- Anzeige -
Jogging-Point

Dabei sein in Berlin

Die Ü-40 Cup-Teilnehmer des FC Bergheim 2000

Sportlich gesehen, da ist Holger Gleitsmann ehrlich, sei die Reise nach Berlin nicht gerade erfolgreich gewesen. Platz 8 von 10 Teams hat sein Klub, der FC Bergheim 2000, beim DFB-Ü 40-Cup belegt. „Wir hatten uns da insgeheim schon mehr versprochen“, gesteht Gleitsmann. Schließlich war sein Team als Westdeutscher Meister in der Altersklasse der über 40-jährigen in die Bundeshauptstadt gereist. „Aber man muss schon anerkennen, dass die besten Teams ins Halbfinale eingezogen sind. Und für uns als Truppe war es auch so eine tolle Tour“, sagt er dann noch.

Fairness und vor allem der Gedanke, dass es nicht allein um den Erfolg geht, stehen bei dieser Veranstaltung im Vordergrund. Bereits zum sechsten Mal suchten die etwas betagteren Kicker ihren Meister. In diesem Jahr fanden sie ihn in Hansa Rostock, die unter anderem mit Stefan Beinlich in ihren Reihen angetreten waren. Für Beinlich war es „ein tolles Turnier“, sagte er hinterher in einem Interview.

DFB hat das Alter im Blick

Insgesamt waren mehr als 700 Teilnehmer in Berlin am Start. Ein neuer Rekord. Was natürlich auch daran lag, dass es zum ersten Mal ein Kleinfeldturnier für Ü50-Teams gab. „Unsere Gesellschaft wird immer älter. Gleichzeitig haben wir immer mehr fitte 40- und 50-jährige, die sich gerne im Wettkampf vergleichen wollen“, sagt Bernd Barutta, zuständiger DFB-Abteilungsleiter. Der DFB hat dabei auch das Alter der Spieler im Blick. Der DFB bezahlt den Mannschaften ein Hotel für die Turniertage. Außerdem kümmert sich ein professionelles Medizinerteam um die kleinen und größeren Wehwehchen.

Bezirks- und Landesliga war früher

Der FC Bergheim 2000 wurde sogar von einem eigenen Mannschaftsarzt begleitet. Und der hatte vor dem ersten Kick in der Kabine einiges zu tun. „Jeder hatte seine Salbe, viele mussten dicke Tapeverbände anlegen“, sagt Stürmer Holger Gleitsmann. Schließlich mussten an den beiden Tagen in Berlin insgesamt vier Spiele über jeweils zwei Mal 15 Minuten überstanden werden.

Die älteren Herren aus Bergheim kennen sich schon lange. Über viele Jahre kicken sie bereits zusammen, die Spieler kommen aus den umliegenden Dörfern und Städten von Bergheim bei Köln. „Die meisten von uns haben früher in der Bezirks- oder der Landesliga gespielt“, sagt Gleitsmann. Sie haben immer noch Spaß am Fußball, sind immer noch ehrgeizig. Leistungsorientierter Breitensport könnte man sagen.

Höhner-Lied „Viva Colonia“ zur Siegerehrung

Und so haben die Oldies aus dem Rheinland die Tour nach Berlin auch als gemeinschaftliche Veranstaltung gesehen. Ein Bus mit den Frauen und einigen Fans ist mit an die Spree gereist. Spätestens als zur Siegerehrung für den Klub das Höhner-Lied „Viva Colonia“ gespielt worden sei, hätten alle gewusst, die Rheinländer sind da, lacht Gleitsmann.

Wenn möglich, wollen sich die Bergheimer bald wieder für die Altherren-Endrunde qualifizieren. Dann allerdings nicht mehr in der Konkurrenz der Ü40-Mannschaften. „Da können wir nicht mehr mithalten“, sagt Gleitsmann. In zwei Jahren kann ein Großteil der aktuellen Ü40-Mannschaft aber in der Ü50-Konkurrenz starten. „Wir werden dann eine relative junge Ü50-Mannschaft. Vielleicht sind unsere Chancen dann größer“, sagt der Stürmer.

Von Jürgen Bröker

 

 

 

 

 

 

 


Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden