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Leute

Tiefer Schmerz in Stein gehauen

Trauer und Schmerz.. Käthe Kollwitz verdichtete in ihrer Kunst menschliche Dramen. Zu den ersten Opfern im Ersten Weltkrieg gehörte ihr Sohn Peter. Ihr Leiden gestaltete sie in Stein: „Trauernde Eltern“ dokumentiert die innere Erstarrung auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Belgien. Die zwei sind ein einziges Bild unendlicher Trauer, ein trauerndes Elternpaar. Käthe Kollwitz, die große Zeichnerin vor allem der kleinen und geknechteten, im Schatten des Lebens stehenden Menschen hat es geschaffen und ihm zugleich auch diesen Namen gegeben.


Provokation? Längst überfällig!

Ein Buch macht Furore. Ein Bürgermister berichtet aus seinem Alltag beim Versuch, die Aufnahmeprobleme wegen der vor allem seit 2015 ins Land strömenden Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber zu bewältigen. Die stellen sich so oder ähnlich in hunderten von Kommunen. Aber dieser Bürgermeister ist ein Grüner. Und das Buch heißt: „Wir können nicht allen helfen“. Damit sticht der Tübinger OB, Boris Palmer, in ein gesellschaftspolitisches Wespennest.


Der große „Bums“ am Bundes- kanzlerplatz

Spektakuläres Ereignis in Bonn: Am 19. März wird das so genannte Bonn-Center gesprengt – 40 Jahre lang eines der Wahrzeichen im einstigen Regierungsiertel. Verantwortlich für den reibungslosen und sicheren Verlauf ist Eduard Reisch, einer der grenzübergreifend bekanntesten und erfahrendsten Sprengmeister überhaupt. Die Liste seiner atemberaubenden Einsätze ist beeindruckend lang.


Den Menschen sehen, nicht die Behinderung

Raúl Aguayo-Krauthausen (* 15. Juli 1980 in Lima) ist ein in Berlin lebender Aktivist, der sich für unterschiedliche soziale Projekte einsetzt und selbst aktiv einige Projekte ins Leben gerufen hat. Krauthausen hat Osteogenesis imperfecta (umgangssprachlich als „Glasknochen“ bezeichnet) und ist selbst auf einen Rollstuhl angewiesen. Seit Oktober 2015 moderiert Krauthausen die Talkshow Krauthausen – Face to Face auf Sport 1.


Video

Manfred Mann ist ein aus Südafrika stammender Musiker. Er gründete zusammen mit dem Schlagzeuger Mike Hugg 1962 die Mann Hugg Blues Brothers, die in der Londoner Klubszene erfolgreich waren. Anfang 1963 schloss die Band, in der Manfred Mann Keyboard spielte, einen Vertrag mit dem Plattenlabel EMI. Dabei wurde, angeblich gegen den Willen Manfred Manns, der Name der Band in Manfred Mann geändert. Hits waren My Name is Jack, Fox on the Run und Ha! Ha! Said the Clown. Do Wah Diddy Diddy wurde 1964 in den USA ein Nr.-1-Hit.


Die Pflegereform kommt 2017

Ab Januar 2017 gelten neue gesetzliche Regelungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Die Reform soll Schluss machen mit dem in Minuten gemessenen Hilfebedarf, der wenig Spielraum lässt für das, was die Betroffenen im Alltag wirklich brauchen.


H.-D. Genscher – ein Großer ist abgetreten

Der am 1. April im Alter von 89 Jahren verstorbene ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher wird mit einem Staatsakt geehrt. Er hat es verdient mit seiner Lebensleistung. Mit Genscher ist einer der Großen der deutschen Politik gestorben.


Bis zu 21 Orgasmen

Lustig bis interessant ist ein Rechtsstreit, der beim Landgericht Düsseldorf anhängig ist. Letztlich geht es dabei um die Frage, ob Werbeslogans auch witzig oder nur bierernst sein dürfen. „Haribo macht Kinder froh…“ konnte ja trotz Verbraucherschutzklagen für die Werbe-Poesie gerettet werden. Jetzt aber geht’s um Kondome. Und da wird es ernst.


Zwischen „Patriot“ und „Verräter“

Egon Bahr ist tot. Er wurde 93 Jahre alt. In den 60-er und 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts war er einer der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Akteure in der deutschen Politik. Egon Bahr und Willy Brandt – eine wohl einmalige politische Lebensgemeinschaft. Ohne deren Ostpolitik gäbe es wahrscheinlich heute keine deutsche Wiedervereinigung.


Der zweite deutsche „Einiger“

Helmut Kohl, nach Otto von Bismarck der zweite Einiger Deutschlands, ist 85 Jahre alt. Und damit zehn Jahre älter als der „Alte vom Sachsenwald“ war, als er 1890 von Kaiser Wilhelm II. entlassen wurde. Doch anders als es beim „Eisernen Kanzler“ der Fall war, werden ihm die Massen keine Denkmäler setzen und auch keine Lorbeeren winden. Dennoch – obwohl dem Mann aus der Pfalz zeit seines politischen Lebens ein stramme Gegenwind blies, hat er seinen Platz in den deutschen Geschichtsbüchern sicher.