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Sind Golfer nur alt?

Unbestritten ist, dass sich die Altersstruktur der Clubgolfer seit längerem verändert und dieser „Alterungsprozess“ wohl alle Golfclubs in Deutschland betrifft.

Viele andere Sportler, die 60 Jahre oder älter sind, trainieren regelmäßig in ihrer Sportart, um ihr Leistungsniveau zu halten oder zu verbessern. Im Vergleich6-5025384 Statistiken_neu_quer.indd dazu: Wie viele Golfspieler gibt es in dieser Altersgruppe, die Golf durchaus noch als ergebnisorientierten Sport betreiben und nicht nur als gesundheitsfördernde Freizeitgestaltung. Mit Golfsport werden von der Mehrheit der Bevölkerung immer noch Begriffe in Verbindung gebracht wie „elitär“, „teuer“, „abgehoben“, „Sport der Reichen und Schönen“. Aber die Realität sieht anders aus.

Viele Golfer kommen erst im mittleren oder fortgeschrittenen Alter mit diesem Sport in Kontakt, nachdem sie zuvor Tennis oder Fussball gespielt haben. Sie sind im Golfsport nicht groß geworden, sondern sind Quereinsteiger. Insbesondere diese „Spätberufenen“ haben häufig keine Ambitionen, Golf als Sport auszuüben, regelmäßig zu trainieren und an ihrem Handicap zu feilen. Ihnen geht es in erster Linie um eine gesundheitsorientierte und gesellige Form der Freizeitgestaltung in einem ansprechenden Umfeld – soziale Kontakte, ein gepflegter Golfplatz in einem intakten Naturraum, ein gemütliches Clubhaus mit einer guten Clubgastronomie. Der Sport-Golfer und der Freizeit-Golfer nutzen zwar die gleiche Golfanlage und sind auch Mitglied im gleichen GolfenClub – die Erwartungen und Ansprüche an Club und Golfanlage sind jedoch recht unterschiedlich. Beiden Ansprüchen gilt es gerecht zu werden.

Der Golfsport wird immer eine völlig andere Altersstruktur als Fußball, Basketball, Rudern oder Leichtathletik haben. Das muss aber nicht zwangsläufig eine Wachstumsbremse darstellen. Entscheidend ist nicht die Altersstruktur, sondern in welchem Maße es gelingt, Menschen aller Altersgruppen mit dem Golfsport in Berührung zu bringen, ihnen die vielfältigen und schönen Seiten des Sports zu vermitteln und sie für diese Aktivität zu interessieren und zu begeistern. Hier sind neue Ideen gefragt, z.B. ein Monats-Schnupper-Greenfee oder eine Jahresmitgliedschaft mit „Geld-zurück-Garantie“.

Man sollte deshalb den demographischen Wandel mehr als Chance für den Golfsport begreifen, und weniger als Bedrohung. Wer als 20- oder 30-Jähriger mit Freude und Begeisterung Stabhochsprung oder Hammerwurf trainiert hat, der wird dies mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr als 60jähriger tun. Das ist schade für diese Sportarten – aber gut für den Golfsport. Denn Golf könnte jerder auch als Senior noch viele Jahre lang mit Freude und Gewinn für die persönliche Lebensqualität ausüben.

Golf in Zahlen

Weltweit verzeichnete der Golfsport in den letzten Jahren einen stetigen Aufschwung. In Deutschland schwingen 637.735 Golfer den Schläger, im Nachbarlandgolfstatistik2005-2014-1112x753 Österreich gibt es inzwischen über 80.000 Golfer. Weltweit sind es 60 Millionen. Die jährlichen Zuwächse an Golfspielern von bis zu 15 Prozent zeigen, dass Golf auf dem besten Weg zum Breitensport ist, zumindest wenn man die Gesamtzahlen betrachtet. Doch bis zum „Sport für alle“ ist es zuindest in Deutschland noch ein langer Weg.

  • Laut der European Golf Association ist die Zahl der Golfspieler seit mehreren Jahren rückläufig. 2009 spielten in den 44 europäischen Ländern 4,44 Millionen Menschen Golf, 2013 waren es noch 4,26 Millionen, ein Rückgang von 4,0 Prozent. In England sank die Zahl im gleichen Zeitraum sogar um 11,5 Prozent.
  • Weltweit gibt es 60 Millionen Golfer und 35.000 Golfplätze
  • Die fünf Länder mit den meisten Golfern sind USA, Kanada, Japan, Großbritannien und Australien
  • In den USA mit 265 Millionen Einwohnern gibt es 25 Millionen Golfer (10%)
  • In Kanada mit 30 Millionen Einwohnern gibt es 5 Millionen Golfer (17%)
  • Von 8 Millionen Schweden golfen 500.000 (7%)
  • Und von 8 Millionen Österreichern golfen 80.000 (1%)
  • In Deutschland liegt der Anteil der Golfer an der Gesamtbevölkerung bei 0,66 Prozent

Mallorca

Besonders beliebt unter deutschen Golfern ist die Insel Mallorca. Sie verbindet alles, was diesen Sport so schön macht. Abwechslungsreiche Plätze, eingebettet ingolfplaetze-mallorca-uebersicht die herrliche Umgebung und wunderschöne Hotels für einen entspannten Golfurlaub.
Neunzehn 18-Loch-Golfplätze, vier 9-Loch- Golfpätze, sowie einige Übungs- und Kurzplätze bieten perfekte Spiel- und Trainingsbedingungen für einen gelungenen Golfurlaub auf Mallorca. Nicht nur viele Amateur-Golfer kommen zur Saisonvorbereitung zum Golfen nach Mallorca, auch einige Golfprofis bereiten sich hier auf anstehende Turniere vor.
Landschaftlich reizvoll sind vor allem das Frühjahr und der Herbst. Wenn ab Ende Januar die Mandelblüte beginnt, erstrahlt Mallorca in einem einzigen weißen Blütenmeer. Durch die Obstbaumblüte im März erhält diese Phase der erwachenden Natur eine würdige Fortsetzung. Während des Spätsommers bzw. Frühherbstes lässt sich die einzigartige Natur der Insel bei angenehmen Temperaturen um die 20 °C immer noch trockenen Fußes erwandern, bevor ab Oktober dann allmählich die Regenzeit beginnt. Die optimale Reisezeit für Golfer, die bei angenehmen Temperaturen spielen und nebenbei noch ein wenig die Insel entdecken wollen, ist daher das Frühjahr oder es sind die Monate September/Oktober. Die Mandelblüte ist nicht nur aus landschaftlicher Sicht reizvoll, sondern auch die Golfplätze sind zu dieser Zeit nur gering frequentiert.

Sepp Spiegl





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