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Aussteigen und aufleben

Urlaub im Kloster – ein göttliches Rezept gegen Stress und Burnout

Abschalten vom hektischen, nervenaufreibenden Alltag

„All inclusive“, umwerben die Ferienzentren vor allem in den Sonnenländern des Mittelmeeres die von Regen und Kälte geplagten Urlauber aus den nördlicheren Regionen. Und mit teilweise abenteuerlich niedrigen Preisen locken Billigflieger und Reiseveranstalter in exotische Fernen. Klar, schließlich müssen die gigantischen Hotelburgen ja auch gefüllt werden, die unverändert weiter dort hochgezogen werden, wo einstmals einsame Strände waren. Keine Frage, die Branche „brummt“. Und doch hat sich, quasie im Schatten des Massentourismus, schon seit einiger Zeit ein völlig anderes Freizeitverhalten entwickelt. Alternativ, sozusagen. Weg von jeglicher Hektik, Ruhe statt Rasen, Einkehr in das eigene Ich statt Einkehr in der nächsten Disco. Natürlich, es gab sie schon immer – jene Menschen, die regelmäßig für einige Zeit den täglichen Trubel gegen  klösterliche Einsamkeit tauschten, um seelisch und geistig aufzutanken. Daraus ist mittlerweile eine regelrechte Bewegung geworden. Und die Mönche und Nonnen haben ihre Häuser geöffnet. Nicht nur, aber besonders im deutschsprachigen Süden.

Mehr als 30 Klöster, Abteien und Begegnungsstätten bieten in Niederbayern und Oberösterreich heute Interessierten Entstressen auf Zeit. Benediktiner, Zisterzienser, Prämonstratenser und Franziskaner lassen zunehmend Außenstehende teilhaben an ihrer Art, die Welt zu sehen, zu denken und inneren Frieden zu finden. Klöster in dieser Region haben in den letzten Jahrhunderten viele Stürme der Zeit überdauert: Vom frühen Mittelalter bis zum prachtvollen Barock und Rokoko haben sich hinter Klostermauern architektonische Kostbarkeiten erhalten. Heute sind es Inseln der Ruhe, in deren Innern – weit weg von Smartphone, Notebook und Handy – immer mehr Menschen im Urlaub neuen Sinn für ihr Leben entdecken: Als echte Alternative zum klassischen Urlaub am Meer oder in den Bergen.

Beim Urlaub im Kloster ticken die Uhren noch anders. Hier fällt es leicht, abseits des Massentourismus auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte zu gehen. Das niederbayerische Kloster Niederaltaich beispielsweise bietet Männern, all inclusive, die Möglichkeit, eine Woche mit den Mönchen zu leben, um in der Stille, im Gebet, im Gespräch und in spezieller geistlicher Unterweisung eine Neuorientierung für das eigene Leben zu finden. Auch für Frauen gibt es bei den Ursulinen in Niederaltaich Besinnungstage. (Infos: www.abtei-niederaltaich.de)

Die Benediktinerabtei Metten mit ihrer herrlichen Barockarchitektur, der weltberühmten Bibliothek und Klosterkirche nahe der Donau ist heute das kulturelle Zentrum der Region zwischen Straubing und Deggendorf.  Auch dieses Kloster bietet Frauen und Männern ein breites Angebot, am klösterlichen Leben teilzuhaben. (Infos: www.kloster-metten.de).

Die Benediktinerabtei Rohr öffnet sich Gästen, die Ruhe und Besinnung suchen, mit Einkehrtagen und Exerzitien. Gleiches gilt für das Kloster Neustift, im Franziskaner-Kloster Neukirchen beim Heiligen Blut oder im grenzüberschreitenden Wallfahrts- und Begegnungszentrum im Kloster Strahlfeld bei Roding. (Infos: www.neukirchen-online.de und www.kloster-strahlfeld.de)

Im Kloster Eggenfelden können Männer für Tage oder auch für mehrere Wochen die franziskanische Lebensweise kennen lernen. Besondere Attraktion sind hier spezielle Kurse zum Beispiel für Meditation, Yoga, aber auch Exotisches, wie zum Beispiel Kurse für afrikanische Trommeln. (Infos: www.kloster-zum-mitleben.de)

