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Virtual Reality – wohin geht die Reise?

Das VR-Gefühl soll noch realistischer und ansprechender werden ©pixabay

In den letzten Jahren hat sich so viel im VR-Bereich getan wie nie zuvor. Zu den beiden Hauptakteuren auf dem Markt, HTC Vive und Oculus Rift kam kürzlich mit der Playstation VR ein weiteren ernstzunehmender Mitstreiter auf den Markt, der es aufgrund des günstigen Preises auf die breite Masse abgesehen hat. Zuletzt konnte sich die HTC Vive mit einer Reihe von Accessoires und Zubehörteilen von der Konkurrenz abheben, die das VR-Gefühl noch realistischer und ansprechender machen sollen. So setzt HTC derzeit auf einen hohen Tragekomfort, eine gute individuelle Anpassungsfähigkeit sowie Zubehör, das für ein zusätzliches Realtitätsgefühl sorgen soll. Hierzu gehört Equipment wie eine naturgetreue Rifle-Waffe oder auch dünne und komfortable Handschuhe, die eine noch intuitivere Gestensteuerung erlauben sollen. Dieser Weg weg vom Controller hin zu natürlicherem Equipment ist sicherlich ein ernst zu nehmender Trend, der die VR-Branche verändern könnte, denn das Potenzial ist sicher riesig. Allerdings darf bei der Euphorie nicht vergessen werden, dass die meisten Spieler vor teuren Peripheriegeräten eher zurückschrecken. Dies könnte den teilweise über 200$ teuren Zubehörteilen einen Dämpfer verpassen.

Wie sieht der Markt derzeit aus?

Wenn Sie mit der Anschaffung einer VR-Brille liebäugeln, sollten Sie sich vorher mit den technischen Spezifikationen sowie den Möglichkeiten vertraut machen, die Sie mit den jeweiligen Modellen haben. Schlussendlich macht eine Anschaffung nur dann Sinn, wenn Sie die entsprechende Brille später auch wirklich nutzen. Dies werden Sie in der Regel nur dann tun, wenn eine ausreichend große Anzahl an Spielen und Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung steht, die Sie ansprechen. Während VR-Aktivitäten noch bis vor einigen Jahren nur größeren Institutionen vorbehalten waren, haben sie mittlerweile die breite Masse erreicht. Dabei wird 2016 als das große VR-Jahr in die Geschichte eingehen.

Alle Modelle bieten sowohl 3D-Sound, einstellbaren Augenabstand oder Dioptrienkorrektur sowie OLED beziehungsweise LCD-Displays mit entsprechend guter Bilddarstellung ©pixabay

Die technischen Spezifikationen der HTC Vive, Oculus Rift und Playstation VR sind relativ ähnlich. Sicherlich die Playstation VR Brille löst etwas niedriger auf, ist etwas schwerer, bietet aber einen hohen Tragekomfort. Auf der anderen Seite ist sie deutlich günstiger und es wird neben der Konsole keine weitere teure Grafikkarte oder Hardware benötigt. Auf der anderen Seite bieten alle Modelle sowohl 3D-Sound, einstellbaren Augenabstand oder Dioptrienkorrektur sowie OLED beziehungsweise LCD-Displays mit entsprechend guter Bilddarstellung. Der große Unterschied liegt sicher in der Art der Inhalte. Denn während Sie mit der VR-Brille von Sony für die Playstation auf die Inhalte beschränkt sind, die auf der PS4 abspielbar sind, können Sie mit den Brillen für den PC auf eine nahezu endlose Vielfalt an verschiedenen VR-Inhalten zurückgreifen. Aus dieser Tatsache hat sich ein regelrechter VR-Trend in verschiedensten Bereichen entwickelt. Immer mehr Videos, Trailer und Software ist VR kompatibel, sodass Sie mittlerweile beispielsweise auch klassische 2D-Anwendungen wie Casinospiele in virtueller Umgebung genießen können. Während ein Spielautomat unter VR-Umgebung einfach nur realistischer wird, sind Anwendungen bei sozialeren Spielen wie Roulette oder Poker denkbar, bei denen ein echtes Spielgefühl vermittelt werden kann. Bei großen Anbietern wie Betway wird in Zukunft sicherlich eine große Anzahl an VR-kompatiblen Spielen zu finden sein. Hiermit könnten sich Online-Kasinos noch weiter von der stationären Konkurrenz abgrenzen und sie noch attraktiver machen.

