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Jogging-Point

Smartphone – die Geschenkidee

Ein willkommenes Geschenk, aber welches…?
Für Schenker und Beschenkten gleichermaßen eine Herausforerung

Die Auswahl ist riesengroß. Welches von diesen technischen Wunderwerken ist das richtige für mich, diese Frage stellen sich viele potentielle Käufer – und hoffentlich diejenigen, die mit einem solchen Ding einem iOSvsANDROID1anderen eine Freude machen wollen. Damit wären wir bei der Philosophie der Hersteller und des Betriebssystems. Im wesentlichen treffen wir auf zwei große (Apple iOS und Android), einem wohl aufstrebenden (Windows 8), einem inzwischen abgehängten (Blackberry iO) und ein offenes aus der Ecke Firefox, bei dem man nicht weiß, ob es mal Bedeutung gewinnen wird.

Alles was auf diesen Smartphones läuft, basiert auf dem Zusammenspiel zwischen der Hardware, also dem Gerät selbst, und der Software, dem Betriebssystem. An der Oberfläche und in der Nutzung unterscheiden sich die Anbieter nicht wirklich. Der Teufel steckt, wie so oft, im Detail. Googles Betriebssystem Android wird in verschiedenen Varianten und Anpassungen von fast allen Smartphone-Herstellern in Telefonen und Tablet-PCs eingesetzt . Apple mit dem „iOS“-System kommt ausschließlich auf den hauseigenen Geräten wie iPhone, iPad und iPod Touch zum Einsatz. Nokia und inzwischen auch andere namhafte Hersteller setzen auch das Microsoft Betriebssystem Windows 8 mobile ein. Dieses könnte nach der verunglückten Einführung mit Win7 durchaus eine nicht unbeachtliche Chance haben. Die drei wichtigsten haben wir uns etwas näher angeschaut.

Vor- und Nachteile der Betriebssysteme

Fangen wir mit der Mutter der Touch-Smartphones an – Apple´s iOS.

iPhone-5S-mit-iOS

Das 17,4 Megabyte große Update mit der Versionsnummer 7.0.2 schloß laut Apple die bekannte Lockscreen-Lücke in iOS 7

Ein gravierendes Manko hat man seit der Version 4.0 abgeschafft. Bis dahin konnte man ein Apple iPhone ohne die Software iTunes auf dem heimischen Rechner gar nicht aktivieren und in Betrieb nehmen. Das geht heute ohne diese Softwarehürde. Allerdings ist man auf die Software iTunes und den hauseigenen Online-Service iCloud bei einen iPhone angewiesen. Hier werden  Musik, Filme, Serien und Bücher verwaltet und auch der PC mit dem iPhone synchronisiert.

Die Bedienung dieser Software ist bei weitem nicht so elegant und selbsterklärend, wie die Anwendungen auf dem Smartphone. Apps –also diese kleinen Helferlein in Progammform – werden ausschließlich über den Appstore von Apple bezogen. Updates werden ebenso darüber geregelt. Das Apple-System ist ein geschlossenes. Die Apps werden von Apple zertifiziert, Updates des Betriebssystems sind immer verfügbar. Das alles hat seinen Preis, der sich nicht in allen Komponenten der Hardware widerspiegelt. Ein weiter Gesichtspunkt ist die Kompatibilität mit anderen Systemen. Das iPhone mal eben als USB-Speicher für Daten, Musik und Bilder aus anderen Quellen nutzen, geht so einfach nicht. Schnell über diese USB-Standartschnittstelle an einen beliebigen Rechner anschließen und Daten hin und her schieben funktioniert so nicht.

Kurz und knapp: relativ sicher, teuer, geschlossene Software und Gerätewelt, nicht unbedingt ohne Aufwand und Fachwissen kompatibel mit anderen Systemen oder dem PC-Betriebessystem.