Idyllischer Ort der Besinnung: Kloster Weltenburg

Ostbayerns Vorzeige-Objekt in Sachen Klosterleben ist Kloster Weltenburg direkt am Eingang zum weltberühmten Donaudurchbruch. Die Abtei ist eine Insel der Ruhe mit vielen Superlativen: Das älteste Kloster Bayerns beherbergt auch die älteste Klosterbrauerei der Welt. Die Gemeinschaft sieht ihre Hauptaufgabe in der Pfarrseelsorge (Betreuung von vier Pfarreien) und in der Aufnahme von Gästen. Diesem Zweck dient das Gästehaus St. Georg mit Unterbringungsmöglichkeiten für ca. 30 Personen.

Traditionelle Klostermedizin gegen viele Gesundheitsprobleme unserer Zeit

Ein Gewinn für den Geist, vor allem aber auch eine Alternative zur High-Tech-Medizin unserer Zeit bieten die Klöster Oberösterreichs. Im bezaubernden Kneipp-Kurort Bad Kreuzen hat zum Beispiel, vor wenigen Wochen das 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) seine Tore geöffnet. In diesem ersten Zentrum der Klosterheilkunde, einer  sonnigen Oase inmitten der beeindruckenden Hügellandschaft des unteren Mühlviertels, wird der Gast auf neue – und doch alte – Wege geführt, um gesund zu bleiben oder gesund zu werden: mit der Kraft heimischer Heilkräuter, mit im Laufe der Zeit entwickelten und perfektionierten sinnvollen Therapie-Ritualen, mit individuell abgestimmten Wickeln, Massagen, Düften und Speisen.

Wyda: Energie und Balance

Ein besonderer Höhepunkt dieser Medizin unserer Vorfahren: das wiederentdeckte Wyda, auch als „Jungbrunnen der Druiden“ bekannt. Diese alte, dem Yoga ähnliche Heilgymnastik Europas schult die Wahrnehmung und Konzentration, löst Blockaden und führt zu einem inneren Gleichgewicht. Die Kombination von Schulmedizin und Traditioneller Europäischer Medizin bewirkt den ganzheitlichen Heilungseffekt (Infos: www.tem-badkreuzen.at)

Auch in den anderen oberösterreichischen Klöstern der Marienschwestern in Aspach, Bad Kreuzen und Bad Mühllacken schafft die Kunst des Innehaltens die Kraft für neuen Schwung im Leben. Das Kneipp Traditionshaus Aspach, etwa, strahlt schon durch seine Lage inmitten des sanften Hügellands des Innviertels besondere Ruhe aus und bietet mit seiner seit 101 Jahren erprobten Kneipp-Therapie besondere Angebote zur Stressbewältigung und Burn-out-Prävention. Das familiär geführte  Kneipp-Traditionshaus Bad Mühllacken ist spezialisiert auf Fasten und bewusste Ernährung. (Infos: www.kneippen.at)

Wer in Österreich Urlaub machen will und zugleich geistige Inspiration sucht, findet auch in vielen anderen Klöstern vielfältige Möglichkeiten. Etwa im Augustiner-Chorherrenstift im oberösterreichischen St. Florian, wo sich barocke Lebensfreude, Ruhe, Weite und Spiritualität erholsam verbinden. (Infos: www.stift-st-florian.at)

„Mit Freude leben“ – so lautet der Leitsatz des Stiftes Reichersberg. Die Augustiner Chorherren heißen hier jeden Gast mit Wärme und frohem Geist im barocken Bau willkommen, bieten Teilnahme an Chorgebeten und Gottesdiensten, aber auch Likörproben und Weinverkostungen in der 1. Österreichischen Klostervinothek. (Infos: www.stift-reichersberg.at).

