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Kulturstadt Schwäbisch Hall – ein lohnender Abstecher

Wer kennt sie nicht, die Werbung: „Auf diese Steine können sie bauen…..“, aber wer die Autobahn E50 von Heilbronn Richtung Nürnberg fährt, solllte es nicht versäumen, seine Fahrt mal für einen kurzen Abstecher nach Schwäbisch Hall zu unterbrechen.

Kulturstadt Schwaebisch Hall

Blick über die Altstadt von SChwäbisch-Hall

Schwäbisch Hall liegt an einer alten Salzquelle im schroff eingeschnittenen Kochertal, in das von beiden Seiten mehrere steile Muschelkalk-Klingen münden. Die neueren Stadtteile und eingemeindeten Orte liegen meist zu beiden Seiten des Flusses auf der Hochfläche der Haller-Ebene, die von den größeren Höhen des Schwäbisch-Fränkischen-Walds umgeben ist. Das Stadtgebiet hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge, Kocher-Jagst-Ebene und Hohenloher-Haller Ebene.
Schwäbisch Hall wird in den ältesten Urkunden meist nur „Hall“ genannt. Dieses Wort ist ein typischer Ortsname der Salzgewinnung, der sich auf das Salzsieden in der Saline beziehen dürfte. 1489 erfolgte ein formeller Beschluss des Rates, die Stadt in allen offiziellen Schreiben als Schwäbisch Hall (lateinisch Hala Suevorum) zu benennen.

Geschichte auf Schritt und Tritt

Kulturstadt Schwaebisch Hall

Die Michaelskirche

Die gepflegte Innenstadt besteht zu einem großen Teil aus mittelalterlichen Häusern. Ein Muss ist ein Bummel durch die nahezu unveränderten mittelalterlichen Gassen mit teilweise erhaltener Stadtmauer und zahlreichen Türmen, den wunderschönen Fachwerkhäusern, kleinen Cafes und Restaurants. Man fühlt sich glatt um ein paar Jahrhunderte zurück- versetzt. Wirklich idyllisch und allein schon eine Reise wert. Unweigerlich führen die engen Gassen und Strassen auf den Marktplatz mit der Michaelskirche,. Mit ihrer berühmten Treppe thront sie majestätisch über dem Platz. Vom Marktplatz aus führt in 53 Stufen die große, zwischen 1507 und 1510/11 erbaute Treppe, (seit 1925 Bühne der sommerlichen Freilichtspiele) zur romanischen Vorhalle der Kirche, und über weitere 160 Stufen erreicht man durch den Turm die Glockenstuben (mit 10 Glocken, die älteste von 1260) und die ehemalige Türmerwohnung mit dem prächtigen Ausblick über die Altstadt.

Ein besonderer Höhepunkt der Stadt sind die alljährlichen Freilichtspiele. Sie fanden das erste Mal 1925 mit dem Stück „Jedermann“ statt. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Freilichtspiele zu den „Jedermannspielen“ in Deutschland. Nach dem 2. Weltkrieg öffnete sich das Repertoire und die deutsche Klassik, insbesondere Friedrich Schiller, erschien zunehmend auf dem Spielplan. Ende der 60-er Jahre kamen Komödien hinzu und in den 80-er Jahren auch Musicals und das Kindertheater. 2015 ist Jubiläums-spielzeit „ 90 Jahre Freilichtspiele Schwäbisch Hall“.

Weltoffene Kunsthäuser der Adolf Würth GmbH &Co. KG

Kulturstadt Schwaebisch Hall

Die Johanniterkirche.

Seit 2001 besitzt Schwäbisch Hall eine besondere Perle. Die Kunsthalle Würth wurde 2001 von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet und hat sich seither zum Besuchermagneten entwickelt. Der dänische Architekt Prof. Henning Larsen hat die moderne Architektur raffiniert in die Haller Altstadt integriert. Schon das Gebäude ist ein Erlebnis!
Gezeigt werden Wechselausstellungen auf der Basis der Sammlung des Unternehmers Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth, der bereits 1991 das Museum Würth in Künzelsau gründete und als Kunstmäzen im ganzen Land bekannt ist.

Die zweite Perle kam 2008 dazu. Die Johanniterkirche aus dem 12. Jahrhundert wurde im November 2008 als Museum neu eröffnet. Als Dependance der Kunsthalle Würth – und fußläufig in wenigen Minuten von dieser entfernt – bildet das umfassend sanierte Gebäude die ideale Heimstatt für die bedeutende Sammlung Alter Meister in der Sammlung Würth, die den ehemaligen Fürstlich Fürstenbergischen Bilderschatz sowie zahlreiche Neuerwerbungen umschließt. Zurückgeführt werden konnten in die Johanniterkirche einige Exponate ihrer ehemaligen sakralen Ausstattung. Seit Januar 2012 bereichert die „Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen („Schutzmantelmadonna“)“ von Hans Holbein dem Jüngeren die exquisite Sammlung Alter Meister in der Johanniterkirche.

Die Sanierung der Johanniterkirche umfasste den Umbau nach höchsten musealen Standards, sowie die denkmalgerechte Restaurierung des originalen gotischen Dachwerks von 1400/01, das sich als ältestes seiner Art in Süddeutschland erweist.

Die Johanniterkirche in den Augen der Besucher

Kulturstadt Schwaebisch Hall

Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen

Welche Faszination die Johanniterkirche auf die Besucher aus vielen Ländern der Erde ausübt, dokumentieren zahlreiche Einträge in das Gästebuch.

Fazit:
So bietet die Stadt nicht nur mittelalterliches Flair, sommerliche Freilichtspiele sondern auch für Kunstliebhaber ein breites Feld an. Ganz gleich, ob Sie alleine, zu zweit oder mit einer Gruppe Schwäbisch Hall besuchen, die Stadt bietet ihnen auch passenden Stadtführungen an. Kompetente, zertifizierte Gästeführerinnen und Gästeführer zeigen Ihnen immer wieder neue Seiten einer alten Stadt. Die ehemalige Freie Reichsstadt Schwäbisch Hall hat einer der schönsten historischen Altstädte Süddeutschlands.

Sepp Spiegl (Mitarbeit: Raimund Mönch)

 

 

  Öffnungszeiten-Johanniterkirche:
Di-So 11 – 17 Uhr
Im Weiler 1
74523 Schwäbisch Hall

Eintritt frei!

Die ganze Fotostrecke „Schwäbisch Hall“ finden Sie hier!


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