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Ulrich Barnickel

Die kleine mittelhessische Stadt Schlitz im Vogelsbergkreis besitzt alles, was zu einen romantischen Winkel gehört: Burgen, Türme, Mauern, Fachwerk, enge Gässchen und verborgene Plätze. Seit 1985 lebt hier der Künstler Ulrich Barnickel – Bildhauer, Holzskulpteur und Schmied. Natürlich nicht in irgendeinem Haus, sondern in einer früheren Fabrik. Schlitz war in früheren Zeiten ein Zentrum der Leinenweberei. Und in einem der alten Gebäude hat sich Barnickel niedergelassen. Umgeben vom Bach und weiten Wiesen, mit  direktem Übergang vom Wohn- in den großräumigen Arbeitsbereich mit Maschinen, Schmiedeesse und rostigem Eisen und Blech.

Ulrich BarnickelUlrich Barnickel wurde 1955 in Weimar geboren. Nach Abitur, Lehre und Arbeit als Schmied erhielt er einen der heiß begehrten Studienplätze in dem traditionsreichen Gestalter- und Designzentrum Schoss Giebichenstein in Halle (Saale). Trotz (oder vielleicht sogar wegen) dieses Privilegs war er die ganze Zeit über Zielobjekt der Stasi. 1985, nach mehreren Anläufen, bekam Barnickel die Erlaubnis, in die Bundesrepublik  umzusiedeln. Mittlerweile hat er in vielen Ländern ausgestellt, in zahlreichen davon stehen Werke von ihm.

Seine bemerkenswerteste Arbeit dürfte freilich der „Weg der Hoffnung“ sein, eine 1,5 Kilometer lange, eiserne Nachbildung des biblischen Kreuzwegs auf dem ehemaligen Todesstreifen zwischen Hessen und Thüringen in der Rhön. Ganz gewiss, sagt er selbst, „habe ich hier einen gehörigen Teil meiner eigenen Geschichte und Befindlichkeit eingearbeitet.“

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    Der Todesstreifen an der innerdeutschen Grenze teilte auch die Rhön. Zwischen Fulda und Eisenach steht heute ein einzigartiges Kunstwerk und Mahnmal: der aus Eisen geschmiedete "Weg der Hoffnung". Symbol der Teilung und Wiedervereinigung. 1,5 Kilometer Erinnerung an einen Hot Spot der "Kalten Krieges". Ein Rundgang.
    Tags: hoffnung, barnickel, weg, ulrich, war, künstler, vielleicht, zwischen, rhön, sondern




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