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Das Land der offenen Fernen

Wasserkuppe

Blick von der Wasserkuppe in die Fernen

Land der offenen Fernen. Welch eine malerische Bezeichnung für eine Gegend. Fast schon literarisch. Es geht um die Rhön. Jene hügelige Region mitten in Deutschland, Teil der sich vom Harz im Norden bis fast zur Westspitze des Erzgebirges im Süden erstreckenden Mittelgebirgskette, die noch bis vor 25 Jahren – mit brutalen Absperrriegeln bestückt – Deutschland von Deutschland, ja den Westen Europas von dem Osten trennte. Damals waren die “Fernen” zwar auch zu erkennen, aber praktisch unerreichbar. Inzwischen, zum Glück, ist das Land wieder offen, und die Fernen sind nah.

Nah und dennoch ziemlich unbekannt

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Berühmt: Das Dampflokwerk Meiningen

Es mag die jahrzehntelange Randlage und dadurch bedingte Abgeschiedenheit Ursache dafür sein, dass die Rhön im Vergleich zu anderen deutschen Landschaften relativ unbekannt ist. Gut, die Segelflieger bekommen feuchte Augen. Sie denken natürlich sofort an die Wasserkuppe – die Wiege dieses lautlosen Gleitens. Doch das Land der offenen Fernen an den Nahtstellen der drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen hat viel mehr zu bieten. Da ist das einst mondäne und auch heute noch immer großbürgerlich-bedeutende bayerische Staatsbad Kissingen mit seinen etwas kleineren „Schwestern“ Bad Brückenau und Bad Bocklet für die auf Gesundheit und körperliches Wohlbefinden Bedachten. Da lockt die osthessische, barocke Bischofsstadt Fulda zu religiöser Andacht und kunstsinnigem Staunen, aber auch mit kulinarischen Überraschungen in den gemütlichen Gässchen und Gasthäusern.
Nicht zu vergessen die kleine, wieder aufgeputzte Residenzstadt des einstigen thüringischen Mini-Herzogtums Sachsen-Coburg-Meiningen, mit eben dem Namen Meiningen – was für ein Geschenk der deutschen Wiedervereinigung! Meiningen war, ungeachtet seiner politischen Bedeutungslosigkeit, bereits um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wegen seines Theaters und dabei besonders der Shakespeare-Aufführungen weltberühmt. Und arbeitet inzwischen wieder mit Erfolg daran, den Ruf zu erhalten. Für Freunde nostalgischer Dampfrösser, wiederum, müsste das Meininger Eisenbahn-Ausbesserungswerk eigentlich ein Muss sein – das größte noch “aktive”, wo ausgemusterte Stahlungetüme aus ganz Europa wieder zum Fauchen und Fahren gebracht werden.  Doch auch der an Architektur Interessierte wird in der Rhön Freude haben – etwa wenn er unvermutet im bayerischen Ostheim oder im thüringischen Kaltensundheim vor trutzigen Kirchenburgen steht.

Ein Naturereignis

Rotes Moor

Wilde Landschaft: Das Rote Moor

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Die Milseburg im Winter, ein Erlebnis

Freilich, keine Frage, in erster Linie ist die Rhön für Besucher ein Naturerlebnis. Das gilt für Radler in gleicher Weise wie für PS-starke Biker oder auch Auto-Touristen, die auf Strecken mit so klingenden Namen wie „Hochrhöner“ oder „Hochrhön-Ring“ ihre Runden drehen. Das größte Erlebnis allerdings birgt die Region für Wanderer. Ihnen erschließen sich die offenen Fernen in ihrer ganzen Weite. Gewaltige Basaltformationen und endlos grüne Borstgraswiesen (“Matten“) münden in die dunklen Feuchtgebiete des Roten und des Schwarzen Moors. Im Frühjahr üppig blühende Bergwiesen wechseln mit alten Buchenwäldern, die dann in Herbst ihre Farbenpracht voll entfalten. Und im Winter findet sich der Ski- oder Fußwanderer von bizarren, dick von Schnee und Eis eingepackten Bäumen und Sträuchern umgeben wie von verzauberten Wesen aus einem Märchenwinterwald.
Wobei es sich durchaus empfiehlt, per pedes Streckentouren über mehrere Tage zu unternehmen – am besten als „Wandern ohne Gepäck“, den Buckel nur mit dem für den Tag Notwendigen beladen. Wer beispielsweise vom Kreuzberg (dem „heiligen Berg der Franken“) bei Bischofsheim über die karstige und gleichzeitig doch teppichweiche Hochfläche des Heidelstein mit den typischen Schafherden und den (bei gutem Wetter) schier grenzenlosen Weitblicken zur Wasserkuppe hinauf oder ins Ulstertal hinunter marschiert, wird dieses Erlebnis gewiss lange nicht vergessen. Nicht anders ergeht es denen, die den Basaltkegel der mystischen, bereits zu Zeiten der Kelten bewohnten Milseburg bis zur Kreuzigungsgruppe am felsigen Gipfel erklimmen und dann das Panorama auf sich wirken lassen.

Nachhaltigkeit statt Sensationen

Die Rhön bietet keine Sensationen. Aber sie hinterlässt bei ihren Besuchern Nachhaltigkeit. Viele Jahrhunderte lang zählte das Land zu den Armenhäusern in Deutschland. Inzwischen ist die in vielerlei Hinsicht einzigartige Region als UNESCO-Biosphärenreservat geschützt und steht dennoch den Menschen offen. Ein Besuch, am besten sogar ein Aufenthalt, in der Rhön sei warm empfohlen.
Ku

Information :

Rhön Tourismus und Service GmbH
Wasserkuppe 1
36129 Gersfeld
Tel: 06654 918340
e-mail: tourismus@rhoen.de




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