Auch der mobile Sektor ist längt um den Faktor virtuelle Realität erweitert worden. Hier begann der Trend mit AR-Anwendungen, bei denen reale Bilder dank integrierter Kamera auf dem Display um digitale und virtuelle Elemente ergänzt werden konnten. Heute findet man neben dem bekanntesten Vertreter Gear VR von Samsung zahlreiche VR-Brillen für alle gängigen Smartphones mit denen sich 360° Videos betrachten oder virtuelle Rundgänge durch verschiedene Welten durchführen lassen. Auch in diesem Bereich ist sicherlich das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Was bringt die Zukunft?

Bereits jetzt hat das junge Themengebiet Virtual Reality eine große Entwicklung hingelegt ©pixabay

Neben dem reinen Unterhaltungswert wird die VR-Technologie sich höchstwahrscheinlich in vielen verschiedenen Branchen durchsetzen und unser Leben verändern. Derzeit finden zahlreiche Entwicklungen in unterschiedlichsten Bereichen statt, die ein sehr großes Potenzial haben. Insbesondere im Bereich der Medizin oder auch der Technik wird viel von der neuen Technologie erwartet. Was für Gamer ein Kick ist, kann für die Medizin und die Technik zu einer bahnbrechenden Veränderung zukünftiger Arbeits- und Behandlungsabläufe werden.

Bei aller Euphorie um das Thema sollte man aber eines nicht vergessen: Der Massenmarkt ist aufgrund der relativ hohen Preise bisher nicht so richtig in Schwung gekommen, zumindest wenn man den Aussagen der großen Hersteller und Konzerne Glauben schenken darf. So sieht beispielsweise der Oculus-Mitgründer Jack McCauley die Zukunft des VR eher im professionellen und im mobilen Bereich, nicht aber im Bereich der PC- und Konsolenwelt. Inwiefern dies tatsächlich so eintreffen wird, hängt letztendlich natürlich von den Konsumenten ab. Fakt ist sicherlich, dass die Verkaufszahlen der Gear VR mit deutlich über 5 Millionen Stück beeindruckend sind. Allerdings dient das mobile VR für viele als „Einstiegsdroge“, wenn man das so formulieren kann. Es ist günstig, man benötigt keine zusätzliche Hardware und es ist dennoch beeindruckend, da moderne Smartphones eine entsprechend hohe Leistung bieten.

Mit fallenden Preisen der großen VR-Ausrüstungen und mit zunehmend höherer Leistungsfähigkeit moderner Rechner kann es aber durchaus noch einen großen Aufschwung im Markt geben, der heute noch nicht wirklich abschätzbar ist. Bereits jetzt hat das junge Themengebiet Virtual Reality eine große Entwicklung hingelegt und Experten sind sich einig, dass es in den kommenden Jahren weitere Entwicklungssprünge geben wird. Ob in naher Zukunft ein Großteil der Haushalte ein VR-Equipment ihr Eigen nennen wird und es sich zum festen Bestandteil in unserem Leben etablieren wird, ist jedoch mehr als fraglich. Derzeit lassen sich gewisse Parallelen zwischen der Robotik und der VR-Technologie erkennen. Auch hier gab und gibt es Szenarien, bei denen in naher Zukunft jeder einen Roboter-Helfer besitzt, der einem die Arbeit abnimmt oder bei der Pflege helfen kann. In wieweit dies realistisch ist und tatsächlich irgendwann so eintreten wird, steht allerdings in den Sternen.

Sepp Spiegl


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