Weiter geht es mit dem Google-Betriebssystem Android.

googles-handy

Google-Betriebssystem Android

Dieses ist inzwischen Marktführer bei den Smartphones. Es ist ein offeneres, auf dem System Linux basierendes Softwareherz, dass in einem Android-Smartphone schlägt. Diese offenere Struktur bietet sicher eine Reihe von mehr Möglichkeiten, als ein eng begrenztes System. Apps werden aus App-Shops im Netz geladen und gekauft, aber auch aus völlig anderen Quellen und Anbietern bezogen werden. Das birgt Sicherheitsrisken, auf die wir demnächst separat genauer eingehen. Dieses ist, neben einer Vielzahl von Systemparametern, die man einstellen kann und sogar muss, eines der Negativkriterien der Android-Phones. Allerdings kann man hier auch eine große Individualisierung erreichen.

Ein weiteres Manko ist, dass die Hersteller der Geräte oft tief in das System eingreifen, um eigene Komponenten zu implementieren. Diese sind kaum zu entfernen und ein Update auf eine neuere Version des Android-Systems ist nicht bei allen Geräten gegeben. Das System kann man „rooten“ und mit einem anderen, offenen Android-System versehen. Damit erlischt aber fast immer die Garantie. Ebenso sollte man etwas mehr als Anwenderkenntnisse haben, wenn man diese Methode wählt.

Ein großes Plus ist sicherlich der Preis und die einfache Anbindung über die USB-Schnittstelle an den eigenen Rechner, externe Festplatten, Drucker und an Kameras oder gar TV-Geräte.

Kurz und knapp: preislich interessant, das Sicherheitsrisiko ist durch entsprechende Maßnahmen gut zu minimieren und die USB-Kompatibilität macht es zusätzlich vielseitig nutzbar. Hoher Individualierungsgrad der Anwendungen und Oberflächen

 

Microsoft mit dem Windows 8 auf Nokia Hardware ist ein ernst zu nehmender Konkurrent für beiden anderen Systeme.

Windows auf dem Smartphone

Windows auf dem Smartphone

Nokia´s handysparte ist jetzt komplett bei MicroSoft gelandet. Damit hat der Softwarehersteller eine eigene Hardware für seine Plattform.

Die Oberfläche bei Android und iOS sieht ähnlich aus. Windows setzt auf Kacheln. Diese sind wie die sog.Widgets auf den Android- und Apple-Geräten anzusehen. Das System basiert auf dem PC-Betriebssystem Windows 8. Das ist im Moment die Schwäche, aber auch die große Chance. Der PC-Nutzer muss sich an der neue Oberfläche unter Windows 8 mit diesen Kacheln gewöhnen – dann allerdings, findet er die gleiche Bedienung auf dem Smartphone wieder.

Einige Microsoftdienste, wie Outlook, Xbox-Musik (eine Konkurrenz zu Streamingdiensten wie Spotify) oder der cloudbasierte Speicherdienst Skydrive sind fest in das System integriert. Eine Synchronisation mit all den Geräten und Datenbeständen unter Windows ist ein Kinderspiel. Microsoft ist hier auf dem Weg zu einem ähnlich geschlossenen System wie Apple.

Kinderschutz ist mit ein paar Klicks auf den Windows-Phones erledigt. Dann lassen sich manche Apps nicht mehr starten. Derzeit gibt es noch verhältnismäßig wenig dieser Apps, zumindest im Vergleich mit Android und Apple. Zukünftig werden auch Windowsanwendungen, die vom PC bekannt sind, auf das System für Smartphones übertragen. USB-Schnittstelle und Synchronisation mit Office und Outlook sind quasi Standarts. Dazu kommt ein SD-Karten-Slot, der aktuell bis zu 2048 GB Datenlager verarbeiten kann.

Kurz und knapp: noch nicht alle Hersteller bieten Geräte. Hohe Kompatibilität und einheitliche Bedienung zu Windowsanwendungen vom PC unter Windows 8, Sicherheitsaspekt ähnlich wie bei Apple zu bewerten. Einheitlicher Softwarestand und Updates. Die Preise liegen  derzeit zwischen Android und Apple. Es wird zukünftig wohl eine ähnliche Bandbreite wie bei Android geben. Gute Individualisierung möglich. Aktuell sieht es so aus, dass alle Endgeräte mit Windows 8 Lizenz in 2015 ein Update auf Windows 10 kostenlos bekommen. 

Weitere Infos zum Thema Betriebssysteme für Smartphone:

Smartphone-Betriebssysteme bei Wikipedia
Amazon hat eine recht umfassende Info zusammengestellt

Paul Pawlowski(pp)


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