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Bubenstück und Realsatire

WowiundPlatze

„Wowi und Platze“ im Jahr 1988 (Archivbild)

Riesen-Aufregung nicht nur in Berlin!

Kopf steht die ganze Republik! Grund: Der wohl größte Trickbetrug in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands. Gutachter stellten heute bei einer Begehung des angeblichen Großflughafens Berlin-Brandenburg (BER) fest, dass es sich bei der gesamten Baustelle in Wirklichkeit um eine einzige gigantische Attrappe aus Pappmaché und Pressspan handelt. Hinter dem Betrug steckt wohl das bis in die 80er Jahre bekannte Hochstaplerduo „Wowi und Platze“. „Als wir die Baustelle betraten, befürchteten wir bereits Schlimmes“, berichtet Diplom-Ingenieur Walter Kowskowsi. „Doch darauf waren wir nicht vorbereitet: Alles, was bisher errichtet wurde, besteht aus billigsten Materialien wie Pressspan und sogar aus Lego-Steinen. Abgesehen davon, dass sich weite Teile des Daches bereits witterungsbedingt auflösen, ist der ganze Flughafen auch ungefähr nur ein Drittel so groß wie geplant. Man kommt kaum durch die Tür.“

Alles nur Attrappe

BER-02Die gigantische Attrappe wurde offenbar nur errichtet, um der Öffentlichkeit lange genug vorzugaukeln, dass hier tatsächlich ein Flughafen erbaut wird. Dabei waren selbst die Baumaschinen – vom Bagger bis zum Betonmischer – ausnahmslos Nachbildungen aus billigstem Plastik.
Kurz nachdem die Gutachter ihre Ergebnisse vermeldet hatten, folgte der zweite Schock: Sowohl Berlins Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit, als auch der frühere Ministerpräsident Brandenburgs, Matthias Platzeck, sind spurlos verschwunden. Mitarbeiter sollen allerdings auf Wowereits Schreibtisch eine Notiz gefunden haben, auf der stand: „Macht’s gut ihr Trottel! Wir setzen uns zur Ruhe, und das ist auch gut so. W+P“

rantlosRecherchen  haben nun ergeben, dass es sich bei den beiden angeblichen Politikern in Wirklichkeit um die Trickbetrüger Paul „Platze“ Latzler und Wolfgang „Wowi“ BER-01Wichert handelt – ein Ganovenpaar, das bis weit in die 80er Jahre in zahlreiche Hochstapeleien auf dem gesamten Gebiet der Bundesrebublik Deutschland verwickelt war. Allerdings fehlt ungefähr ab 1990 jede Spur von Latzler und Wichert. Auffallend allerding:  Etwa zu diesem Zeitpunkt begann der beispiellose Aufstieg von „Klaus Wowereit“ und „Matthias Platzeck“. Der „getürkte“ Flughafen BER könnte also möglicherweise als Meisterstück der beiden Gauner in die Kriminalitätsgeschichte eingehen. Da der gesamte „Bau“ bislang maximal 50.000 Euro verschlungen haben dürfte, befinden sich Wowi und Platze mit mindestens fünf Milliarden auf der Flucht. Kein Wunder, dass nun auch die Finanzen Berlins und Brandenburgs unter die Lupe genommen werden. Besonders angesichts der desolaten Lage der Hauptstadt würde es die Ermittler nicht wundern, wenn weitere Milliarden aus dem Bundesfinanzausgleich in die Taschen von Latzler und Wichert gewandert sind.

 

Der Spielzeughersteller Lego beweist wieder einmal, dass er auf der Höhe der Zeit ist.

Heute stellte der dänische Spielzeughersteller Lego eine speziell auf den deutschen Markt zugeschnittene neue Serie vor. Unter dem Titel „Gescheiterte deutsche Großprojekte“ können bald auch Kinder vergeblich versuchen, den Berliner Großflughafen BER, den unterirdischen Bahnhof Stuttgart 21, die Hamburger Elbphilharmonie sowie das Bonner WCCB zu bauen.

BER-LegoJørgen Knudstorp, der Geschäftsführer des Traditionsunternehmens, erklärte bei der Präsentation: „Wir haben uns alle Mühe gegeben, das Erlebnis so realistisch und damit so frustrierend wie möglich zu gestalten. Unser Ziel ist es, dass sich Kinder keine Illusionen machen, was Großbauprojekte in Deutschland angeht.“

Mit je 49,90 Euro Grundpreis sind die Basis-Sets BER, S21 und die Elbphilharmonie zwar kostspielig, aber erschwinglich. Jedoch sind die Packungen mit zwei Barcodes versehen, um die Projekte möglichst realitätsnah nachzubilden: Nach Bezahlen des Grundpreises wird noch an der Kasse der zweite Barcode gescannt und erfordert die Nachzahlung von 139,90 Euro. Beim Aufbau stellt sich allerdings schnell heraus, dass die sonst bei Lego sehr übersichtlich gehaltenen Baupläne völlig unbrauchbar sind. Viele Arbeitsschritte sind vollkommen undurchführbar, immer wieder muss von vorne begonnen werden und nicht zuletzt fehlen wichtige Bauteile.

Zusätzlich zu den drei Grundboxen will Lego vierteljährlich Erweiterungsboxen (je 29,90 Euro) herausbringen, die die Eltern ihrem Nachwuchs schon allein deswegenstuttgart_21 kaufen werden, damit die Anfangsinvestition nicht umsonst war. Doch obwohl die Erweiterungssets vielversprechend aussehen, lassen sie das Chaos durch zahlreiche Bauplanänderungen und weitere unpassende Teile nur noch größer werden.

Dabei hat der Spielwarenhersteller selbst auf kleinste Details geachtet: So sind sämtliche Lego-Bauarbeiter mit zwei linken Händen ausgestattet, beim Flughafen BER sind allein vier Erweiterungsboxen für den Brandschutz nötig und Stuttgart 21 wird mit zahlreichen Demonstranten geliefert, die den Bau immer wieder empfindlich stören. Ebenso soll es auch noch eine Erweiterung „Die Politiker“ geben, mit zahlreichen Figuren ohne irgendeine Funktion. Die Figuren kann man daher überall nach Belieben plan- und sinnlos einsetzen.

Weihnachtschäppchen „Limburg“

155345_LEGOLIMBURG_1Passend zu Weihnachten brachte Lego aktuell auch den Bausatz „Limburg“ heraus. „Limburg“ ist ein Weihnachtsschnäppchen. Besonders wurde beim Hersteller darauf geachtet, dass die Kinder verschwenderich und ohne Kosten zu scheuen (Einführungspreis des ersten.Bausatzes-89,99 Euro, jeder weiterer der folgenden fünf Bausätze 99,99 Euro), das neue Bischofshaus durch eigene Ideen gestalten können. Natürlich darf die Figur von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst dabei nicht fehlen. Ihn kann man lächelnd in die 15.000 Euro teure Badewanne (Modell) setzen.

Traum und Alptraum

Hier endet die Geschichte, die natürlich nur ein Traum ist – allerdings ein Alptraum. Sie entstammt indessen, wie die geneigte Leserschaft unschwer erkennt, weitgehend dem wirklichen Leben. Zum Glück aber finden nicht alle Realitäten auch immer gleich direkten Zugang  zu den Kinderzimmern…

 

Sepp Spiegl150615_ChuckNorrisrettetdenBerlin_1

 




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