Hochgeistiger Genuss inklusive

Kloster Tettenweis

Auch wenn der Urlaub im Kloster von innerer Einkehr geprägt sein sollte: Der Genuss und das leibliche Wohl ist den Mönchen und Nonnen nicht fremd. Exzellente Gasthäuser sind meist ebenso Bestandteil der Urlaubsklöster wie die Kirche, und oft sind kulinarische Überraschungen Teil der Pauschalangebote. So wie bei den Benediktinerinnen in der niederbayerischen Abtei Tettenweis. Seit sie die Hostienbäckerei einstellen mussten, produzieren die Nonnen Nudelspezialitäten nach italienischer Art, die es sonst nirgends gibt, von Curry-Nudeln bis zu Nudeln mit Kräuter- und Basilikumgeschmack.

Im Kloster Niederalteich werden unter großer Geheimhaltung zwölf verschiedene Klosterliköre gebraut: vom Altaicher Klostertrunk bis hin zum Apfel-Zimt-Likör. Bewusstsein erweiternde Elixiere, die man mit gutem Gewissen genießen kann, sind Klosterliköre allemal, gelten sie doch bis heute als heilende Arzneien und beflügelnde Klostermedizin.

Für jeden Typ das richtige Kloster

Um sich während seines Klosteraufenthaltes rundum wohl zu fühlen, ist es wichtig, sich vorab über das Kloster und seine Angebote sowie die Ordensregeln zu informieren. Es gibt Klöster und Stifte mit den verschiedensten inhaltlichen Schwerpunkten. Am besten man zieht Erkundigungen über die verschiedenen religiösen Einrichtungen ein. Manche Klöster bieten tollen Komfort und erinnern an weltliche Hotels, andere wiederum ziehen die Einkehr und Besinnlichkeit vor und offerieren bewusst sehr einfache Zimmer und einfache Verpflegung. Will man in Askese leben, sich ein wenig kasteien und durch Verzicht wieder zur Lebensmitte zurückfinden, so ist bestimmt Letzteres das Richtige. Möchte man sich jedoch in beschaulichem, klösterlichen Rahmen der kulinarischen Verwöhnung hingeben oder einem Wellnessprogramm unterziehen, sollte man sich für ein Kloster entscheiden, das dies alles im reichlichen Umfang bietet. Wer Kulinarisches und Traditionelles liebt, kann übrigens in Stiftsweingütern oder den Weinkellern mancher Klöster hineinschnuppern oder sogar Schnapsbrennerseminare besuchen. Auch Workshops und Kurse in Weben, Trachtennähen und Porzellan- oder Hinterglasmalerei werden teilweise angeboten.

 

Weitere Angebote von 30 Orden und über 40 „Treffpunkten Kloster-Leben“ im Internet unter www.kloster-leben.at.

 

Pauschalpreise  der Abtei-Niederaltaich 2013 für Unterkunft und Verpflegung

Pauschalpreise pro Person 2013 Tagessatz I Tagessatz II
(ÜN, FS, ME, AE) (ÜN, FS, ME, KF, AE)
Einzelzimmer mit Nasszelle 53,00 € 56,00 €
Einzelzimmer mit Etagen-WC/Dusche 42,00 € 45,00 €
Doppelzimmer mit Nasszelle 50,00 € 53,00 €
Doppelzimmer mit Etagen-WC/Dusche 39,00 € 42,00 €
Mehrpreis bei nur einer Übernachtung 5,00 € 5,00 €

 

 

Franziskanerkloster Wangen
Am Klösterle 1
88239 Wangen im Allgäu

Wir erheben wöchentlich einen Pensionspreis zwischen €100,- und €210,-. Abhängig von ihrem Einbringen in die Gemeinschaft und was Sie sich persönlich leisten können, denn auch Geringverdiener sind bei uns willkommen. Der Satz für eine einfache Übernachtung liegt zwischen €26,- und 42,- Euro.

 

Übernachtung und Verpflegung: Kloster Weltenburg:

Unsere Gäste werden durch unsere Klosterküche mit gutbürgerlicher Kost unter Berücksichtigung von regionalen Anbietern und saisonalen Produkten verpflegt.
Sie können wählen zwischen

Einzelzimmer Doppelzimmer pro Person
Übernachtung mit Frühstück EUR 33,50 EUR 28,50
zusätzlich mit Halbpension EUR 40,50 EUR 35,50
zusätzlich mit Vollpension EUR 57,00 EUR 52,00

 

Sepp Spiegl

 


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