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Austauschverbot für Arzneimittel

Die Zauberformel, Generika dämpfen die Kosten im Gesundheitswesen, wird immer mehr entzaubert. Neben den Grauimporten oder gar Fälschungen, sind jetzt immer mehr indikative Gründe, die ein Stopp der „Aut-idem-Regelung“ bewirken. Wirkstoffgleich ist nicht immer identisch! Dieses kann zur einer Gefahr werden.

Hierzulande sind Apotheker gemäß § 129 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) verpflichtet, bei einer „aut-idem-Verordnung“ ein Rabattarzneimittel abzugeben. Man verspricht sich dadurch Einsparungen im Arzneimittelbereich. Der Zusatz „aut idem“ erlaubt es dem Apotheker, dem Patienten anstelle des genannten ein anderes, wirkstoffgleiches Medikament auszuhändigen. Dieses kann der verordnende Arzt auf dem Rezept ausschließen, wenn er das extra dafür vorgesehene Feld auf dem Rezept eines gesetzlich Versicherten ankreuzt.

Unabhängig von dem Ausschluss des Arztes, einer Abgabe eines Alternativmittels, gibt es eine Liste, die dieses generell untersagt. Die Liste jener Arzneistoffe, die nicht mehr gegen kostengünstigere wirkstoffgleiche Präparate ausgetauscht werden dürfen, wächst: Mittlerweise sind sieben Wirkstoffe von dieser „Aut-idem-Regelung“ ausgeschlossen.

Dabei handelt es sich um Arzneimittel, bei denen bereits kleine Abweichungen im Blutspiegel die Wirkung verändern können. Betroffen sind drei Mittel gegen Herzschwäche, das Antiepileptikum Phenytoin, die Immunsuppressiva Tacrolimus und Ciclosporin sowie das Schilddrüsenhormon Levothyroxin-Natrium.

Paul Pawlowski
Quelle:OTS/Apotheken Umschau
Foto: I-vista  / pixelio.de





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