzten und springen im Notfall als behandelnder Arzt ein.

Top-Verdiener: akademische Laufbahn ist die Regel

Laut Auswertung belegt der Fondsmanager den dritten Platz mit rund 75.800 Euro. Zu seinen Aufgaben gehören sämtliche Anlagestrategien. So entscheiden sie an der Börse, welche Wertpapiere erworben und wie lange diese behalten werden sollen.

Corporte Finance Manager verdienen mit 75.420 Euro knapp weniger als ihre Kollegen aus dem Fond-Geschäft. Hinter diesem Begriff versteckt sich die Unternehmensfinanzierung, wozu Risikobewertung, Ermittlung des Unternehmenswertes und Investitions-/Finanzierungsrechnungen gehören.

Doch auch ein Blick auf den Rest der Top 10-Liste zeigt, dass für einen gut bezahlten Beruf zumindest eine akademische Ausbildung gebraucht wird. Auf diesen Gebieten dominieren die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Für Patent- und Vertriebsingenieure werden ein jahrelanges Studium und einige Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt – Gleiches gilt für Rechtsanwälte. Die Gehaltsspannweite für diese Berufe liegt zwischen 72.000 bis 74.000 Euro. Eine gesamte Übersicht über die Top 10 gibt es in der untenstehenden Tabelle.

Die Flop-Berufe 2017

Das geringste Gehalt laut unserer diesjährigen Auswertung erhält der Zimmerservice. Beschäftigte in diesem Bereich kommen auf 19.373 Euro jährlich. Im Vergleich zum Topverdiener ist das ein Unterschied von fast 100.000 Euro.

Es folgen Küchenhilfen mit einem Jahresgehalt von 20.045 Euro. Friseure erhalten wiederum jährlich 21.408 Euro und Kellner 22.272 Euro. Bei Call Center Assistenten geht es aufwärts mit 24.778 Euro. Kassenpersonal und Rezeptionisten verdienen rund 25.000 Euro und bei Zahnarzthelfern und Berufskraftfahrern liegt das Gehalt bei rund 27.000 Euro. Eine übersichtliche Darstellung der Berufe zeigt die nachfolgende Tabelle.

Zu viele Bewerber für zu wenig Stellen

Die Berufe mit vergleichsweise geringem Gehalt stammen vorrangig aus der Gastronomie und Dienstleistungsbranche. Da diese Berufe relativ schnell zugänglich sind, gibt es eine hohe Bewerberanzahl für diese Stellen. Dadurch entsteht eine Übersättigung an Arbeitskräften für diese Berufsarten, weshalb die Löhne zusätzlich gedämpft werden können. Darüber hinaus spielen Faktoren wie die Kapitalstärke der Branche sowie die Komplexität der Arbeit und Anforderungen an die Beschäftigten eine entscheidende Rolle.

Eine ausführliche Auflistung zu diesem Thema gibt es in unserem „Berufe ohne Lehre“-Beitrag.

Die Weiterbildung als Sprungbrett

Eine Weiterbildung kann dem Gehalt schnell auf die Sprünge helfen. Besonders für ungelernte Kräfte sind Fortbildungen oftmals der einzige Weg, um beruflich aufzusteigen. Mittlerweile gibt es ein breitgefächertes Angebot an Weiterbildungsarten. Neben Fern- und Abendschulen gibt es auch das spezielle „Training on the Job“ und digitale Kurse mit Lehrmaterial und den dazugehörigen Prüfungen.

Möglich ist auch ein berufsbegleitendes (Fern-) Studium oder Abitur. Oft hilft auch der Arbeitgeber bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsmöglichkeiten, daher ist es wichtig sich selbst für seine Bildung zu engagieren. Wir empfehlen hier immer den Dialog mit dem Arbeitgeber.

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